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Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt - Michael Cera
Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt - Michael Cera
© Universal Pictures International

TV-Tipps für Samstag (7.4.): Michael Cena bekämpft die sieben bösen Ex-Freunde

RTL2 zeigt "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt"

Zwei englische Regisseure bestimmen am Samstagabend die Spielfilmauswahl. Auf Pro7 lässt Dexton Fletcher "Eddie the Eagle" in die Lüfte steigen, während Edgar Wright auf RTL2 "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" antreten lässt.

"Eddie the Eagle", Pro7, 20:15 Uhr

Die Geschichte von Eddie Edwards (Taron Eggerton), des berüchtigt hartnäckigen britischen Skispringers, der 1988 bei den Olympischen Winterspielen die Publikumsherzen eroberte.

Die Olympischen Winterspiele im kanadischen Calgary 1988 werden für immer mit seinem Namen verknüpft sein, obwohl er sportlich überhaupt keine Rolle spielte: Eddie Edwards, schnell von der Presse als "The Eagle" (Adler) - je nach Betrachtungsweise - geadelt oder verspottet, kam in zwei Skisprungwettbewerben jeweils nur auf den letzten Platz. Was schon eine Leistung für sich war: Wer Edwards in der Luft sah, musste sich ernsthafte Sorgen machen, ob er unverletzt landen würde.

Aber während Teile der Sportwelt den Skispringer dafür kritisierten, aus Olympia einen Zirkus zu machen und den Sport zu beschädigen, gar lächerlich zu machen, gewann er im Stile einer klassischen Außenseitergeschichte die Herzen der Zuschauer und fand sogar Erwähnung in der Schlussansprache von Frank King, dem Vorsitzenden des Organisationskomitees: "Ihr habt Weltrekorde gebrochen und persönliche Bestzeiten aufgestellt. Manche von euch sind sogar aufgestiegen wie ein Adler."

Rund ein Vierteljahrhundert nach der Olympiade entdeckte das Kino den Stoff. Der englische Schauspieler Dexton Fletcher wählte die wahre Geschichte über den ersten britischen Olympia-Skispringer seit 1929 für seine dritte Regiearbeit und realisierte die britische Komödie für 23 Millionen Dollar. Die Dreharbeiten fanden in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und im österreichischen Seelfeld statt. Kanada sah die Produktion nie; die Szenen in Calgary entstanden ebenfalls in Oberstdorf an der Schattenbergschanze. Die Innenaufnahmen wurden in den Londoner Pinewood Studios und im Studio Babelsberg gefilmt.

"Eddie the Eagle" gehört zu den Filmen, die man schon kennt, bevor man sie gesehen hat und strotzt nur so von den Klischees typischer Underdog-Geschichten. Doch andererseits hat der Streifen das Herz dermaßen am rechten Fleck, dass seine liebenswerte Süße genau wie Eddie selbst das Wohlwollen der Betrachter gewinnen dürfte.

Der Film erhielt gute Kritiken und wurde 2016 mit weltweit 46 Millionen Umsatz ein solider Erfolg.

Kritikerin Rosie Flechter lobte in "Total Film": "Dexter Fletcher hat aus einem Nischenthema einen Film geschaffen, der zugleich universell, aber auch ungeniert und herrlich britisch ist. Sehr witzig, wirklich bewegend und unendlich gutmütig."



"Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt", RTL2, 20:15 Uhr
Ein Jugendlicher (Michael Cena) muss sich der sieben Ex-Freunde seiner Angebeteten (Mary Elizabeth Winstead) erwehren, um ihr Herz zu gewinnen.

Nachdem 2004 die erste Ausgabe der sechsteiligen "Scott Pilgrim"-Comic-Reihe des kanadischen Autoren Bryan Lee O'Malley erschienen war, kontaktierte der Verlag Oni Press Universal Pictures, um sie für eine Kinoversion zu interessieren. Das Studio sagte zu und engagierte den englischen Regisseur Edgar Wright ("Baby Driver"), der mit "Shaun of the Dead" einen großen Erfolg in seiner Heimat gefeiert hatte. Nun sollte er mit dieser Komödie sein US-Debut geben.

Wright schrieb zusammen mit Michael Bacall ("22 Jump Street") das Drehbuch zu der 60 Millionen Dollar teuren Produktion, die vor Ort im kanadischen Toronto gedreht wurde. Ihm gelang es, den Comic im Stil eines Videospiels mit zahlreichen Anspielungen und einer phantastischen Musikauswahl temporeich, lustig und einfallsreich auf die Leinwand zu bringen. Zwar ist die Handlung nicht so überwältigend wie die knalligen Bilder, aber nicht zuletzt das spielfreudige Ensemble garantiert einen großen Spaß.

Diesen attestierten auch die Kritiker "Scott Pilgrim vs. the World", als er 2010 in die Filmtheater kam, aber leider blieben die Zuschauer aus. Mit bloß 47 Millionen Dollar weltweiten Umsatzes floppte der Streifen.

Kritikerin Cammila Albertson schrieb in "TV Guide": "Als ein unablässiger Schwall von liebevoller, aber zugleich bissiger Satire des Musikgeschäfts, altmodischen Nintendo-Anspielungen und zeichentrickartigen Darstellungen der Liebe zwischen jungen Erwachsenen ist der Film ein Vergnügen."



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