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Ein Quantum Trost - Daniel Craig und Olga Kurylenko
Ein Quantum Trost - Daniel Craig und Olga Kurylenko
© Sony Pictures

TV-Tipp für Donnerstag (5.3.): Daniel Craig dürstet nach einem Glas Wasser

Vox zeigt "Ein Quantum Trost"

"Ein Quantum Trost", Vox, 20:15 Uhr
James Bond (Daniel Craig) versucht, eine geheimnisvolle Organisation zu stoppen, die eine wertvolle Ressource eines Landes vernichten will. Zugleich will er den Tod seiner Geliebten rächen.

Der Einstand von Daniel Craig als neuem James Bond war mit "Casino Royale" im Jahr 2006 sowohl künstlerisch als auch kommerziell triumphal gelungen. Die Produzenten Barbara Broccoli und Michael Wilson wollten mit einem Film an den Erfolg anknüpfen, dessen Handlung - für einen 007-Thriller untypisch - direkt am Ende von "Casino Royale" einsetzt. Die Geschichte hatte nichts mehr mit einem Roman des 007-Erfinders Ian Fleming zu tun, man versah ihn lediglich recht sinnfrei mit dem Titel "Quantum of Solace" einer James Bond-Kurzgeschichte.

Drei Autoren schrieben das Drehbuch unter Zeitdruck, um vor dem angekündigten Streik der Drehbuchschreiber-Gewerkschaft fertig zu werden. Das Ergebnis war wenig befriedigend, so dass Regisseur Marc Forster ("World War Z") und Craig das laut dem Hauptdarsteller "bloße Gerippe" selbst noch während der Dreharbeiten andicken mussten - sicherlich keine ideale Ausgangsposition für ein 200 Millionen Dollar teures Projekt.

Die Wahl von Forster für das Megaphon war eine Überraschung gewesen: Weder hatte der Schweizer bis dahin ein Projekt dieser Größenordnung noch ansatzweise einen Thriller in Szene gesetzt. Der damals 38-Jährige war zudem der erste Filmemacher eines Bond-Opus, der nicht aus einem Commonwealth-Land stammt.

Die Columbia Pictures-Produktion wurde in Mexiko, Panama, Chile, Italien, Österreich and Wales sowie den Londoner Pinewood-Studios gedreht. Dass die Filmemacher die eigentlich in Bolivien spielenden Szenen in Chile drehten, führte zu einem öffentlichkeitswirksamen Protest eines Bürgermeisters. Bei den Dreharbeiten in Italien wurden zwei Stuntmen schwer verletzt.

Als "Quantum of Solace" 2008 in die Lichtspielhäuser kam, hatte Marc Forster gleich zwei 007-Rekorde aufgestellt: Mit nur 106 Minuten war der 22. James Bond-Film der kürzeste aller Zeiten und der mit den mit Abstand meisten Gewaltszenen. Das Werk ist eine brutale und atemlose Angelegenheit, die zärtliche Emotionen mit allzu hektisch geschnittenen Action-Szenen verquickt.

Die Kritiken waren gemischt, und nach dem grandiosen "Casino Royale" empfanden die Zuschauer die Fortsetzung als enttäuschend. Nichtsdestotroz wurde "Quantum of Solace" mit einem weltweiten Einspiel von 586 Millionen Dollar ein Riesenerfolg und erhielt für seinen Ton und für die rund 900 Spezialeffekte zwei Nominierungen für den Britischen Filmpreis.

Kritiker Steve Persall riet in "Tampa Bay Times": "Falls Sie die Handlung verwirrt, lehnen Sie sich einfach zurück und genießen die spannenden Action-Szenen!"



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