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3 Tage in Quiberon - Enge Freunde: Robert Lebeck (Charly Hübner) gelingen berührende Aufnahmen von Romy Schneider (Marie Bäumer)
© Prokino

TV-Tipp für Mittwoch (15.4.): Marie Bäumer ist zur Kur

Arte zeigt FreeTV-Premiere "3 Tage in Quiberon"

"3 Tage in Quiberon", Arte, 20:15 Uhr
Die Schauspielerin Romy Schneider (Marie Bäumer) gibt in einer Kurklinik zwei Journalisten (Robert Gwisdek und Charly Hübner) ihr letztes Interview.

Dieses deutsche Drama beruht auf wahren Begebenheiten: 1981 verbrachte die Schauspielerin Romy Schneider drei Tage mit einer Freundin in dem französischen Kurort Quiberon in der Bretagne, um sich zu erholen. Dabei gewährte sie Michael Jürgs und Robert Lebeck, einem Journalisten und einem Photographen des Magazins "Stern", ein Interview und Photoaufnahmen. Es sollte ihr letztes Interview vor ihrem Tod im folgenden Jahr mit nur 43 Jahren sein. Jürgs verarbeitete diese Begegnung 2008 zusätzlich zu seinem Buch "Der Fall Romy Schneider".

Regisseurin und Drehbuchautorin Emily Atef nutzt diese Begebenheiten wie ein Brennglas, das auf das Spannungsverhältnis einer Prominenten zwischer privater und öffentlicher Person fokussiert. Atef und ihre exzellente Hauptdarstellerin Marie Bäumer zeigen Romy Schneider real, beschädigt, offenherzig und sehr menschlich. Dieser wunderschön gefilmte Liebesbrief an eine Ikone untersucht zeitgemäß den schädlichen Star-Rummel und die Opfer, die er hinterlässt.

Gedreht wurde die Rohfilm Factory-Produktion vor Ort in der Bretagne und in Hamburg sowie auf der Ostseeinsel Fehmarn, wo das Haus des Gastes als das Hotel firmierte.

"3 Tage in Quiberon" erhielt 2018 gute Kritiken und wurde mit 289 000 Zuschauern ein Programmkino-Erfolg. Die Komponisten Christoph Kaiser und Julian Maas geweannen den Europäischen Filmpreis, für den Hauptdarstellerin Marie Bäumer nominiert war. Bei den Deutschen Filmpreisen war der Streifen der große Gewinner: Es gab Lolas für den Film, Regisseurin Emily Atef, Hauptdarstellerin Marie Bäumer, Nebendarstellerin Birgit Minichmayr, Nebendarsteller Robert Gwisdek, Kameramann Thomas Kienast sowie die Komponisten Kaiser und Maas. Nominiert waren noch Nebendarsteller Charly Hübner, die Maskenbildnerinnen und die Tontechniker.

Kritikerin Alexandra Heller-Nicholas schrieb in "4:3": "Der Film zeigt, dass kein Leben auf eine Handvoll Anekdoten oder ein vereinfachtes Medienbild reduziert werden kann, dem ein lebender, atmender Mensch kaum gerecht werden kann."



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