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James Bond 007: Goldeneye - Pierce Brosnan
James Bond 007: Goldeneye - Pierce Brosnan
© United International Pictures

TV-Tipp für Freitag (17.8.): Pierce Brosnan ist Bond. James Bond.

RTL2 zeigt "Goldeneye"

"Goldeneye", RTL2, 20:15 Uhr
James Bond (Pierce Brosnan) tut sich mit der einzigen Überlebenden (Izabella Scorupco) eines zerstörten russischen Laboratoriums zusammen, um die Verwendung einer nuklearen Weltraumwaffe durch einen ehemaligen Agentenkollegen (Sean Bean) zu verhindern.

Seit Beginn der Reihe 1962 waren die James Bond-Abenteuer in schöner Regelmäßigkeit mindestens alle zwei Jahre erschienen. Doch nach dem 16. 007-Opus "Licence to Kill" von 1989 sollten sechs Jahre vergehen, bis mit "Goldeneye" wieder die ikonische Musik und der berühmte Pistolenlaufvorspann in den Lichtspielhäusern zu hören und zu sehen sein sollten.

Das hatte nichts mit dem relativen Misserfolg von "Licence to Kill" zu tun, der bis heute der James Bond-Streifen mit den wenigsten Zuschauern ist und den recht schwachen Zuspruch, den die Reihe in den Achtzigern hatte erfahren müssen, zu einem Tiefpunkt gebracht hatte. Produzent Albert Broccoli war gewillt, trotz der offensichtlichen fehlenden Resonanz, die 007-Mime Timothy Dalton beim Publikum fand, an dem englischen Akteur festzuhalten, dem vertraglich noch ein dritter Bond zustand. Die Vorbereitungen zu diesem Werk liefen, und ein Drehbuch lag bereits vor.

Doch die Arbeiten an der Produktion, die 1990 hätte gefilmt und ein Jahr darauf in die Kinos hätte kommen sollen, wurden nie begonnen. Der langjährige Verleiher United Artists beziehungsweise dessen Muttergesellschaft MGM fusionierte 1990 mit der französischen Filmgesellschaft Pathé. Es entspannte sich ein Rechtsstreit um die Konditionen des Verleihs der lukrativen Reihe mit Broccoli's Produktionsgesellschaft Danjaq, der erst 1992 beigelegt werden konnte. 1993 lief indes Dalton's Kontrakt aus, und der Mime erklärte von sich aus seinen Verzicht auf einen erneuten Vertrag und damit die Rolle.

Die Produktion zu Nummero 17 wurde nun wieder auf's Gleis gesetzt, nun aber mit neuen Künstlern hinter der Kamera und auch ohne Albert, der inzwischen schwer krank war. Das Drehbuch wurde von vier Autoren geschrieben, die erstmals überhaupt kein Motiv aus irgendeiner der Roman- oder Kurzgeschichtenvorlagen von Ian Fleming nutzten. Die Regie übernahm der neuseeländische Regisseur Martin Campbell ("Casino Royale"). Der Vorspann wurde erstmals von Daniel Kleinman gestaltet, da Maurice Binder 1991 verstorben war.

Bei der Hauptrolle kam der irische Mime zum Zug, der eigentlich 1986 schon von Roger Moore den 007-Stab hatte übernehmen sollen, aber damals nicht aus seinem "Remington Steele"-Vetrag gekommen war: Pierce Brosnan. Während Desmond Llewelyn als Q weiter machte, wurden mit Samatha Bond als Miss Moneypenny und Judi Dench als M neue Gesichter integriert. Die Besetzung einer weiblichen Geheimdienstchefin wurde als sichtbarstes Zeichen der Filmemacher, mit der Zeit zu gehen, gewertet.

Gedreht wurde für 60 Millionen Dollar in den Leavesden Studios in Herfortshire, da in den sonst immer genutzten Pinewood Studios "First Knight" produziert wurde. Ansonsten ging es nach Frankreich, Monaco, in die Schweiz, nach Puerto Rico und ins russische St. Petersburg.

Als "Goldeneye" 1995 in die Kinos kam, war die Spannung groß. Hatten die Zuschauer in einem völlig veränderten politischen Klima - den bösen Großbritannien-Gegenspieler Sowjetunion gab es nicht mehr - immer noch Lust auf den britischen Geheimagenten, den einige als einen kulturellen Ausfluss des Kalten Krieges sahen - oder eben als ein "Relikt des Kalten Krieges", wie das Drehbuch Judi Dench's M selbstironisch sagen lässt? Würde Pierce Brosnan in der Rolle akzeptiert werden? Wie relevant war James Bond zwischen "Die Hard: With a Vengeance", "Apollo 13" und "Batman Forever"?

Die MGM-Produzenten konnten aufatmen: Der britische Thriller erhielt gute Kritiken und wurde mit einem weltweiten Umsatz von 352 Millionen Dollar ein Riesenerfolg. Die Zuschauerzahlen lagen deutlich über den beiden Dalton-Streifen und auch über vielen der Moore-Ära.

Campell & Co. war der 007-Relaunch gelungen, sie hatten die Reihe erfolgreich in einen modernen Kontext gebracht, ein weltläufiger High-Tech-Bond - der erste 007, in dem computergenerierte Bilder und nicht nur Modelle verwendet wurden - voller spektakulären Action-Szenen. In der Rückschau ist Brosnan's erster seiner vier 007 auch der beste.

Bei den Britischen Filmpreisen wurde "Goldeneye" für die Spezialeffekte und den Ton nominiert.

Eine Zuschauerin schwärmt: "Dieser Film rettete James Bond. Nach einer sechsjährigen Pause war 007 wieder da. Und was für ein Comeback! Bösewicht Sean Bean ist brillant. Genauso wie der Film und insbesondere James Bond selbst - Pierce Brosnan. Er IST Bond: Das Charisma, die Raffinesse, die Fähigkeit, zugleich kaltblütig und witzig zu sein, wenn es die Situation erfordert."



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