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The Illusionist - Jessica Alba und Edward Norton
The Illusionist - Jessica Alba und Edward Norton
© Ascot

TV-Tipps für Samstag (13.10.): Bei Edward Norton ist nichts so, wie es scheint

Sat1 zeigt "The Illusionist"

Sat1-Blockschauen ist am Samstagabend angesagt, und zweimal können Zuschauer dabei dem englischen Darsteller Eddie Marsan in Nebenrollen begegnen: Zunächst im Spätprogramm in dem Fantasy-Film "Jack and the Giants" und dann im Nachtprogramm im Thriller "The Illusionist".

"Jack and the Giants", Sat1, 22:20 Uhr
Der uralte Krieg zwischen Menschen und Riesen wird neu entfacht, als Jack (Nicholas Hoult), ein junger Knecht, der um ein Königreich und die Liebe einer Prinzessin (Eleanor Tomlinson) kämpft, ein Tor zwischen beiden Welten öffnet.

Nicht jeder Fantasy-Film ist "Lord of the Rings" oder "Der Hobbit". Diese Erfahrung mussten New Line Cinema sehr schmerzhaft machen, nachdem sie die wahnwitzige Summe von knapp 200 Millionen Dollar in "Jack the Giant Slayer" investiert hatten - Geld, das sie zum Großteil nie wiedersahen. Zusammen mit den Marketing-Kosten dürfte die Gesamtsumme bei etwa 300 Millionen Dollar gelegen haben, weltweit setzte der Streifen aber nur 197 Millionen Dollar um - ein Fiasko.

Dabei waren die Kritiken nicht mal überwiegend schlecht gewesen, aber gerade das US-Publikum reagierte indifferent angesichts der Verfilmung der alten britischen Märchen "Jack the Giant Killer" und "Jack and the Beanstalk" aus dem 18. und 19 Jahrhundert mit britischen Schauspielern wie Ewan McGregor, Bill Nighy, Eddie Marsan, Ewan Bremner und Nicholas Hoult, dessen erste Hauptrolle dies 2013 war und der sich bei Leinwandtests erst gegen andere Darsteller hatte durchsetzen müssen.

Die Schauspieler sind dann auch das große Plus des Werks, werfen sich enthusiastisch in den Wellen der digitalen Effekte, in denen sie dann aber auch oft verloren gehen. Die uninteressante Geschichte tut ihr Übriges, den hier und da aufkommenden Spaß zu trüben. Dabei hatten sich nicht weniger als vier Drehbuchautoren seit 2005 an der US-Produktion versucht.

Ursprünglich sollte D.J. Caruso ("xXx: Return of Xander Cage") den Streifen inszenieren, wurde dann aber durch Bryan Singer ("X-Men: Apocalypse") ersetzt, der seinen langjährigen Drehbuch-Partner Christopher McQuarrie ("Mission: Impossible - Fallout") und seinen Cutter und Komponisten John Ottman mit an Bord brachte. 2011 begannen dann endlich die Dreharbeiten im englischen Somerset, Gloucestershire und Norfolk.

Wesentlich mehr Zeit und Geld als die eigentlichen Dreharbeiten benötigte man dann für die Nachproduktion mit den aufwenigen Spezialeffekten wie dem Umsetzen der Performance-Capture-Aufnahmen der Schauspieler, die dann zu Riesen umgewandelt wurden. Insgesamt sieben Firmen waren mit den Arbeiten betraut, die sich länger als geplant hinzogen, so dass New Line Cinema den geplanten Premierentermin verschieben mussten.

Kritiker Sam Bathe schrieb für "Fan the Fire": "Ein unterhaltsames Abenteuer für die ganze Familie mit spannenden und witzigen Momenten gleichermaßen."



"The Illusionist", 00:25 Uhr
Im Wien der Jahrhundertwende nutzt ein Zauberkünstler (Edward Norton) seine Fähigkeiten, um eine Frau (Jessica Alba) zu gewinnen, die der Kronprinz (Rufus Sewell) für sich beansprucht.

Ein fesselnder, rundherum gut gemachter US-Thriller über Geheimnisse, Magie und Ränkeschmiede, der die Zuschauer verzaubern, wenn nicht gar in den Bann schlagen sollte. Die Kritiken zu dieser 17 Millionen Dollar teuren Independent-Produktion waren 2006 auf jeden Fall sehr gut, und mit weltweit 88 Millionen wurde der Streifen ein Achtungserfolg, zumal er auf einem Hauptmarkt wie Deutschland gar nicht ins Kino kam. Hierzulande musste das Werk drei Jahre warten, um seine Premiere auf Disc zu feiern.

Grundlage von "The Illusionist" ist die Kurzgeschichte "Eisenheim the Illusionist" von Steven Millhauser in der Kurzgeschichtensammlung "The Barnum Museum" aus dem Jahr 1990. Regisseur und Drehbuchautor Neil Burger ("Divergent") adaptierte die Geschichte und drehte in den tschechischen Städten Cesky Krumlov, Prag und Tabor.

Kameramann Dick Pope wurde für den Academy Award nominiert.

Kritiker Philip French urteilte in "Observer": "Die Bühnenaufführungen sind wunderbar inszeniert, die vier zentralen Darsteller exzellent, und die exquisite Photographie besorgte Dick Pope, der Standaradkameramann von Mike Leigh."



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