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Sprich mit ihr - Javier Cámara und Darío Grandinetti
Sprich mit ihr - Javier Cámara und Darío Grandinetti

TV-Tipps für Sonntag (26.5.): Javier Cámara und Darío Grandinetti halten Krankenwache

Arte zeigt "Sprich mit ihr"

Am Sonntagabend regt RTL mit der FreeTV-Premiere des Science Fiction-Films "Arrival" im Hauptprogramm die Gehirnzellen an, ebenso wie dann "Sprich mit ihr" von Pedro Almodóvar im Arte-Spätprogramm das Herz.

"Arrival", RTL, 20:15 Uhr
Als zwölf außerirdische Raumschiffe rund um die Erde auftauchen, wird eine Sprachwissenschaftlerin (Amy Adams) damit beauftragt, die Sprache der außerirdischen Wesen zu übersetzen.

Der kanadische Regisseur Denis Villeneuve ("Blade Runner 2049") liebäugelte schon länger mit der Idee, einen Science Fiction-Film zu drehen, fand aber nicht das richtige Projekt. Umgekehrt hatte Drehbuchautor Eric Heisserer seine Adaption der SciFi-Kurzgeschichte "Story of Your Life" von Ted Chiang aus dem Jahr 1998 schon jahrelang erfolglos den Filmstudios angeboten. Es brauchte die Produzenten Dan Cohen und Dan Levine, um als Bindeglied das Projekt zu starten. Sie machten Villeneuve mit der Kurzgeschichte und dem Drehbuch bekannt - und der Filmemacher fing Feuer. Als Paramount Pictures ein Budget von 47 Millionen Dollar auflegten, konnte es losgehen.

Denis drehte im kanadischen Montreal, das für den US-Bundesstaat Montana einstand. Für die Sprache der Außerirdischen engagierte man zahlreiche Sprachwissenschaftler. Es entstand ein großartiges Werk, das Kritiker wie Publikum gleichermaßen begeisterte. "Arrival" bietet Unterhaltung für Zuschauer, die ihr Gehirn nicht im Foyer lassen. Die klugen Themen paart der Streifen mit wirklich bewegenden Emotionen und einer phantastischen Darstellung von Amy Adams.

Mit einem weltweiten Umsatz von 198 Millionen Dollar wurde "Arrival" 2016 ein Erfolg und erhielt einen Academy Award für den Tonschnitt. Nominiert war er darüberhinaus als "Bester Film", für die Regie, das Adaptierte Drehbuch, Kameramann Bradford Young, Cutter Joe Walker, Ausstattung und Tonmischung. Bei den Golden Globes waren Hauptdarstellerin Amy Adams und Komponist Jóhann Jóhannsson. Bei den Britischen Filmpreisen gewannen die Tontechniker; nominiert waren der Film, Regisseur Denis Villeneuve, Drehbuchautor Eric Heisserer, Hauptdarstellerin Adams, Kameramann Young, Cutter Walker, Komponist Jóhannsson und Spezialeffekte-Techniker Louis Morin.

Kritiker Dan Webster lobte in "Spokesman": "Eine bewundernswerte Errungenschaft, die Geheimnis und Bedeutung in einer Weise verbindet, wie man es selten in großen Hollywood-Produktionen findet."



"Sprich mit ihr", Arte, 23:30 Uhr
Zwei Männer (Javier Cámara und Darío Grandinetti) beginnen eine ungewöhnliche Freundschaft, während sie sich beide um zwei Frauen (Rosario Flores und Leonor Watling) kümmern, die im Koma liegen.

"Habla con ella" - so der Originaltitel dieses spanischen Dramas aus dem Jahr 2002 - ist eine der großen Errungenschaften des an hervorragenden Werken nicht armen Oevres des spanischen Regisseurs und Drehbuchautoren Pedro Almodóvar ("Die Haut, in der ich wohne"), möglicherweise sein bester Streifen. Der Filmemacher erhielt den Academy Award für sein Drehbuch und war für seine Regie nominiert. Der Film selbst konnte nicht gewinnen - Spanien hatte ihn nicht ins Rennen um den Oscar als "Bester fremdsprachiger Film" nach Hollywood geschickt, sondern "Los lunes al sol" ("Montags in der Sonne").

Der zärtliche und mitfühlende Film ist gleichermaßen mutig, traurig, vergnüglich, seltsam und voller wundervoller Überraschungen - das Werk eines hoffnungslosen Romantikers.

Bei durchweg hervorragenden Kritiken wurde "Habla con ella" mit einem weltweiten Einspiel von 51 Millionen Dollar ein großer Erfolg und gewann den Golden Globe und den Britischen Filmpreis als "Bester Film" sowie den Britischen Filmpreis für das Drehbuch. Bei den Europäischen Filmpreisen wurden der Film, Regisseur Pedro Almodóvar und sein Drehbuch ausgezeichnet; nominiert waren noch Darsteller Javier Cámara und Kameramann Javier Aguirresarobe. Bei den Spanischen Filmpreisen gewann Komponist Alberto Iglesias.

Kritiker Geoff Andrew schrieb in "Time Out": "Der Film verbindet Sinnlichkeit, Geistigkeit und reine Freude am Geschichtenerzählen in wunderbar harmonischen Proportionen."



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