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1900 - Gerard Depardieu und Robert De Niro
1900 - Gerard Depardieu und Robert De Niro

TV-Tipp für Montag (10.12.): Robert De Niro und Gérard Depardieu führen den Klassenkampf

Arte zeigt "1900"

"1900", Arte, 21:50 Uhr
Der Klassenkampf im Italien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive zweier Kindheitsfreunde (Robert De Niro und Gérard Depardieu), die am jeweils anderen Ende des sozialen Spektrums leben.

Der Ende November verstorbene italienische Regisseur und Drehbuchautor Bernardo Bertolucci ("Die Träumer") war Marxist und Mitglied der Kommunistischen Partei. In vielen seiner Werke setzte er sich mit dem Kampf zwischen Faschismus und Kommunismus auseinander, so auch in "Novecento" - so der Originaltitel dieses Dramas aus dem Jahr 1976.

In einem epischen Bogen beschreibt Bertolucci die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts in Italien, den Triumph und den Niedergang des Faschismus aus zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven. Sein wunderschöner, faszinierender und von teilweise lyrischen Bildern getragener Streifen verrät etwas von dem glühenden und tief empfundenen Ehrgeiz, mit dem er erfolgreich die extreme soziale Aufruhr Italiens in jener Zeit darstellt.

Das Werk wurde in der norditalienischen Emilia für umgerechnet 9 Millionen Dollar - das entspräche heute etwa 40 Millionen Dollar - gedreht. Mit 517 Minuten wurde die Produktion einer der längsten Spielfilme aller Zeiten. Bernardo hätte ihn gerne in zwei Teilen aufgeführt, wie es auch unter anderem in Deutschland geschah, wo die beiden Spielfilmteile innerhalb von zwei Monaten Ende 1976 in die Lichtspielhäuser kamen. So strahlt sie heute Abend auch Arte aus. Ansonsten wurden verschiedene Schnittfassungen angefertigt, um eine zuschauerfreundlichere Länge zu erreichen, teilweise auch, um potentiell sexuell anstößige Szenen auszusparen.

Ein Zuschauer lobt: "Bernardo Bertolucci liebte offensichtlich diese Geschichte zweier unterschiedlicher Jungen. Hier ist Bertolucci der Künstler, der Handwerker, der Intellektuelle und der Politiker. Die Schönheit des Films liegt in seiner langsamen Art, indem er seine Ideen entwickelt. Er lässt uns etwas von einem zerrissenen Land spüren. Die Kameraführung von Vittorio Storaro ist einfach atemberaubend. Ein langes Werk, aber es lohnt sich, die Zeit zu investieren, um alles aufnehmen zu können."



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