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Man nennt mich Hondo - John Wayne und Geraldine Page
Man nennt mich Hondo - John Wayne und Geraldine Page
© Warner Bros.

TV-Tipps für Sonntag (28.10.): John Wayne beschützt Geraldine Page

Arte zeigt "Man nennt mich Hondo"

Am Sonntagabend haben Fernsehzuschauer die Wahl, im Hauptprogramm von RTL2 entweder über die "Hochzeits-Crasher" Vince Vaughn und Owen Wilson zu lachen oder auf Arte mit John Wayne in einer seiner ikonischen Rollen als Hondo Lane im Kampf gegen die Apachen mitzufiebern.

"Die Hochzeits-Crasher", RTL2, 20:15 Uhr
Zwei Aufreißer (Vince Vaughn und Owen Wilson) schleichen sich regelmäßig auf fremde Hochzeitsfeiern, um die romantische Stimmung auszunutzen und Frauen abzuschleppen. Kompliziert wird es, als sich einer von ihnen in eine Verlobte (Rachel McAdams) verliebt.

Komödien sind das schwierigste Genre - worüber Zuschauer lachen, ist höchst unterschiedlich. Das zeigen auch die nackten Zahlen: In den vergangenen Jahren beispielsweise fanden sich überhaupt keine Komödien unter den Top Ten-Jahrescharts in den USA, die von Animations- und Fantasy-Streifen dominiert werden.

Um so bemerkenswerter der große Erfolg dieser vor Ort in Washington D.C. und im US-Bundesstaat Maryland gedrehten US-Komödie, die 2005 allein in den USA 209 Millionen Dollar umsetzte, und im Ausland nochmal 76 Millionen Dollar, und zudem noch gute Kritiken erhielt. Für New Line Cinema, die 40 Millionen Dollar an Produktionskosten investiert hatten, eine angenehme Überraschung, zumal ihr Streifen nicht für Jugendliche ohne Erwachsenenbegleitung freigegeben worden war.

Regisseur David Dobkin ("The Judge") und den Drehbuchautoren Steve Faber ("We're the Millers") und Bob Fisher ("Overboard") gelang es, ein sehr unterhaltsames und witziges Werk in Szene zu setzen, das schlüpfrig und süß zugleich ist und von erstklassigen Leistungen der Hauptdarsteller Vince Vaughn und Owen Wilson profitiert.

Kritikerin Nell Minow befand in "Movie Mom": "Eine derbe Komödie für Erwachsene, die ihre Dialoge maschinenpistolenartig abfeuert, die besten Freunde in den Hauptrollen mit ehrlicher Zuneigung ausstattet und von der starken Chemie der Schauspieler profitiert, welche diese darstellen."



"Man nennt mich Hondo", Arte, 20:15 Uhr
Ein Kurierreiter (John Wayne) für die Armee entdeckt eine Frau (Geraldine Page) und ihren kleinen Sohn (Lee Aaker), die inmitten von Apachen auf dem Kriegsfuß leben, und wird zu deren Beschützer.

In gleich zwei Folgen der TV-Sitcom "Married...with Children" versucht der von Ed O'Neill gespielte Al Bundy vergeblich, diesen Western im Fernsehen zu sehen - laut ihm "der beste John Wayne-Filme, der nur alle 17 Jahre im Fernsehen kommt". Der beste ist "Hondo" sicherlich nicht, aber ein sehr bemerkenswerter. Und wer nicht bis ins Jahr 2035 warten will, sollte ihn sich heute Abend ansehen.

Der Streifen gehörte zu den ersten, die Wayne über seine im Vorjahr gegründete Produktionsgesellschaft Batjac Productions für Warner Brothers Pictures produzierte. Man einigte sich, auf den gerade gestarteten 3D-Zug aufzuspringen, mit dem die Filmindustrie vergeblich versuchte, dem aufkommenden Fernsehen Einhalt zu bieten. Doch die Arbeit mit den schweren und massigen 3D-Kameras erwies sich als schwierig. Der Transport zu den Drehorten im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua war aufwendig und sorgte ebenso wie die Anfälligkeit des Mechanismus - der Wind wehte den Wüstensand in die Kamera - für Verzögerungen bei den 3 Millionen Dollar teuren Dreharbeiten.

Das Skript von James Edward Grant ("The Alamo") fußt auf der Kurzgeschichte "The Gift of Cochise" von Louis L'Amour, die 1952 im Magazin "Collier's" veröffentlicht worden war. Der australische Regisseur John Farrow fertigte daraus ein intelligentes, spannendes und abwechslungsreiches Werk. Wegen der Drehzeitüberschreitung konnte er den Film jedoch nicht fertig stellen, so bei einigen Szenen John Ford Regie führte, der mit Wayne befreundet war.

Als "Hondo" im November 1953 in die US-Kinos kam, war das Interesse der Zuschauer an 3D-Filmen bereits stark abgekühlt; viele Lichtspielhäuser zeigten die Produktion gar nicht mehr in diesem Format. Nichtsdestotrotz erhielt der Streifen gute Kritiken und wurde mit allein 4 Millionen Dollar Umsatz in den Vereinigten Staaten ein Publikumserfolg.

Geraldine Page, die mit 18 Jahren hier ihr Leinwanddebut gab, wurde gleich mit einer Oscar-Nominierung als "Beste Nebendarstellerin" bedacht. Auch für die "Beste Originalidee" erhielt Louis d'Amour eine Nominierung. Doch d'Amour klärte auf, dass es sich ja gar nicht um eine extra für den Film ausgedachte Handlung handelte, sondern um eine adaptierte Kurzgeschichte - was im Vorspann der Produktion nicht erwähnt worden war. Also wurde die Nominierung kurzfristig zurück gezogen, so dass hier ausnahmsweise nur vier Filme ins Rennen gehen konnten.

Ein Zuschauer lobt: "Es gibt hier viele Kampfszenen zwischen den Cowboys und den Apache-Indianern und auch zwischen den Cowboys, aber was diesen Western so großartig macht, sind die komplexen Persönlichkeiten von Hondo Lane, Angie Lowe un dem Apachen-Häuptling Vittorio. Regisseur John Farrow braucht keine romantischen Lieder oder exzessive Gewalt, sondern kann sich auf seine starken Darsteller Geraldine Page und John Wayne verlassen. Die Szenerie der weiten Western-Ebenen ist großartig, und Farrow macht einen wirklich glauben, dass man vor Ort ist."



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