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Bean - Der ultimative Katastrophenfilm (1997)

Bean

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Englishman in L.A.: Er ist schüchtern und unbeholfen, verklemmt und gehemmt, mundfaul und wahrlich um jedes Wort verlegen. Seine Körperbewegungen sind anormal, scheinen jeglichen anatomischen Gesetzen zu widersprechen und wechseln von einer Sekunde auf die andere in verrenkte Extreme. Kurz und gut: Man nennt diese Spezies "Engländer" und ein ausgeprägtes Exemplar dieser exotischen menschlichen Form ist ein gewisser Museumswärter namens Bean, der in der Royal National Gallery of England seine Dienste mehr schlecht als recht verrichtet. Und da den ehrwürdigen Vorgesetzten gerade die Expertenanfrage einer amerikanischen Gallerie vorliegt, ernennt man den Mr. kurzerhand zum Dr. und schickt ihn zur feierlichen Gemäldeenthüllung nach Los Angeles, um dort erlesene Publikumsgäste mit einer kompetenten Rede zu entzücken ... . Man ahnt es. Der Kulturschock ist vorprogrammiert, denn Dr. Bean heißt nicht von ungefähr Dr. Bean. Und was es bedeutet, wenn dieser relativ einfach strukturierte Mensch auf kostbare Gemälde, intellektuelle Größen und zuguterletzt auch noch auf familiäre Gesetze trifft, dazu muß man nicht einmal ein paar Augenblicke von Mr.Beans Fernsehauftritten genossen haben, denn sein Ruf eilt ihm voraus...

Filmkritik

Der Name ist Programm. Der Sprung des Kultchaoten von der Mattscheibe auf die große Leinwand zelebriert die kleinen Eigenheiten des kleinen Mannes mit großer Wirkung. Und wäre da nicht ein grandioser Rowan Atkinson, die große Wirkung des Formatwechsels von 4:3 auf Breitwand wäre wohl kräfig in die Hose gegangen. Denn nur er allein ist es, der mit seiner "neverending-one-man-show" vom Stolpern und Stürzen von TV-Bewährtem auf Kinoneuland ablenkt; und das weil die Handlung zum schlichten Vierakter verkommen ist: Bean im Flugzeug, Bean in der Kunstgalerie, Bean im Kreise der Familie, Bean mit Skalpel und unkonventionellen Reanimationsmaßnahmen im Krankenhaus. Und das solls gewesen sein? Da schau ich mir lieber ein paar mal 23 Minuten im Vorabendprogramm an und komme auch auf 90 Minuten Spiel, Spaß und Spannung. Das Rezept "4 mal Fernsehen ergibt ein mal Kino" funktioniert nun eben doch nicht so komplikationslos; leider, es tut einem im Herzen weh!
Denn was ein Bean wert ist, wenn auch filmischer Umgang und Zelluloidutensilien bemüht worden wären, kann man nur zu oft erahnen, sich erhoffen und erträumen. Denn sobald Atkinson die Grenzen des guten Geschmacks mit mit Pauken und Trompeten übertritt, wenn er schneutzt, wenn er kotzt, wenn er "rammelt"(!), dann beherscht eine Figur, ein Gesicht das Feld, dessen Augen aus ihren Höhlen herauszufallen drohen, Mund und Nase den Platz zu tauschen scheinen, abstehende Ohren zentimeterweise ihren Standort wechseln und Falten tiefe Furchen in Stirn und Backen ziehen. An diesen Stellen wird die Leinwand zum Verbündeten, hier erblickt man überdimensional die grotesken Züge, die uns selbst Schmunzeln und Lachfalten ins Gesicht zeichnen.
Und wenn sich zum guten Schluß Dr.Bean wieder in Mr.Bean zurückverwandelt, er mit feuchtglänzenden Lippen in sein heimatliches Haus zurückkehrt und sich mit seinem schon so oft strapazierten Teddy zur Ruhe legt, dann weiß er wo er hingehört und wir wissen wo er hingehört: Good-bye, Mr.Bean - See you on TV!




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Großbritannien
Jahr: 1997
Genre: Komödie
Länge: 90 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 28.08.1997
Regie: Mel Smith
Darsteller: Rowan Atkinson als Mr. Bean, Peter MacNicol, John Mills
Verleih: United International Pictures

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