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Mein großer Freund Shane - Alan Ladd und Brandon De Wilde
Mein großer Freund Shane - Alan Ladd und Brandon De Wilde

TV-Tipp für Montag (6.8.): Alan Ladd greift noch einmal zur Waffe

Arte zeigt "Mein großer Freund Shane"

"Mein großer Freund Shane", Arte, 20:15 Uhr
Ein der Gewalt überdrüssiger Revolverheld (Alan Ladd) versucht sich bei einer Bauersfamilie niederzulassen, aber ein schwelender Streit zwischen Bauern und Viehzüchtern zwingt ihn, wieder zur Waffe zu greifen.

Eine der großen Erzählideen ist neben "dem letzten Coup" im Kriminalfilm der "wider Willen reaktivierte Revolverheld" im Western. Und in "Shane", der auf dem gleichnamigen Roman von Jack Schaefer aus dem Jahr 1948 basiert, kommt diese Handlung zur Vollendung. Seitdem hat der Western aus dem Jahr 1953 viele andere Streifen wie Clint Eastwood's "Pale Rider" oder sogar Comics wie "Lucky Luke" inspiriert. 1966 entstand eine US-Fernsehserie mit David Carradine. In den USA ist "Shane" das bekannteste Werk von Regisseur George Stevens, und die letzten Worte des Films "Shane! Come back!" sind selbst zum Klassiker geworden.

Wie die Romanvorlage beruht die 3 Millionen Dollar teure Paramount Pictures-Produktion auf den tatsächlichen Konflikten zwischen Bauern und Viehtreibern um Land Ende des 19. Jahrhunderts im neu erschlossenen Westen der USA, so zum Beispiel dem Johnson County War im Jahr 1892 im US-Bundesstaat Wyoming, in dem auch "Shane" spielt und in der Nähe der Stadt Kelly in einer aufgebauten Kulissenstadt gedreht wurde.

Der von Stevens glänzend inszenierte und hervorragend gespielte Streifen setzt auf eine ruhige Erzählung statt auf Action und verdeutlicht stärker, als es in der Vergangenheit die Western getan hatten, die Brutalität des Schusswaffengebrauchs und wird heute als Vorläufer der realistischeren, blutigeren Werke der Sechziger betrachtet.

Der mit sehr guten Kritiken bedachte "Shane", gedreht in Farbe und als einer der ersten Breitwandfilme von Paramount präsentiert, wurde mit 8 Millionen Dollar der dritterfolgreichste Film des Jahres 1953 hinter "The Robe" und "From Here to Eternity".

Bei den Academy Awards wurde Kameramann Loyal Griggs mit dem Oscar ausgezeichnet; der Film, Regisseur George Stevens, Drehbuchautor A.B. Guthrie Jr. und die Nebendarsteller Brandon De Wilde und Jack Palance waren nominiert. Bei den Britischen Filmpreisen gingen der Film und Nebendarsteller Van Heflin ins Rennen. 1993 nahm die US-Library of Congress den Film als "historisch, kulturell oder ästhetisch bedeutsames" Werk in das National Film Registry auf, um es der Nachwelt zu erhalten.

Eine Zuschauerin findet: "Ein Film mit so vielen guten darstellerischen Leistungen und erinnerungswürdigen Szenen, dass es schwer fällt, ihm mit ein paar Worten gerecht zu werden. Von der ersten Einstellung, wenn Shane ins Bild reitet und für eine Sekunde von den Hörnern eines den Kopf hebenden Hirsches eingerahmt wird über die unglaubliche Szene des nächtlichen Kampfes zwischen Joe und Shane in einer Scheune voller Tiere bis zu dem nägelkauenden Endkampf am Schluss wird man vollkommen fasziniert. Am beeindruckendsten ist, wie der Streifen eine Kultur, eine Ära, eine Lebensart einfängt und so genau darstellt wie kein anderes Werk."

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