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Aus der Mitte entspringt ein Fluss - Brad Pitt und...heffer
Aus der Mitte entspringt ein Fluss - Brad Pitt und Craig Sheffer

TV-Tipps für Samstag (22.12.): Brad Pitt fischt fliegende Fische

3sat zeigt "Aus der Mitte entspringt ein Fluss"

Zwei stillere Spielfilme stehen am Samstagabend im Spätprogramm zur Auswahl: In der ARD thematisiert die deutsche Komödie "Wir sind die Neuen" nicht nur den überhitzten Wohnungsmarkt deutscher Großstädte, sondern erzählt auch von verpassten Chancen im Leben. Zugleich lädt Robert Redford auf 3sat zum meditativen Fliegenfischen in "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" ein.

"Wir sind die Neuen", 21:45 Uhr, ARD
Aus finanziellen Nöten ziehen drei alte Studienfreunde (Gisela Schneeberger, Heiner Lauterbach und Michael Wittenborn) in eine Wohngemeinschaft in München zusammen.

Der Münchener Produzent, Regisseur und Drehbuchautor Ralf Westhoff drehte vor Ort in der bayerischen Hauptstadt diese deutsche Komödie, bei der er eher melancholische Töne über verpasste Chancen im Leben anschlägt. Im Vordergrund stehen die drei ausgezeichneten Hauptdarsteller, die das ansonsten formal unscheinbare Werk veredeln.

Mit 929 000 Zuschauern wurde "Wir sind die Neuen", der gute Kritiken erhielt, 2014 ein solider Erfolg und erhielt bei den Deutschen Filmpreisen eine Nominierung für das Drehbuch.

Kritiker Heinz-Peter Knoll schrieb im "Filmdienst": "Vorzüglich gespielte Komödie mit brillanten Dialogen, die auf dem schmalen Grat von subtiler Charakterbeschreibung und unterhaltsamem Genre-Film liebevoll von den Chancen und Grenzen eines Generationen übergreifenden Miteinanders erzählt."



"Aus der Mitte entspringt ein Fluss", 3sat, 22:05 Uhr
Zwei Söhne eines ernsten Pfarrers (Tom Skerritt) - der Eine (Craig Sheffer) zurückhaltend, der Andere (Brad Pitt) rebellisch - wachsen als passionierte Fliegenfischer Anfang des 20. Jahrhunderts im ländlichen Montana auf.

Regisseur Robert Redford verfilmte behutsam den semi-autobiographischen Roman "A River Runs Through It" - so auch der Originaltitel des Films - von Norman Maclean aus dem Jahr 1976 für 12 Millionen Dollar vor Ort im US-Bundesstaat Montana. Es entstand ein vollkommen unaufgeregtes, geschmackvolles Drama, das eine talentierte Besetzung mit wunderschöner Photographie verband.

Der einzige Missklang der Columbia Pictures-Produktion bestand in der Trennung Redfords von seinem Komponisten Elmer Bernstein, mit dem er sich nicht über den Ton der Musik einigen konnte. Statt dessen engagierte der Filmemacher Mark Isham, dem gerade mal vier Wochen Zeit blieben, um den Score zu komponieren. Das gelang ihm offenbar sehr gut, denn die Musik erhielt eine Oscar-Nominierung. Und Robert behielt Isham für seine zukünftigen Inszenierungen als Standardkomponisten.

Neben der Musik erhielt das Drehbuch von Richard Friedenberg eine Academy Awards-Nominierung, und Kameramann Philippe Rousselot gewann den Goldjungen. Robert Redford wurde mit einer Golden Globes-Nominierung bedacht. Mit 43 Millionen Dollar Umsatz in den USA wurde "A River Runs Through It", der sehr gute Kritiken erhalten hatte, 1992 ein solider Erfolg beim Publikum.

Ein Zuschauer findet: "Das ist einer der Filme, die es verdienen, im Kino gesehen zu werden, so dass die Erhabenheit der Photographie wirklich gewürdigt werden kann. Die Schauspieler sind wundervoll und dezent, jede Geste, jedes Lächeln, jedes Nicken beinhalten eine Bedeutung. Dieser Streifen fließt wie ein Fluss, man muss willens sein, ihn durch die Ebbe und die Flut zu begleiten - am Ende ist er es wert."



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