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Le Magnifique mit Jean-Paul Belmondo und Jacqueline Bisset
Le Magnifique mit Jean-Paul Belmondo und Jacqueline Bisset
© Les Films Ariane

TV-Tipps für Sonntag (9.9.): Jean-Paul Belmondo ist der Größte

Arte zeigt "Le Magnifique"

Am Sonntagabend zeigt Arte im Hauptprogramm einen der besten und vergnüglichsten Filme mit Jean-Paul Belmondo als "Le Magnifique". Die Woche klingt dann eiskalt mit dem englischsprachigen Debut "Cold Blood" des österreichischen Regisseurs Stefan Ruzowitzky im 3sat-Nachtprogramm aus.

"Le Magnifique - Ich bin der Größte", Arte, 20:15 Uhr
In einer tristen Pariser Mietswohnung transportiert ein Serienautor (Jean-Paul Belmondo) an der Schreibmaschine seinen Alltagsärger und seine Gefühlszustände auf die Figuren seiner Agentenromane, in denen er selbst als eine Art Super-James Bond agiert.

Keine Frage, dass "Le Magnifique" (so der Originaltitel, zu Deutsch "Der Großartige") zu den besten Filmen mit Jean-Paul Belmondo gehört. Und kein Zufall, denn für Buch und Regie zeichnete Philippe de Broca verantwortlich, ein Komödienspezialist, der bereits bei "Cartouche, der Bandit", "Abenteuer in Rio" und "Die tolle Abenteuer des Monsieur L." hervorragend in den Sechzigern mit dem Akteur zusammengearbeitet hatte.

In dieser französischen Komödie setzt de Broca das Geschehen erneut schwungvoll, sonnendurchflutet, sommerlich leicht in Szene und hält geschickt die Balance zwschen Spannung, Action und verrückter Komik, die teilweise wie ein vorweggenommener "Austin Powers"-Streifen wirkt. Aus der ständigen Gegenüberstellung von Phantasiewelt und Alltagsrealität entwickelt er eine temporeiche und Gag-reiche Agentenfilmparodie.

Gedreht wurde in Paris und an der Playa las Gemelas und bei Los Arcos in Mexiko. Mit 2,8 Millionen Zuschauern in Frankreich war "Le Magnifique", der in den deutschen Kinos als "Le Magnifique – ich bin der Größte" anlief, 1973 ein großer Erfolg.

Ein Zuschauer lobt: "Dieser Film hat eine der besten und witzigsten Wendungen zu Beginn, die ich je gesehen habe. Jean-Paul Belmondo ist in seiner absoluten komödiantischen und athletischen Hochform, und Jacqueline Bisset hinreißend und perfekt besetzt als Studentin, die ein Referat über Groschenroman-Autoren schreiben soll. Mehr zu verraten, würde die einfallsreichen Windungen und Wendungen dieses Films verderben."



"Cold Blood", 3sat, 00:30 Uhr
Nachdem sie ein Spielkasino überfallen haben, verunglückt ein Geschwisterpaar (Olivia Wilde und Eric Bana) mit dem Auto an der schneeverwehten kanadischen Grenze und flieht auf getrennten Wegen.

2008 holte der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky mit "Die Fälscher" den Academy Award für den "Besten fremdsprachigen Film" nach Österreich. Mit "Cold Blood" gab er vier Jahre später sein englischsprachiges Debut, für das er ein namhaftes Ensemble vor der Kamere versammeln konnte: Neben Olivia Wilde und Eric Bana wirken Kate Mara, Sissy Spacek, Charlie Hunnam, Kris Kristofferson und Treat Williams mit.

Gedreht wurde der 12 Millionen Dollar teure US-Thriller "Deadfall" - so der Originaltitel - als Independent-Produktion im kanadischen Montreal und Quebec.

Ruzowitzky scheut nicht vor einem melancholischen, ins Nihilistische spielenden Tonfall zurück und räumt der Figurenentwicklung und den Familiendynamiken einen angemessenen Raum ein. Während das Drehbuch im Tonfall schwankt, zeichnet der Regisseur mit kühnen Strichen wohl dosierter Gewaltspitzen das Blut in den Schnee.

"Deadfall" kam 2012 in nur wenige Kinos, erhielt überwiegend schlechte Kritiken und hinterließ keinen großen Eindruck beim Publikum.

Kritiker Rex Reed urteilte in "New York Observer": "Die hervorragende Kameraführung zeigt Schönes wie Erschreckendes. Und die Darstellungen sind einfallsreich, superb gezeichnet und meisterhaft nuanciert."



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