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Ice Age 4 - Voll verschoben
Ice Age 4 - Voll verschoben
© 20th Century Fox

TV-Tipp für Samstag (25.1.): Diego, Manny und Sid verlassen ihren Kontinent

Sat1 zeigt "Ice Age 4"

Am Samstagabend ist leichte Unterhaltung für die ganze Familie auf den Privatsendern Trumpf. Sat1 zeigt im Hauptprogramm den vierten "Ice Age"; im anschließenden Spätprogramm von RTL2 kommt "Bean", die Kinoversion der beliebten Fernsehfigur des englischen Komikers Rowan Atkinson.

"Ice Age 4 - Voll verschoben"
Diego, Manny und Sid erleben ein neues Abenteuer, als sich ihr Kontinent abspaltet. Sie nutzen einen Eisberg als Schiff, begegnen Meeresbewohnern und kämpfen gegen Piraten, während sie eine neue Welt entdecken.

Spätestens mit dem dritten "Ice Age" von 2009, der weltweit knapp 900 Millionen Dollar eingebracht hatte, war die Animationsreihe, die 2002 gestartet war, eines der wertvollsten Pferde im Stall von 20th Century Fox geworden. Und so vergingen wieder drei Jahre, bis "Ice Age: Continental Drift" in die Kinos kam. Erstmals war nicht mehr Carlos Saldahna als Regisseur verantwortlich, sondern Steve Martino ("The Peanuts Movie") und Mike Thurmeier ("Ice Age: Collision Course") bestimmten über die 95 Millionen Dollar teure Produktion, die in 3D gedreht wurde.

Wie in der Originalfassung mit Ray Romano, Denis Leary und John Leguizamo waren auch in der deutschen Synchronisation mit Arne Elsholtz, Thomas Fritsch und Otto Waalkes die aus den ersten drei Teilen bekannten Sprecher am Mikrophon. Und auch der Charme und der witzige Slapstick aus den Vorgängern ist wieder evident, doch Ermüdungserscheinungen der Reihe konnten auch die neuen Regisseure und der neue Drehbuchautor Jason Fuchs, der "Ice Age"-Veteran Michael Berg unterstützte, nicht vollständig verhindern.

Wenn auch die meisten Kritiken schlecht ausfielen, blieb die Reihe auf Kurs und setzte weltweit wieder 877 Millionen Dollar um, womit der Zeichentrickfilm der fünfterfolgreichste Film des Jahres war - und vor "Madagascar 3" der kassenträchtigste Animationsstreifen des Jahres 2012. Kein Wunder, dass Fox diese Goldader weiter ausbeuten und 2016 den bislang letzten Teil "Ice Age: Collision Course" nachschoben.

Kritikerin Andrea Chase von "Killer Movie Reviews" fasste ihre Eindrücke zusammen: "Wenn der Film demonstriert, dass die Reihe nun langsam abnutzt, zeigt er zugleich auch, warum es sie so lange gibt: Der Streifen hat ein hohes Tempo, ist gut inszeniert und schafft es von Zeit zu Zeit, echte Spannung aufzubauen."



"Bean", RTL2, 22:35 Uhr
Der linkische Mr. Bean (Rowan Atkinson) wird beauftragt, ein wertvolles Gemälde zu einem Museum in Los Angeles zu bringen.

Nur 15 halbstündige Episoden der britischen Fernsehreihe "Mr. Bean" gibt es, die im Zeitraum von 1990 bis 1995 ausgestrahlt wurden, aber sie reichten aus, um die Figur im Fernsehzeitalter so weltbekannt zu machen, wie es im Stummfilmzeitalter Charlie Chaplin's Landstreicher geworden war. Das universale Erfolgsgeheimnis der von Rowan Atkinson schon während seiner Studienzeit entwickelten und dann ab Ende der Siebziger auf die Bühne gebrachten Figur ist durchaus mit Chaplin vergleichbar: Die Komik speist sich durch das Visuelle, die Reihe mit den in sich abgeschlossenen Episoden kam gänzlich ohne Dialoge aus. Ob peruanischer Hochlandbauer oder russischer Raketeningenieur, ob südafrikanisches Kind oder australischer Senior - über den trotteligen Mr. Bean konnte jeder lachen.

Was lag näher, nach Auslaufen der Reihe den Sprung auf die Kinoleinwand zu wagen? Working Title Films stellten ein Budget für 18 Millionen Dollar zur Verfügung, und die Drehbuchautoren Richard Curtis ("Yesterday") und Robin Driscoll, die bereits für die Fernsehreihe geschrieben hatten, schickten Bean in der Handlung nach Amerika - sicherlich auch, um die britische Figur für das US-Publikum noch interessanter zu machen. Die Regie übernam der Schauspieler Mel Smith, der schon zwei Kinokomödien inszeniert hatte. Gedreht wurde vor Ort in London und in Los Angeles.

Eine grundsätzliche Änderung, die nicht allen Fans der Figur schmeckte und sicherlich auch eine Konzession an das Kinopublikum war, bestand im Einsatz von deutlich mehr Dialogen - hier spricht Mr. Bean ganz normal. Ansonsten ist auch der Spielfilm wie das TV-Original ganz auf Atkinson ausgerichtet, der mit seiner grandiosen körperlichen Komik das unterhaltsame Werk zusammen hält. Aber deutlich wurde auch, dass das kürzere TV-Format dieser Art der Komik besser entgegen kam als die dreimal so lange Spielfilmdauer.

Während die Kritiken zu "Bean" 1997 nur gemischt ausfielen, stimmten die Zuschauer deutlich genug mit den Füßen ab: Mit weltweit 251 Millionen Dollar wurde die britische Komödie ein großer Erfolg. Ein weiterer Kinofilm mit Mr. Bean sollte aber zehn Jahre auf sich warten lassen; "Mr. Bean's Holiday" wurde mit 230 Millionen Dollar dabei ähnlich erfolgreich.

Eine Zuschauerin lobt: "Doofheit gemischt mit Intelligenz, ironisch gezeigt durch Spott, holt das Beste aus dieser unglaublichen Figur heraus. Nur mit Gebrabbel und seinem Gang, Gesichtsausdrücken und Handgesten bringt Rowan Atkinson einen zum Schieflachen. Eine unglaubliche Figur, zum Leben erweckt durch einen unglaublichen Schauspieler."



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