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Captain Marvel - Carol Danvers/Captain Marvel (Brie Larson)
Captain Marvel - Carol Danvers/Captain Marvel (Brie Larson)
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (8. - 10.3.): "Captain Marvel" bester Film des Jahres nach drei Tagen

153 Millionen Dollar-Debut

2019 brauchte dringend einen Erfolgsgaranten, und "Captain Marvel", der erste Blockbuster des noch jungen Jahres, hat geliefert. Die Premiere der Comic-Verfilmung ist mit 153 Millionen Dollar stärker als die Top Twelve-Filme jeweils zusammen genommen an zuvor jedem Wochenende 2019. Mit einem Schlag - sprich drei Tagen - überrundet der Fantasy-Film "How to Train Your Dragon: The Hidden World" und ist der erfolgreichste Streifen des Jahres. Und hauptsächlich dank des Riesenumsatzes ist das Wochenende das erste des Jahres, das besser im Vergleich zum Vorjahreswochenende abschneidet - und dann gleich mit plus 48 Prozent! Dieses Jahr kommen die Top Twelve-Produktionen auf 200 Millionen Dollar; vor einem Jahr waren es 128 Millionen Dollar, als "Black Panther" mit Chadwick Boseman mit 40 Millionen Dollar zum vierten Mal die Pole Position erreichte.

Gold
153 Millionen Dollar setzt "Captain Marvel" zur Premiere um. Das ist die siebtbeste Eröffnung unter den 21 Marvel Cinematic Universe-Werken. Mit 4310 Kinos setzte die Walt Disney Studios-Produktion den ersten Rekord - noch nie war ein Film im März in so vielen Lichtspielhäusern gestartet. Den Umsatzstartrekord für den März hat der Brie Larson-Streifen allerdings klar verfehlt. "Beauty and the Beast" erreichte vor zwei Jahren 174 Millionen Dollar; im Jahr zuvor hatte "Batman v Superman: Dawn of Justice" 166 Millionen Dollar umgesetzt.

Dennoch dürften Disney und ihre Tochter Marvel Films mehr als zufrieden sein. Sollte "Captain Marvel" halbwegs so abschneiden wie andere MCU-Produktionen vor ihm, dann könnte am Ende ein Ergebnis von über 400 Millionen Dollar für die 152 Millionen Dollar teure Produktion in Nordamerika stehen. Aus dem Ausland kommen bereits 303 Millionen Dollar, das fünftbeste Debut aller Zeiten. Addiert mit den Einnahmen auf dem Heimatmarkt steht die Comic-Verfilmung bereits weltweit bei 456 Millionen Dollar - nach dem ersten Wochenende, wohl gemerkt...

Silber
"How to Train Your Dragon: The Hidden World" ("Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt") muss nach zwei Wochen die Tabellenführung abgeben. Am dritten Wochenende gaben die kleinen und größeren Zuschauer 14 Millionen Dollar für den Animationsstreifen mit der Stimme von Jay Baruchel aus. 244 Spielorte hatten die Universal Pictures-Produktion aus dem Programm genommen, und der Zuschauerrückgang fiel mit minus 51 Prozent erheblich aus. Immerhin 4042 Filmtheater haben die Fortsetzung noch auf dem Spielplan stehen. Die 129 Millionen Dollar teure Produktion steht nun bei insgesamt 119 Millionen Dollar und hinkt den Ergebnissen der beiden Vorgänger hinterher.

Bronze
Ebenfalls eins runter ging es für "A Madea Family Funeral" am zweiten Wochenende. Die Komödie von und mit Tyler Perry ist in unverändert 2442 Spielstätten zu sehen, verlor mit minus 55 Prozent im Wochenendvergleich aber ebenfalls erheblich an Zuspruch. 12 Millionen Dollar war die Lionsgate-Produktion den Besuchern wert. Insgesamt steht der neunte Teil der "Madea"-Reihe, der 20 Millionen Dollar gekostet hat, nach zehn Tagen bei 46 Millionen Dolllar.

Auf den Plätzen
Vierter ist "The LEGO Movie 2" (5. Woche / bisher insgesamt 97 Millionen Dollar); Fünfter ist "Alita: Battle Angel" (4. Woche / 78 Mio.); Sechster ist "Green Book" (17. Woche / 80 Mio.); Siebter ist die Rebel Wilson-Komödie "Isn't It Romantic" (4. Woche / 44 Mio.); Achter ist die Florence Pugh-Komödie "Fighting with My Family" (4. Woche / 18 Mio.); Neunter ist der Chloe Grace Moretz-Thriller "Greta" (2. Woche / 8 Mio.) und schließlich Zehnter die Taraji P. Henson-Komödie "What Men Want" (5. Woche / 52 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"Happy Death Day 2U" hat am vierten Wochenende die Charts verlassen müssen. Der Horrorfilm mit Jessica Rothe hat 27 Millionen Dollar umgesetzt und damit sein schmales Budget von 9 Millionen Dollar übertroffen. Dennoch werden Universal Pictures enttäuscht sein, denn das Original "Happy Death Day" erreichte vor zwei Jahren mit 55 Millionen Dollar das Doppelte. Einen dritten Part wird es daher wahrscheinlich nicht geben.

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