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Stadt der Engel - Meg Ryan und Nicolas Cage
Stadt der Engel - Meg Ryan und Nicolas Cage

TV-Tipp für Dienstag (18.12.): Meg Ryan braucht einen Schutzengel

Kabel1 zeigt "Stadt der Engel"

"Stadt der Engel", Kabel1, 22:40 Uhr
Ein Schutzengel (Nicolas Cage), der die Menschen und ihre Empfindungen besser verstehen möchte, verliebt sich in eine Herzchirurgin (Meg Ryan) und opfert seine Unsterblichkeit, um fühlen, berühren und lieben zu können.

Kinopuristen mag es schütteln, überhaupt erst die Idee, dass jemand Wim Wenders' "Der Himmel über Berlin" neu verfilmen würde, dazu noch im echten Hollywood-Hochglanz-Stil mit Stars wie Meg Ryan und Nicholas Cage. Aber es muss konstatiert werden: Die Künstler hinter diesem US-Fantasy-Film wussten, was sie taten, und sie taten es mit Respekt vor dem Original.

Regisseur Brad Silberling ("Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events") war ein Fan des Wenders-Werks aus dem Jahr 1987, das er als ein "wahrhaft unglaubliches Kinoerlebnis" pries. Schon zwei Jahre nach der Veröffentlichung von "Der Himmel über Berlin" begannen die Bestrebungen, den Stoff für das US-Publikum neu zu verfilmen, aber erst der Erfolg von Silberling's "Caspar" im Jahr 1995 öffnete die Geldbörse bei Warner Brothers Pictures, die dem Filmemacher 55 Millionen Dollar zur Realisierung zur Verfügung stellten.

"Der Himmel über Berlin" war, wie der Titel unmissverständlich macht, auch Wim's Ode an die damals noch geteilte Stadt, wozu ein amerikanisches Publikum keinen Bezug entwickelt haben dürfte. Dass Drehbuchautorin Dana Stevens ("Safe Haven") den Handlungsort nach Los Angeles verlegt, hat dann seine eigene Logik - die Stadt führt die Angeles, spanisch für Engel, ja bereits in ihrem Namen. Dort wurde vor Ort gedreht, dazu in San Francisco und in South Lake Tahoe.

Keine Frage, dass "City of Angels" manchmal sehr bemüht auf die Tränendrüse drückt - aber schlussendlich überzeugend erfolgreich. Silberling hat seinen Film ernsthaft angelegt und setzt sich ohne Ironie mit den Themen Trost, Liebe, Leben und Tod auseinander.

Die Produktion erhielt 1998 gemischte Kritiken und wurde mit einem weltweiten Umsatz von 199 Millionen Dollar ein großer Erfolg beim Publikum. Der Song "Uninvited" von Alanis Morisette erhielt eine Golden Globe-Nominierung.

Der Film ist Produzentin Dawn Steel gewidmet, die maßgeblich zur Realisierung des Streifens beitrug. Sie war noch vor der Premiere des Werks im Dezember 1997 an einem Hirntumor verstorben.

Kritiker Emmanuel Levy schrieb in "Variety": "Die Neuverfilmung ist nicht so poetisch wie 'Der Himmel über Berlin', aber hervorragend inszeniert, wunderschön gefilmt von Kameramann John Seale und zeigt anrührende Darstellungen von Meg Ryan und Nicolas Cage."



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