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Lady Chatterley
Lady Chatterley
© Film Kino Text

TV-Tipp für Mittwoch (16.10.): Marina Hands lebt eine verbotene Affaire

Arte zeigt "Lady Chatterley"

"Lady Chatterley", Arte, 20:15 Uhr
Eine junge Frau (Marina Hands), die ihren querschnittsgelähmten Mann (Hippolyte Girardot) pflegt, beginnt eine leidenschaftliche Beziehung mit dem Jagdaufseher (Jean-Louis Coullo'ch) des Anwesens.

1928 erschien der Roman "Lady Chatterley's Lover". Beziehungsweise er erschien nicht, zumindest nicht im Heimatland des Autoren D.H. Lawrence, sondern zunächst erst im Ausland. Erst 1960 sollte sein Buch nach einem vom Verlag gewonnenen Gerichtsverfahren die Leser auch im United Kingdom in einer unzensierten Fassung finden dürfen, deren Startauflage in Höhe von 200 000 Exemplaren am ersten Tag ausverkauft war. Der Roman ist einer der ersten, in denen menschliche Sexualität detailliert und ausdrücklich, erstmals auch mit dem Wort "Fuck", dargestellt wird - so weit, dass Lawrence sich erklären musste, keine Pornographie verfasst zu haben.

Kein Wunder, dass das Buch wiederholt auf der ganzen Welt für Kino und Fernsehen adaptiert worden ist. Bei diesem französischen Drama aus dem Jahr 2006 handelt es sich, nimmt man es ganz genau, aber gar nicht um eine Verfilmung von "Lady Chatterley's Lover", sondern von einer der beiden Vorgängerversionen, in denen die Sexszenen erst gar nicht und dann 1927 in "John Thomas und Lady Jane" milde von Lawrence gezeichnet worden waren; das Buch wurde erstmals 1954 in Italien veröffentlicht und in Großbritannien dann gar erst 1972.

Die französische Regisseurin und Drehbuchautorin Pascale Ferran nutzte die Vorlage für einen geschmackvollen, poetischen und formal virtuosen Streifen, der die Handlung sexuell unverblümt und geschmackvoll auf die Leinwand bringt.

Die Kritiken für die Romanverfilmung waren gut, mit einem weltweiten Einspiel von 1,5 Millionen Dollar gegenüber Produktionskosten von 2,3 Millionen Dollar fand "Lady Chatterley" allerdings zu wenig Publikum.

Bei den Französischen Filmpreisen triumphierte das Werk als "Bester Film", mit dem Drehbuch, mit Hauptdarstellerin Marina Hands, mit Kameramann Julien Hirsch und mit Kostümbildnerin Marie-Claude Altot; nominiert waren Regisseurin Ferran, Bühnenbildner François-Renaud Labarthe und die Tontechniker.

Kritiker Jon Frosch urteilte in "The Stranger": "Die Sanftheit des Films hat mich eingelullt, und mich hat besonders beeindruckt, wie genau Pascale Ferran ihre Charaktere beobachtet und wie modern und scharfsinnig ihre Einsichten sind."



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