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Flucht ins 23. Jahrhundert - Michael York
Flucht ins 23. Jahrhundert - Michael York

TV-Tipp für Dienstag (14.4.): Michael York möchte älter werden

Kabel1 zeigt "Flucht ins 23. Jahrhundert"

"Flucht ins 23. Jahrhundert", Kabel1, 01:35 Uhr
In einem hermetisch abgeriegelten Lebensraum fristet der Rest der Menschheit nach der totalen Weltvernichtung ein Vergnügungsdasein, das laut Gesetz aber nur 30 Lebensjahre dauern darf.

1967 erschien der Roman "Logan's Run" der US-Autoren William F. Nolan and George Clayton Johnson. MGM sicherten sich die Verfilmungsrechte, doch über Jahre hing das Projekt in der Vorproduktion fest - hauptsächlich, weil keine überzeugende Drehbuchversion gelang. Erst David Zelag Goldman ("Straw Dogs") durchbrach den Bann - indem er von der Buchvorlage nicht viel mehr übrig ließ als die Ausgangssituation einer abgekapselten Stadt, in der die Bewohner früh getötet werden, um das ökologische Gleichgewcht zu halten. Aus rein pragmatischen Gründen wurde das Euthanasie-Alter von 21 Jahren im Roman auf 30 Jahre für den Film heraufgesetzt: So konnten mehr Schauspieler in Erwägung gezogen werden. Der englische Haupdarsteller Michael York war zum Beispiel bereits 33 Jahre alt.

Als 1975 die Dreharbeiten endlich starteten, hatten MGM keine Kosten und Mühen gescheut. Mit 7 Millionen Dollar wurde der US-Science Fiction-Film überdurchschnittlich teuer, und die Aufbauten der Stadt erstreckten sich über neun Bühnen in den MGM-Studios in Hollywood - bis dahin einer der größten Sets aller Zeiten. Das Investment lohnte sich. "Logan's Run" - so auch der Originaltitel der Verfilmung - wurde 1976 mit alleine 25 Millionen Dollar Umsatz auf dem Heimatmarkt trotz nur gemischter Kritiken ein Erfolg und half MGM wieder in die schwarzen Zahlen.

Der englische Regisseur Michael Anderson schuf einen visuell faszinierenden und provokativ unterhaltsamen Streifen, dessen Spezialeffekte überzeugen und mit einem Spezial-Oscar ausgezeichnet wurden. Nominiert waren zudem Kameramann Ernest Laszlo und die Bühnenbildner.

Ein Zuschauer urteilt: "Objektiv betrachtet sehen die Spezialeffekte dieses Films heute veraltet aus. Aber der Streifen hat einige erstaunliche Momente, wenn die Charaktere zum ersten Mal Angst, Einsamkeit und Liebe erfahren. Das Werk mag also zwar keine Spezialeffekte des heutigen Standards haben, dafür aber Handlung und Figurenentwicklung, die so vielen Blockbustern heute abgehen."



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