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WALL.E - Der letzte räumt die Erde auf
WALL.E - Der letzte räumt die Erde auf
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

TV-Tipp für Silvester (31.12.): Kehraus ins Neue Jahr mit Pixar

Sat1 zeigt Meisterwerk "WALL.E"

"WALL.E - Der Letzte räumt die Erde auf", Sat1, 20:15 Uhr
In ferner Zukunft begibt sich ein kleiner Müll sammelnder Roboter unbeabsichtigt auf eine Raumfahrt, die schlussendlich das Schicksal der Menschheit entscheiden wird.

"Ein unglaubliches Werk. Die Szenen, die auf dem Planeten Erde oder was vom ihm übrig ist, spielen, sind wunderschön. Einer der größten Stummfilme. Und die atemberaubende Bebilderung! Der Film sagt mehr über Ökologie und Gesellschaft aus als jeder Realfilm. Der soziale Kommentar ist so geschickt und trifft den Nagel auf den Kopf." So kommentierte Terry Gilliam eines der großen Meisterwerke der Animationskunst, das sowohl den Oscar, den Golden Globe als auch den Britischen Filmpreis gewinnen konnte.

Die Idee zur neunten computeranimierten Pixar-Produktion reichte weit zurück. 1994 entwickelte Regisseur und Drehbuchautor Andrew Stanton ("Finding Dory") erstmals das Projekt, ausgehend von der Frage: "Was ist, wenn die Menschheit die Erde evakuiert und den letzten Roboter nicht ausschaltet?" Zusammen mit Pete Doctor ("Alles steht Kopf") entwickelte Stanton die Idee unter dem Titel "Trash Planet"; sie blieben aber stecken, weil sie sich keine befriedigende Handlung von ihrer Ausgangsposition ausdenken konnten. Erst 2002 nahm der Filmemacher nach "Finding Nemo" das Projekt wieder auf und konnte die Pixar-Bosse John Lasseter und Steve Jobs Ende 2003 mit der gezeichneten Handlung der ersten 20 Minuten überzeugen, so dass "WALL.E" offiziell begonnen werden konnte.

Der Zeichentrickfilm wurde zu einer der aufwendigsten Pixar-Produktionen, denn die gesamte Umgebung der verwüsteten Erde und die Hintergrundgeschichte mussten mit selbst ausgedachten Details ausgeschmückt werden. Dabei brachten Andrew und sein Team zahlreiche Verweise auf andere Science Fiction-Filme und die ersten Auftritte realer Schauspieler in einem Pixar-Film unter. Während die Animationsfilme der Disney-Tochtergesellschaft sonst mit etwa 75 000 einzelnen Bildern zur Illustration der Handlung auskamen, waren es hier 125 000.

Die Filmemacher luden den Spezialeffekte-Gestalter Dennis Muren und den Kameramann Roger Deakins ein, um über das Design und die Art der Aufnahmen zu diskutieren und sich Tipps zu holen, um ihren Streifen wie einen Breitwand-Science Fiction-Film aus den Siebzigern wirken zu lassen. Zur Animation des stummen Roboters sahen sich die Computergraphiker Stummfilme mit Charles Chaplin, Buster Keaton und Harold Lloyd an, um zu sehen, wie sich Emotionen ohne Worte vermitteln ließen.

Die Roboter sprachen nicht mit den Stimmen von Schauspielern, ihre Töne wurden stattdessen mittels Sound-Design von Ben Burtt resampelt, der dazu 2500 Töne aufnahm und zwei Jahre lang mit diesen experimentierte, um die Roboter kommunizieren zu lassen und die restlichen Geräusche zu erzeugen.

So viel Vorbereitung und Sorgfalt hatten mit einem Budget von 180 Millionen Dollar ihren Preis, aber sie schlugen sich künstlerisch in dem mitreißenden Animationsstreifen nieder, der in der ersten Hälfte sein geniales audiovisuelles Abenteuer nahezu ohne Dialoge vermittelt, um dann in der zweiten Hälfte begeisternde Action, Spannung und eine ökologische Botschaft auf die Leinwand zu bringen. Der charmante Roboter WALL.E - was für "Waste Allocation Load Lifter – Earth-Class" ("Müllordner und Lastenheber – Erdklasse") steht - bezauberte die jüngeren Zuschauer, während die zeitgemäße Handlung die Erwachsenen zum Nachdenken anregte. Die grandiosen Bilder belegten alldieweil die Genialität der Pixar-Schöpfer.

Als Walt Disney Studios "WALL.E" 2008 in die Kinos brachten, waren die Kritiker durchweg begeistert, die Zuschauer, welche das Werk mit einem weltweiten Umsatz von 521 Millionen Dollar zu einem Riesenerfolg machten, ebenso.

Bei den Academy Awards erhielt der Film neben seiner Auszeichnung als "Bester Animationsfilm" Nominierungen für das Drehbuch, Komponist Thomas Newman, den Song "Down to Earth" von Peter Gabriel, für Tonmischung und Tonschnitt. Bei den Golden Globes ging der Song "Down to Earth" ebenfalls im Rennen; bei den Britischen Filmpreisen waren Komponist Thomas Newman und die Tontechniker nominiert.

Kritiker Simon Reynolds schwärmte in "Digital Spy": "Ein atemberaubender, inspirierender Film, der sich über das Medium der Animation erhebt und zu einem wahrhaft grandiosen Stück Kino aufschwingt."



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