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Papillon - Dustin Hoffman
Papillon - Dustin Hoffman
© Sony Pictures

TV-Tipps für Samstag (6.7.): Dustin Hoffman verhilft zur Flucht

ARD zeigt "Papillon"

Wer am lauen Sommerabend nicht den Grill anschmeißt, sondern vor dem Fernseher Platz nimmt, wird am Samstagabend bei Sat1 im Hauptprogramm mit dem SciFi-Actioner "Ender's Game" gut bedient, und wenn es dann schon zu kühl sein sollte, kann der Abend im ARD-Nachtprogramm mit dem Klassiker "Papillon" ausklingen.

"Ender's Game", Sat1, 20:15 Uhr
Ein Junge (Asa Butterfield) mit außergewöhnlichen Fähigkeiten wird vom Militär engagiert, um den Kampf gegen die Formics, eine Insekten ähnliche außeridische Rasse, aufzunehmen.

Bereits 1985 war der Roman "Ender's Game" erschienen, und seitdem hatte dessen Autor Orson Scott Card vergeblich versucht, eine Verfilmung zu initiieren. Der Schriftsteller verfasste im Lauf der Zeit verschiedene Drehbuchentwürfe; aus unterschiedlichen Gründen kam es zu keiner Kinoadaption.

Erst 2009 griff die kleine Produktionsgesellschaft Odd Lot Entertainment zu, gewann mit Summit Entertainment einen großen Verleiher, um das enorme Budget von 115 Millionen Dollar für den US-Science Fiction-Film zu stemmen und engagierte den südafrikanischen Regisseur Gavin Hood ("Eye in the Sky"). Dieser verwarf die Skripts von Card und verfasste sein eigenes Drehbuch, das Elemente aus "Ender's Game" und dem 1999 veröffentlichten "Ender's Shadow" aufgriff. Gedreht wurde in New Orleans.

Hood's Version von "Ender's Game" regt nicht so zum Nachdenken an wie die Romanvorlage, ist aber dennoch ein anerkennswerter, gut gespielter und solide geschriebener Streifen. Die Kritiken fielen 2013 allerdings nur gemischt aus, und der weltweite Umsatz von lediglich 125 Millionen Dollar sorgte für rote Zahlen in den Geschäftsbüchern von Summit. Eine mögliche Fortsetzung war daher kein Thema mehr.

Kritiker Frank Ochieng schrieb in "SF Crowsnest": "Ein wissbegieriger Film, der geschickt für das jugendliche Publikum auftischt, während er einige äußerst erwachsene philosophische Fragen über die Moral des Krieges und die fragwürdigen Grenzen des Überlebens stellt."



"Papillon", ARD; 00:55 Uhr

Ein Mann (Steve McQueen) freundet sich mit einem anderen Kriminellen (Dustin Hoffman) an, als sie ihre Haft auf einer furchtbaren Gefängnisinsel antreten, und diese Freundschaft inspiriert ihn zu einem Fluchtplan.

1969 veröffentlichte der Franzose Henri Charrière seine Memoiren, in denen er schilderte, wie er - unschuldig wegen Mordes verurteilt - 1945 nach 14 Jahren Haft von der berüchtigten Île du Diable, der Teufelsinsel, die 13 Kilometer vor der Küste von Französisch-Guayana in Südamerika liegt, zu fliehen versuchte. Es war immer umstritten, wie viel von den Geschehnissen in "Papillon" - der Titel bezieht sich auf den auf Charrière's auf die Brust tätowierten Schmetterling - wahr ist, aber Hollywood war das egal. Es war einfach eine verdammt gute Geschichte.

Allied Artists sicherten sich die Rechte an dem Buch und engagierten Regisseur Franklin J. Shaffner ("Planet of the Apes"), der das US-Drama aufwendig in Szene setzte. Auf Jamaika und in Spanien wurden die Gefangenenlager nachgebaut. Charrière war als Berater dabei vor Ort, um die Filmemacher zu größtmöglicher Authentizität anzuhalten. Aufgrund der Dreharbeiten in teilweise schwer zugänglichen Landschaften schossen die Kosten für die Produktion in die Höhe, aber der Atmosphäre des von Kameramann Fred Koenekamp exzellent gefilmten Streifens war es enorm zuträglich.

Analog dazu forderte Hauptdarsteller Steve McQueen mit 2 Millionen Dollar eine hübsche Summe für seine Arbeit und verlangte vertraglich, vor Hoffman im Vorspann genannt zu werden, zahlte das aber mit einer großartigen Leistung - manche meinen, seiner besten - zurück und erhielt eine Golden Globes-Nominierung. Dazu wurde noch Jerry Goldsmith für die "Beste Musik" für einen Oscar nominiert.

Der Streifen, brutal und kompromisslos und zugleich inspirierend und stets fesselnd, war ein Riesenhit in Deutschland, aber auch besonders in den USA, wo er als vierterfolgreichster Streifen des Jahres 1973 durch's Ziel ging. Das 13 Millionen Dollar teure Werk erlöste allein dort 53 Millionen Dollar.

Ein Zuschauer schwärmt: "Nach 'The Shawshank Redemption' ist dies der zweitbeste 'Sehnsucht nach Freiheit'-Streifen. Zwei großartige Schauspieler schaffen es, einem Enttäuschung, Freude, Loyalität, Geduld, Hoffnung, Wahnsinn, Freundschaft und Traurigkeit perfekt zu vermitteln. Jede einzelne Szene hat so viel zu sagen. Ein Muss!"



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