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Jagd auf Roter Oktober - Sean Conner, Alec Baldwin...Glenn
Jagd auf Roter Oktober - Sean Conner, Alec Baldwin und Scott Glenn

TV-Tipps für Samstag (12.10.): Wechselt Sean Connery die Seiten?

ZDF zeigt "Jagd auf Roter Oktober"

Am Samstagabend lockt Sat1 mit der FreeTV-Premiere des Animationsstreifens "Ferdinand" im Hauptprogramm das Familienpublikum vor die Bildschirme. Im ZDF-Nachtprogramm kreuzt dann mit Sean Connery in "Jagd auf Roter Oktober" ein alter Bekannter die Spielfilmmeere.

"Ferdinand - Geht stierisch ab", Sat1, 20:15 Uhr
Ein Stier (gesprochen von Daniel Aminati) mit großem Herzen wird für ein gefährliches Biest gehalten, gefangen und von seiner Heimat weggebracht. Um zu seiner Familie zurückzukehren, versammelt er eine Gruppe Außenseitertiere um sich.

Der dämliche Titel dieses US-Animationsstreifens ist allein auf deutschem Mist gewachsen. Im Original heißt das Werk schlicht "Ferdinand". Grundlage der 111 Millionen Dollar teuren 20th Century Fox-Produktion ist das Kinderbuch "The Story of Ferdinand" des amerikanischen Autors Munro Leaf aus dem Jahr 1936. Dort weigert sich ein friedliebender Stier, in der Arena zu kämpfen, und will statt dessen an den schönen Blumen riechen. Die kindgerechte Pazifismus-Parabel wurde von Walt Disney 1938 als großartiger Kurzfilm "Ferdinand the Bull" adaptiert, der Oscar-prämiert wurde.

Das schmale bebilderte Büchlein stellte die Drehbuchautoren ähnlich wie bei Projekten wie "Where the Wild Things Are" oder "How the Grinch Stole Christmas" vor die Schwierigkeit, die Handlung auf Spielfilmlänge auszuwalzen. Die insgesamt sechs Autoren, von denen nur zwei bereits Erfahrung mit Drehbüchern für Zeichentrickfilme besaßen, bewahrten die zeitlosen Themen der Vorlage, warteten allerdings auch mit keinen besonders originellen Wendungen auf. Regisseur Carlos Saldanha ("Ice Age") und den Animationskünstlern von Blue Sky Studio, die bis dahin unter anderem die "Ice Age"- und "Rio"-Werke geschaffen hatten, gelang ein farbenprächtiger Spaß für die ganze Familie, der gute Kritiken erhielt, und in dem John Cena als Sprecher des Stiers brillierte.

2017 spielte "Ferdinand" weltweit 296 Millionen Dollar ein und wurde für den Academy Award und den Golden Globe nominiert, unterlag aber jeweils "Coco". Ebenfalls für den Globe im Rennen lag der Song "Home".

Kritiker Francis Friel befand in "Mountain Express": "Laut und rau, dabei zugleich zart und süß, hat dieser Film sein Herz am rechten Fleck."



"Jagd auf Roter Oktober", ZDF, 00:35 Uhr
Im November 1984 missachtet der beste U-Boot-Kapitän (Sean Connery) der Sowjetunion in deren bestem U-Boot seine Befehle und fährt Richtung USA. Will er überlaufen oder einen Krieg starten?

1975 hatte die Besatzung der sowjetischen Fregatte "Storoschewoi" gemeutert. Der Autor Tom Clancy nutzte diese Vorkommnisse als Ausgangslage für seinen Roman "The Hunt for Red October", der 1984 zum Bestseller wurde. Seltsamer Weise interessierten sich die Filmstudios nicht für die Verfilmungsrechte. Produzent Mace Neufeld ("The Equalizer"), der die Rechte ein Jahr nach Erscheinen des Buches erwarb, benötigte zwei Jahre, bis schließlich Paramount Pictures Interesse zeigten, ein Budget von 30 Millionen Dollar aufsetzten und fünf Studiobühnen für die Aufbauten der U-Boote reservierten.

Als Regisseur des technisch aufwendigen Streifens gewann man Action-Spezialist John McTiernan ("Stirb langsam"), der den altmodischen Thriller mit perfekter Besetzung und sehr spannungsvoll und beeindruckend in Szene setzte. Für die Rollen von Alec Baldwin und Sean Connery waren eigentlich Kevin Costner und Klaus Maria Brandauer vorgesehen, die beide wegen Terminschwierigkeiten absagen mussten. Costner drehte statt dessen einen Film namens "Dances with Wolves"...

Kurz vor Veröffentlichung des Streifens im März 1990 stimmte das Sowjetische Parlament für die Abdankung der Kommunistischen Partei von der Regierung. Die Weltlage hatte sich gegenüber den Achtzigern entscheidend geändert. Die Filmemacher reagierten darauf mit einer Texteinblendung zu Beginn des Werks, die deutlich macht, dass die Handlung zu Zeiten des Kalten Krieges 1984 spielt.

"The Hunt for Red October" erhielt gute Kritiken und wurde mit einem weltweiten Umsatz von 200 Millionen Dollar - das entspräche heute etwa 430 Millionen Dollar - ein großer Erfolg. Es gab drei Oscar-Nominierungen für den Schnitt, den Ton und den Schnitt der Toneffekte. Letztere konnten den Academy Award erhalten. Bei den Britischen Filmpreisen wurden Hauptdarsteller Sean Connery, Bühnenbildner Terence Marsh und die Tontechniker nominiert.

Ein Zuschauer findet: "Wenn man diesen Film gesehen hat, wundert man sich, warum Hollywood so viele Müll-Action-Filme produziert, wo sie doch hier beweisen, wie man es richtig macht. Aber um gerecht zu sein: Nicht viele Streifen haben das Glück, als Grundlage über Tom Clancy's besten Roman zu verfügen. Hochspannung und realistische Darstellung moderner Waffengattungen verbinden sich hier zu einer exzellenten Handlung, welche die Aufmerksamkeit fesselt, zum Nachdenken anregt und einen in Atem hält. Dann sind da die Schauspieler von Format: James Earl Jones, Alec Baldwin - ich bin ein Fan von Harrison Ford, finde aber, dass Baldwin für die Rolle von Jack Ryan viel besser geeignet war - und nicht zuletzt Sean Connery. Dann gibt es die großartige Musik von Basil Poledouris - nichts Übertriebenes, sondern gut orchestriert und mit einer Reihe wunderbarerer russischer Chormusik. Und zuletzt der großartige Einsatz von Spezialeffekten, von denen George Lucas etwas hätte lernen sollen. Die Effekte unterstützen die Handlung reibungslos, statt sie zu überwältigen oder ihr in die Quere zu kommen."



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