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Toy Story 4: Alles hört auf kein Kommando
Toy Story 4: Alles hört auf kein Kommando
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

US-Kinocharts (21. - 23.6.): "Toy Story 4" verfehlt Rekord klar

Luc Besson kommt nicht in die Top Ten

Die Kinobäume wachsen auch in den USA nicht in den Himmel. Fraglos war es ein hervorragendes Wochenende an den Kinokassen: 192 Millionen Dollar erwirtschafteten die Top Twelve-Streifen. Aber ein Jahr zuvor waren es gigantische 271 Millionen Dollar gewesen, als "Jurassic World: Fallen Kingdom" mit Chris Pratt und 148 Millionen Dollar an der Spitze debutierten. Und der aktuelle neue Tabellenführer "Toy Story 4" blieb - wie fast alle Fortsetzungen der vergangenen Wochen - deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Gold
Mit 118 Millionen Dollar startet "Toy Story 4" großartig und nimmt mehr ein als der Rest der Top Ten zusammen genommen. Der Animationsstreifen, der neun Jahre nach "Toy Story 3" auf die Leinwände trifft, holt damit zumindest in Sachen Umsatz, nicht in Sachen Zuschauerzahl, das beste Ergebnis der Pixar-Saga. "Toy Story 3" startete 2010 mit 110 Millionen Dollar, den dann die hauseigenen "Finding Dory" 2016 mit 135 Millionen Dollar und dann letztes Jahr "Incredibles 2" mit 186 Millionen Dollar und neuen Rekorden überboten.

Die vor dem Wochenende gestellte Frage, ob "Toy Story 4" diesen Rekord überbieten kann, muss man also mit einem deutlichen "Nein!" beantworten. Ganz aus der Luft gegriffen war das Schielen nach dem Rekord aber nicht: Mit den massiven 4575 Lichtspielhäusern. mit denen man "The Secret Life of Pets 2" als meistgezeigtes Werk ablöste, signalisierten Walt Disney Studios schon, dass sie ihre eigene Bestmarke ins Visier nahmen. Und die hervorragenden Kritiken und Vorverkäufe für die 200 Millionen Dollar teure Produktion mit der Stimme von Tom Hanks schienen auch dafür zu sprechen, aber die kleinen und großen Zuschauer kamen nicht in den erforderlichen Massen.

Silber
Auch "Child's Play", mit dem Orion Pictures die seit 1988 Horrorreihe neu gestartet haben, riss keine Kartenverkaufsbäume aus. 14 Millionen Dollar in 3007 Spielorten sind ein schwaches Ergebnis für den allerdings auch nur 10 Millionen Dollar teuren Film, in dem Mark Hamill Chucky der Mörderpuppe seine Stimme geliehen hat.

Bronze
Richtig erfreulich für Walt Disney entwickelt sich weiterhin "Aladdin", der mit bloß geringem Zuschauerschwund in Höhe von minus 29 Prozent auch am fünften Wochenende gut gelaufen ist. Karten im Wert von 12 Millionen Dollar wechselten in den 3435 Filmtheatern - das sind 121 weniger als in der Vorwoche - die Besitzer. Der 183 Millionen Dollar teure Fantasy-Film mit Will Smith steht nun bei 287 Millionen Dollar.

Die Neuen
Der französische, aber auf Englisch gedrehte Thriller "Anna" mit dem russischen Model Sasha Luss in der Titelrolle floppt schwer und erreicht mit lediglich 3,5 Millionen Dollar nicht mal die Top Ten. Der Luc Besson-Film hat 30 Millionen Dollar gekostet und spielte in 2114 Kinos vor weitgehend leeren Reihen. Ein weiterer Tiefschlag für den Maestro nach seinem vor zwei Jahren bereits gefloppten "Valerian and the City of a Thousand Planets".

Auf den Plätzen
Vierter ist der abgestürzte Spitzenreiter "Men in Black International" (2. Woche / bisher insgesamt 52 Millionen Dollar); Fünfter ist "The Secret Life of Pets 2" (3. Woche / 117 Mio.); Sechster ist "Rocketman" (4. Woche / 77 Mio.); Siebter ist "John Wick 3: Chapter 3 - Parabellum" (6. Woche / 156 Mio.); Achter ist "Godzilla: King of Monsters" (4. Woche / 102 Mio.); Neunter ist "Dark Phoenix" (3. Woche / 60 Mio.) und schließlich Zehnter der Samuel L. Jackson-Kriminalfilm "Shaft" (2. Woche / 16 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Komödien bleiben ein schwieriges Pflaster: Obwohl "Late Night" wie zum Beispiel "Long Shot" oder "Booksmart" gute Kritiken erhalten hat, floppt die 4 Millionen Dollar teure Amazon Studios-Produktion mit Mindy Kaling mit nur 10 Millionen Dollar in drei Wochen.

Nicht viele Worte muss man um "Avengers: Endgame" machen: Zwar konnte der Fantasy-Film den US-Allzeitrekord von "Star Wars: The Force Awakens" und dessen 936 Millionen Dollar nicht knacken, aber 834 Millionen Dollar sind natürlich dennoch ein Ergebnis, das nicht von dieser Welt ist. Der Chris Evans-Film hat Walt Disney Studios 356 Millionen Dollar gekostet und steht weltweit bei 2,7 Milliarden Dollar, knapp hinter Allzeit-Champ "Avatar".


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