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Violette Noziere - Isabelle Huppert und Stephane Audran
Violette Noziere - Isabelle Huppert und Stephane Audran

TV-Tipp für Montag (24.6.): Isabelle Huppert will dem Elternhaus entfliehen

Arte zeigt "Violette Nozière"

"Violette Nozière", Arte, 20:15 Uhr
Eine 18-Jährige (Isabelle Huppert), die sich in den dreißiger Jahren heimlich als Prostituierte betätigt, versucht ihre Eltern (Stèphane Audran und Jean Carmet) zu ermorden, um dem engen Milieu zu entkommen und ohne Beschränkungen nach ihren eigenen Wünschen leben zu können.

Der Mordfall der Pariserin Violette Nozière, die 1933 wegen des Mordes an ihrem Vater - diie Mutter überlebte den Anschlag der Tochter - zunächst zum Tode und schließlich zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt wurde, elektrisierte ganz Frankreich und blieb ein wichtiger Teil der sozio-kulturellen Folklore des Landes.

Regisseur Claude Chabrol ("Biester") nahm sich der Geschichte an, die Jean-Marie Fitère 1975 in seinem Roman "Violette Nozière" verarbeitet hatte, und inszenierte virtuos diesen französischen Kriminalfilm mit einer fabelhaften Isabelle Huppert in der Titelrolle. Psychologische Motivation oder historische Einflüsse lässt Chabrol außer Acht, aber die Atmosphäre des Streifens und die Handlungsführung sind faszinierend.

Mit 1,0 Million Zuschauer wurde "Violette Nozière" ein Erfolg beim französischen Publikum. Isabelle Huppert gewann in Cannes den Preis als "Beste Darstellerin" und war für den Französischen Filmpreis nominiert, den Nebendarstellerin Stéphane Audran gewinnen konnte. Nominiert waren hier noch Komponist Pierre Jansen und Ausstatter Jacques Brizzio.

Ein Zuschauer befindet: "Als ein psychologisches Drama funktioniert dieser Film ohnegleichen. Claude Chabrol fand zwei brillante Interpretinnen in Stèphane Audran und Isabelle Huppert. Mit meisterhafter Hand zeichnet er eine Schwarze Komödie ihrer Mutter-Tochter-Rivalität in einer bizarren, bedrückend winzigen Wohnung. Isabelle bietet eine schauspielerische Meisterklasse, die man selten sieht."

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