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Joker - Joaquin Phoenix
Joker - Joaquin Phoenix
© Warner Bros.

Kinocharts USA (11. - 13.10.): Der "Joker" lacht wieder am besten

"Addams Family" solider Zweiter

Ein solides Kinowochenende sah mit der Verteidigung der Tabellenführung durch "Joker" einen souveränen Publikumsliebling, der die großen Neustarts "The Addams Family" und "Gemini Man" deutlich distanzierte. Insgesamt flossen durch die Top Twelve-Filme 134 Millionen Dollar in die nordamerikanischen Kinokassen; etwas mehr als bei den 128 Millionen Dollar des Vorjahreswochenendes, als "Venom" mit Tom Hardy ebenfalls am zweiten Wochenende die Spitzenposition behaupten konnte, allerdings mit nur 35 Millionen Dollar und nicht wie jetzt im Fall von "Joker" mit 55 Millionen Dollar.

Gold
Nach seinem beeindruckenden Oktober-Rekordstart in Höhe von 96 Millionen Dollar beeindruckt "Joker" auch am zweiten Wochenende und hält sich beachtlich mit 55 Millionen Dollar. Das entspricht einem Zuschauerrückgang von nur gemäßigten minus 42 Prozent im Wochenendvergleich und ist bei Filmen dieser Größenordnung selten. Diese Summe ist auch für das beste zweite Wochenende in einem Oktober aller Zeiten gut; dieser inoffizielle Titel gebührte bisher "Gravity", der 2013 auf 43 Millionen Dollar gekommen war.

Für Warner Brothers Pictures sieht es nach einer richtig lohnenden Investition aus. Der mit unverändert 4374 Kinos meistgespielte Streifen Kanadas und der USA hat 55 Millionen Dollar gekostet und steht nun nach zehn Tagen bereits bei 192 Millionen Dollar. Rechnet man das Auslandsgeschäft hinzu, sind es weltweit bereits riesige 544 Millionen Dollar. Der Fantasy-Film mit Joaquin Phoenix eilt mit Riesensprüngen in die Top Ten des DC Extended Universe, wo er bald "Superman Returns", "Batman Begins" und "Justice League" überholt haben dürfte.

Silber
"The Addams Family" debutiert mit ordentlichen 30 Millionen Dollar in 4007 Lichtspielhäusern. Der Animationsstreifen mit der Stimme von Charlize Theron hat gemischte Kritiken erhalten und 40 Millionen Dollar gekostet. In den USA verleihen United Artists die MGM-Produktion; im Ausland Universal Pictures.

Bronze
Mit mäßigen 20 Millionen Dollar startet "Gemini Man". Will Smith hat in diesem Jahr mit "Aladdin" bereits einen Giga-Hit gefeiert; bei diesem Science Fiction-Film werden Paramount Pictures dagegen froh sein, wenn sie überhaupt in die schwarzen Zahlen kommen, denn allein die reinen Produktionskosten ohne Vertrieb und Marketing liegen bei immerhin 138 Millionen Dollar. Auf die Kritiker können die Filmemacher nicht hoffen, denn die haben das Werk verrissen. Aus dem Ausland sind bis jetzt 38 Millionen Dollar dazugekommen, so dass das weltweite Gesamtergebnis bei bloß rund 60 Millionen Dollar liegt.

Die Neuen
Kaum beworben, der Presse vorab nicht gezeigt, dann von einigen miserablen Kritiken begleitet - die Zeichen für "Jexi" standen schon vor der Premiere auf Flop. Und so kommt es jetzt auch für die Komödie mit Adam Devine über einen von seiner KI-Intelligenz im Handy terrorisierten Mann. 2332 Spielorte haben die 5 Millionen Dollar teure Lionsgate-Produktion ins Programm genommen. Dort ist sie den Kinogängern nur 3,1 Millionen Dollar wert gewesen, was lediglich zu Rang neun in den Top Ten reicht.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Abominable" ("Everest - Ein Yeti will hoch hinaus" / 3. Woche / bisher ingesamt 48 Millionen Dollar); Fünfter ist "Downton Abbey" (4. Woche / 83 Mio.); Sechster ist der Jennifer Lopez-Kriminalfilm "Hustlers" (5. Woche / 98 Mio.); Siebter ist das Renée Zellweger-Drama "Judy" (3. Woche / 15 Mio.); Achter ist "It Chapter Two" (6. Woche / 207 Mio.) und schließlich Zehnter ist "Ad Astra" (4. Woche / 47 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"Rambo: Last Blood" verabschiedet sich am vierten Wochenende mit 43 Millionen Dollar. Der Thriller mit Sylvester Stallone hat Lionsgate Films 50 Millionen Dollar gekostet und dürfte angesichts des Flops nun auch wirklich der letzte Streifen über den Vietnam-Kriegsveteranen sein. In Sachen Umsatz liegt der fünfte Teil auf einem Niveau mit dem vierten Part "Rambo" von 2008, aber in Sachen Zuschauerzahl ist er der schwächste der Reihe. Aus dem Ausland sind bisher kümmerliche 24 Millionen Dollar hinzugekommen.

Der Bollywood-Film "War" verschwindet am zweiten Wochenende wieder aus den Charts mit 3 Millionen Dollar. "Good Boys" wird am neunten Wochenende als solider Erfolg aus den Top Ten verdrängt. Die Komödie mit Jacob Tremblay erreicht 83 Millionen Dollar bei Produktionskosten von 20 Millionen Dollar. Aus dem Ausland kommen 26 Millionen Dollar hinzu, sodass das weltweite Gesamtergebnis derzeit bei 109 Millionen Dollar liegt.


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