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Gainsbourg - Eine Liebe voller Höhe und Tiefen: Serge...rdon)
Gainsbourg - Eine Liebe voller Höhe und Tiefen: Serge Gainsbourg (Eric Elmosnino) und Jane Birkin (Lucy Gordon)
© Prokino

TV-Tipp für Donnerstag (11.10.): Eric Elmosnino erfindet sich als Provokateur

3sat zeigt "Gainsbourg"

"Gainsbourg", 3sat, 22:25 Uhr
Das Leben des französischen Sängers Serge Gainsbourg (Eric Elmosnino) vom Aufwachsen im von den Deutschen besetzten Paris über seine erfolgreichen Liedermacherjahre in den Sechzigern bis zu seinem Tod 1991.

Wer mit dem Leben von Serge Gainsbourg gänzlich unvertraut ist, für den mag dieses französische Drama mitunter zu viel vorauszusetzen, um alles zu verstehen. Wie der Originaltitel "Gainsbourg (Vie héroïque)" schon andeutet, hatte Regiedebutant und Drehbuchautor Joann Sfar, der als Grundlage seinen eigenen Comic-Roman nutzte, keine Bilderstürmerei im Sinn. Stattdessen nähert er sich dem Mythos Gainsbourg spielerisch an und vermengt dabei mehrere Wirklichkeitsebenen.

Die grundsätzlich chronologisch erzählte Handlung ist recht dünn geraten und mitunter verzettelt sich Sfar mit seinen unterschiedlichen Stilen und Ebenen, aber "Gainsbourg" ist grundsätzlich so, wie die Figur, die er beschreibt: Angemessen glanzvoll und intensiv - wozu die packende Darstellung des großartigen Titeldarstellers beiträgt.

Lucy Gordon, die im Film die englische Schauspielerin Jane Birkin darstellt, beging während der Nachproduktion Selbstmord. Der Film ist ihr gewidmet.

Mit 1 Million Zuschauern wurde "Gainsbourg" 2010 ein Erfolg in Frankreich, sein hohes Budget von umgerechnet 19 Millionen Dollar konnte er mit weltweit 12 Millionen Dollar indes trotz guter Kritiken nicht einspielen.

Bei den Französischen Filmpreisen wurde der Streifen als "Bestes Debut" ausgezeichnet, weitere Césars gingen an Hauptdarsteller Eric Elmosnino und die Tontechniker; nominiert waren der Film, Nebendarstellerin Laetitia Casta, Kameramann Guillaume Schiffman, Cutterin Maryline Monthieux und Ausstatter Christian Marti.

Kritiker Greg Quill befand in "Toronto Star": "Joann Sfar wagt es nicht, an den Fakten zu schrauben oder den Mythos zu besudeln, und gewinnt durch die einfallsreiche und subversive Art, mit der er eine Geschichte erzählt, die in vielerlei Hinsicht schwer zu glauben ist."



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