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ICH - einfach unverbesserlich
ICH - einfach unverbesserlich
© Universal Pictures International

TV-Tipp für Donnerstag (9.4.): Waisenmädchen schmelzen Superschurken

Vox zeigt "Ich - Einfach unverbesserlich"

"Ich - Einfach unverbesserlich", Vox, 20:15 Uhr
Als ein Superschurke (gesprochen von Oliver Rohrbeck, im Original von Steve Carrell) ein Trio von Waisenmädchen als Schachfiguren in einem großen Komplott missbraucht, stellt er fest, dass deren Liebe ihn langsam zum Besseren verändert.

Wenn man einem Novizen etwas anvertraut, birgt das natürlich auch immer ein gewisses Risiko: Wird der Neue der Aufgabe gewachsen sein? Als Universal Pictures 2008 bei der gerade mal ein Jahr zuvor gegründeten Tochterfirma Illumination Entertainment die 3D- und CGI-Produktion "Despicable Me" - "Verabscheuenswürdiges Ich", so der Originaltitel - in Auftrag gaben und ihr das Budget von 69 Millionen Dollar überantworteten, war das sicherlich nicht ganz ohne Risiko. In einem Markt mit Platzhirsch-Konkurrenz wie Disney, DreamWorks und Pixar musste man sich schon strecken, um beim inzwischen mit erstklassigen Animationsfilmen verwöhnten Publikum wahrgenommen zu werden. Zumal es auch das Spielfilmdebüt für die beiden Regisseure Pierre Coffin und Chris Renaud war.

Aber es hätte nicht besser laufen können. Das zeigt sich auch daran, dass es inzwischen zwei Fortsetzungen und mit "Minions" - die Helfershelfer von Superschurke Gru, die besondere Popularität erlangt haben - ein Spin-off gibt, die allesamt große Erfolge geworden sind.

Als "Despicable Me" 2010 auf die Leinwand kam, waren nicht nur die Kritiker begeistert, sondern auch das Publikum. Und wie! Mit weltweit 543 Millionen Dollar wurde der Zeichentrickfilm zum neunterfolgreichsten Film des Jahres - zwar hinter "Toy Story 3", "Shrek Forever After" und "Tangled" ("Rapunzel - Neu verföhnt"), aber noch vor "How to Train Your Dragon". Dazu wurde er sowohl bei den Golden Globes als auch bei den Britischen Filmpreisen als "Bester Animationsfilm" nominiert.

Das amerikanisch-französische Regie-Duo stibitzte ganz offensichtlich schwer bei der Konkurrenz wie Pixar und Warner Brothers' Looney Tunes, aber äußerst geschickt und setzte alles zu einem überraschend gedankenvollen, familienfreundlichen Genuss zusammen, der noch mit eigenen Überraschungen aufwartete.

Kritiker Jeff Beck schrieb im "Examiner": "Ich erwartete einen weiteren schlichten Kinderfilm mit ein paar Witzen und vielleicht einigen lauten Geräuschen, um die Kleinen bei Laune zu halten, aber zu meiner Überraschung war dieser Film viel mehr als das."



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