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The Way Back
The Way Back
© 20th Century Fox © Splendid Film

TV-Tipp für Freitag (28.9.): Jim Sturgess macht sich auf einen langen Weg

3sat zeigt "The Way Back"

"The Way Back - Der lange Weg", 3sat, 22:25 Uhr
Eine Gruppe von Gefangenen (Dragoș Bucur, Colin Farrell, Ed Harris, Gustaf Skarsgard, Mark Strong, Jim Sturgess und Sebastian Urzendowsky) entkommt aus einem sibirischen Gulag und macht sich auf einen 6500 Kilometer langen Fluchtweg in die Freiheit.

Ob er es wirklich als polnischer Kriegsgefangener 1941 mit sechs anderen Gefangenen schaffte, durch Sibirien, die Gobi-Wüste, Tibet und den Himalaya nach Britisch-Indien zu entkommen, wo sie im Winter 1942 nach rund 6500 Kilometern ankamen, ist umstritten. In seiner Autobiographie "The Long Walk", die er 1956 in seiner Wahlheimat Großbritannien veröffentlichte, behauptete Slawomir Rawicz, der 1939 von den Sowjets verhaftet worden war, das. Gesichert ist, dass ein britischer Geheimdienstoffizier 1942 in Kalkutta drei Männer befragte, die berichteten, aus einem sowjetischen Gulag in Sibirien entkommen zu sein.

Ob nun wahr oder nicht - die Geschichte ist auf jeden Fall großes Kino. Bereits ein Jahr nach Veröffentlichung des Buches wurde eine Verfilmung mit Laurence Harvey angekündigt, aus der allerdings nichts wurde. Es sollte rund ein halbes Jahrhundert vergehen, bevor sich der australische Regisseur Peter Weir ("The Truman Show") des Stoffes annahm und daraus seinen bisher letzten Streifen fertigte.

Gedreht wurde die Independent-Produktion für 30 Millionen Dollar in Indien. Weir setzte den US-Abenteuerfilm mit beeindruckendem Ehrgeiz in grandiosen Landschaftsaufnahmen und mit starken Darstellerleistungen in Szene. Der Filmemacher lotet aus, wie Menschen in existenziellen Grenzsituationen ihre Menschlichkeit bewahren oder verlieren. Emotional packt das Werk dabei allerdings nicht so stark, wie man es erhoffen darf.

"The Way Back" erhielt 2010 gute Kritiken, kam aber in den Vereinigten Staaten in nur wenige Kinos und spielte weltweit bloß 30 Millionen Dollar ein. Die Maskenbildner wurden für einen Oscar nominiert.

Kritikerin Margaret Pomeranz befand in "At the Movies": "Ein knallharter Film, der zwangsläufig episodisch ausfällt und den Zuschauer doch faszinierend in die Geschichte hineinzieht."



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