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Gewalt und Leidenschaft - Helmut Berger und Burt Lancaster
Gewalt und Leidenschaft - Helmut Berger und Burt Lancaster

TV-Tipps für Samstag (25.5.): Burt Lancaster bekommt Helmut Berger in den Griff

3sat zeigt "Gewalt und Leidenschaft"

Am Samstagabend strahlt 3sat im Hauptprogramm mit "Gewalt und Leidenschaft" die nach "Der Leopard" zweite Zusammenarbeit zwischen dem italienischen Regisseur Luchino Visconti und dem amerikanischen Star Burt Lancaster aus. Im ZDF-Spätprogramm geht es dann action-haltiger mit dem Denzel Washington-Thriller "Safe House" zu.

"Gewalt und Leidenschaft", 3sat, 21:35 Uhr
Der Frieden eines zurück gezogen lebenden Kunstprofessors (Burt Lancaster) wird gestört, als eine Gruppe vulgärer, jüngerer Personen, angeführt von einer unerträglichen Gräfin (Silvana Mangano), in das obere Stockwerk seines Palastes einzieht.

Für seinen vorletzten Film aus dem Jahr 1974, den er schon vom Rollstuhl aus inszenieren musste, kehrte Regisseur und Drehbuchautor Luchino Visconti ("Der Leopard") wieder zu einem seiner Lieblingsthemen zurück - dem erstarrten Bürgertum, das sich nicht gegen die Aggressivität des Faschismus wehren kann oder will. Durch das aufeinander Prallen zweier grell kontrastierenden Milieus zeigt Visconti die Konsequenzen des Rückzuges aus gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Das bewegende italienische Drama, auf Englisch mit seiner internationalen Besetzung gefilmt, ist ästhetisch ausgefeilt gestaltet und verbindet Skepsis und Hoffnung miteinander.

"Gruppo di famiglia in un interno" - "Familiengruppe in einem Innenraum", so der Originaltitel - erhielt zwei Italienische Filmpreise als "Bester Film" und für Burt Lancaster als "Bester ausländischer Schauspieler".

Ein Zuschauer befindet: "Was diesen Film so beeindruckend und einzigartig macht, ist seine Psychologie, der ständige Versuch, einfache Ideen zu kommunizieren, und daran zu scheitern. Der Kontrast ist einfach zu groß: Intellekt versus Nachäfferei, Nächstenliebe versus Hedonismus, guter Wille versus Spaß, Idealismus versus Materialismus, Alt gegen Jung mit all den damit einhergehenden Ängsten und Begierden. Das ist die Essenz des Streifens, das ist es, was der Professor und die Zuschauer erkennen müssen: Dass es wirklich möglich ist, die gleiche Sprache zu sprechen, die selben Chiffren zu verwenden, und doch nicht miteinander reden und zusammen leben zu können."



"Safe House", ZDF, 23:00 Uhr
Ein junger CIA-Agent (Ryan Reynolds) wird damit beauftragt, in einem geheimen Stützpunkt einen Flüchtigen (Denzel Washington) zu bewachen. Aber als das Safe House angegriffen wird, muss er mit seinem Schützling gemeinsam fliehen.

"Safe House" ist einer von Denzel Washington's größeren Erfolgen, spielte 2012 bei Produktionskosten von 85 Millionen Dollar weltweit 208 Millionen Dollar ein, obwohl die Kritiken nur gemischt gewesen waren. Keinen unbedeutenden Anteil an diesem Erfolg hatte der Schauspieler selbst, der zusammen mit Reynolds überzeugende Darstellungen ablieferte. Weniger überzeugend sind das dürftige Drehbuch von David Guggenheim und die teilweise unübersichtlichen Action-Szenen, denen der schwedische Regisseur Daniel Espinosa ("Life") mit zu schnellen Schnitten Geschwindigkeit verleihen wollte. Gedreht wurde die Universal Pictures-Produktion in Kapstadt.

Kritiker R.L. Shaffer schrieb für "IGN DVD": "Der Film ist manchmal ziemlich vorhersehbar, aber er wartet auch mit brutal intensiver, extrem spannender Action und großartigen Darstellungen von Ryan Reynolds und Denzel Washington auf."



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