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Matrix Reloaded - Hugo Weaving und Keanu Reeves
Matrix Reloaded - Hugo Weaving und Keanu Reeves
© Warner Bros.

TV-Tipp für Montag (14.1.): Keanu Reeves legt sich wieder mit Hugo Weaving an

Kabel1 zeigt "Matrix Reloaded"

"Matrix Reloaded", Kabel1, 23:05 Uhr
Neo (Keanu Reeves) und die Rebellenführer schätzen, dass ihnen noch 72 Stunden bleiben, bevor 250 000 Sonden ihre geheime Stadt Zion entdecken und diese mit ihren Einwohnern zerstören. Währenddessen muss Neo herausfinden, was zu tun ist, um Trinity (Carrie-Ann Moss) vor einem schlimmen Schicksal, von dem er geträumt hat, zu bewahren.

Nach dem Riesenerfolg mit "The Matrix" 1999 schlug die marktwirtschaftliche Gesetzmäßigkeit zu, eine Kuh noch so lange zu melken, bis das Eis bricht. Und dieses Eis war von Anfang an bei dieser Fortsetzung, die zusammen mit dem dritten Teil "The Matrix Revolutions" von März 2001 bis August 2002 gedreht wurde, ziemlich dünn - zumal es auf gleich zwei Teile gestreckt wurde. Dass von Anfang an eine Trilogie geplant war, sah auf jeden Fall nicht so aus, als das Ergebnis in den Kinosälen erschien. Das technische Spektakel war erneut atemberaubend, aber die mäandernde Handlung ließ nicht gerade auf ein wirklich von Anfang an durchdachtes Konzept schließen.

Auf jeden Fall bewiesen die Drehbuchautoren und Regisseure Andy und Larry Wachoswki ("Jupiter Ascending"), dass sie erneut ehrgeizig genug waren, verschiedene philosophische Theorien im Film unterzubringen und teilweise auch direkt ins Bild zu rücken. Das Buch, das zum Öffnen der geheimen Tür benutzt wird, um zum Schlüsselmacher zu gelangen, ist zum Beispiel "Die Welt als Wille und Vorstellung" des deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer.

Wesentlich handfester ging es bei den Dreharbeiten auf einem stillgelegten Flugplatz im kalifornischen Alameda zu, wo die Crew für die Autoverfolgungsjagden eigens ein über zwei Kilometer langes Stück Autobahn errichtete, auf dem sie dann 300 von General Motors gespendete Autos schrotteten. Ansonsten fanden die Dreharbeiten wie beim Vorgänger wieder im australischen Sydney statt.

Für die technisch noch wesentlich umfangreicheren Spezialeffekte gründeten Warner Brothers extra eine eigene Spezialeffektefirma namens ESC Entertainment, wo man an der Weiterentwicklung der bullett time aus dem ersten Part arbeitete. Spezialeffekte-Designer John Gaeta und seinem Team gelang es, "Universal Capture" zu entwickeln, ein Prozess, bei dem in hoher Auflösung detaillierte Aufnahmen von Gesichtern und Gesichtsausdrücken der Schauspieler im Computer verarbeitet wurden und virtuelle Kameraaufnahmen es ermöglichten, Charaktere, Orte und Handlungen komplett digital zu erstellen und mit künstlichen Kamerafahrten aufzunehmen. Ein weiterer Quantensprung für computergenerierte Bilder, die auf der Leinwand erstaunliche Szenen, wie zum Beispiel Reeves' Kampf mit Hunderten von Agent Smiths (Hugo Weaving), hervorbrachten. Das Ganze hatte natürlich seinen Preis: 150 Millionen Dollar kostete die Produktion, nachdem das Original vier Jahre zuvor nur 63 Millionen Dollar teuer gewesen war.

Die Kritiken waren positiv, die Umsätze gigantisch: Mit weltweit 742 Millionen Dollar ist der zweite Teil der Trilogie der erfolgreichste und wurde 2003 zum dritterfolgreichsten Film des Jahres hinter "The Lord of the Rings: The Return of the King" und "Finding Nemo" - und weit vor dem im selben Jahr aufgeführten dritten Part "The Matrix Revolutions", der auf "lediglich" 427 Millionen Dollar kommen sollte. Dass der Film spaltete, zeigte sich an der Nominierung der Wachowski Brothers für eine "Goldene Himbeere" für die "Schlechteste Regie".

Ein Zuschauer findet: "Hut ab vor den Wachowski Brothers, die wieder eine spannende Achterbahnfahrt kreiert haben, die von Anfang bis Ende pure Unterhaltung bietet. Die Spezialeffekte sind sogar noch besser als im ersten Teil und die Charaktere werden wesentlich weiter entwickelt. Wenn auch nicht so stark wie das Original, insbesondere wegen der schleppenden ersten halben Stunde, ist dies doch einer der besten Science Fiction-Filme, den man am besten auf einer großen Leinwand sehen sollte."



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