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In den Straßen der Bronx - Robert De Niro und Lillo...ncato
In den Straßen der Bronx - Robert De Niro und Lillo Brancato
© EuroVideo

TV-Tipp für Montag (16.9.): Robert De Niro appelliert an seinen Sohn

Arte zeigt "In den Straßen der Bronx"

"In den Straßen der Bronx", Arte, 20:15 Uhr
Ein Busfahrer (Robert De Niro) im New York City der Sechziger sorgt sich um seinen Sohn (Lillo Brancato), der sich mit einer lokalen Gangster-Größe (Chazz Palminteri) angefreundet hat.

Bei diesem US-Kriminalfilm taten sich zwei Ur-New Yorker zusammen, die wirklich wussten, wovon sie hier erzählten: Robert De Niro und Chazz Palminteri. Letzterer hatte 1989 das Theaterstück "A Bronx Tale" auf die Bühne gebracht, ein Ein-Mann-Stück, in dem er autobiographisch getönt von seinem Aufwachsen unter Gangstern im New Yorker Stadtteil Bronx und seinem hart arbeitenden, aufrechten Vater erzählte.

Das Stück wurde ein großer Erfolg und erregte sofort das Interesse Hollywoods. Palminteri schlug jedoch alle lukrativen Offerten aus, weil er zur Bedingung machte, selbst das Drehbuch schreiben und eine Hauptrolle übernehmen zu dürfen. Dazu war kein Filmstudio bereit. Erst Robert De Niro, der das Stück 1990 ansah, wurde sich mit Chazz per Handschlag einig, weil er dessen Bedingungen akzeptierte und Palminteri wiederum nichts dagegen hatte, dass De Niro "A Bronx Tale" - so lautete dann auch der Filmtitel - zu seinem Regiedebut machte und die andere Hauptrolle übernahm.

Die beiden Künstler arbeiteten während des gesamten Schaffensprozesses eng zusammen: Palminteri durfte auch bei der Auswahl der Schauspieler und der Drehorte, beim Schnitt und bei der Tonmischung mitreden. Gedreht wurde die 10 Millionen Dollar teure Independent-Produktion nicht vor Ort, denn die Bronx hatte ihr Gesicht inzwischen zu sehr gewandelt, sondern in Queens, dessen Gebäude sich seit den fünfziger Jahren weniger verändert hatten.

"A Bronx Tale" demonstriert, dass De Niro nicht nur als Schauspieler talentiert ist. Seine feinfühlige Regie schafft mit den originellen Szenen, dem soliden Drehbuch, dem sorgsam rekonstruierten Milieu, der stimmigen Figurenzeichnung und der phantastischen Besetzung einen Streifen über das Erwachsenwerden, der herausragt.

Die Kritiker waren 1993 einhellig begeistert, aber die Zuschauer blieben aus. In den USA floppte der Film mit bloß 17 Millionen Dollar Umsatz. Es sollten 13 Jahre vergehen, bis Robert mit "The Good Shepherd" seinen zweiten und bis heute letzten Film inszenierte.

Ein Zuschauer schwärmt: "Als jemand, der in der Gegend aufgewachsen ist, habe ich das Portrait der Bronx sofort erkannt und mich damit identifizieren können. Noch akkurater ist die Zeichnung der Personen. Von den Gangstern über die Kinder auf der Straße bis zum Früchtehändler mit dem Pferdekarren wurde die typische italienische Nachbarschaft in New York für die Ewigkeit festgehalten. In diese perfekte Wiedergabe ist eine wunderbare Geschichte mit starken Charakteren, der vollen Bandbreite an Gefühlen und sogar einer Moral gepflanzt worden."



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