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TV-Tipp für Donnerstag (18.6.): Schöne Bescherung für Bruce Willis

Vox zeigt "Stirb langsam"

"Stirb langsam", Vox, 22:50 Uhr
Ein New Yorker Polizist (Bruce Willis) versucht seine Frau (Bonnie Bedelia) und weitere Geiseln zu befreien, die während einer Weihnachtsfeier von einem deutschen Terroristen (Alan Rickman) und seiner Bande in einem Hochhaus in Los Angeles gefangen genommen worden sind.

Viele Filme - darunter inzwischen vier eigene Fortsetzungen - haben versucht, der atemlosen Spannung dieses Meisterwerks nahezukommen und es nicht vermocht. "Die Hard" ist ein moderner Klassiker, der 2017 in das National Film Registry der US-Library of Congress als "künstlerisch, historisch oder ästhetisch bedeutsames Werk" aufgenommen wurde, um es der Nachwelt zu erhalten.

20th Century Fox hatten allerdings große Probleme, den US-Thriller überhaupt zu produzieren, denn reihenweise sagten ihnen Schauspieler wie Sylvester Stallone, Harrison Ford, Don Johnson, Richard Gere, Clint Eastwood und Burt Reynolds für die Hauptrolle ab. Die Verzweiflung muss groß gewesen sein, denn am Ende zahlten sie die erstaunliche Gage von 5 Millionen Dollar an einen Mimen, der bis dahin hauptsächlich durch die Fernsehserie "Moonlighting" ("Das Model und der Schnüffler") bekannt geworden war. Bruce Willis sollte seine Zusage nicht bereuen - "Die Hard" machte den damals 33-Jährigen zum Star. Dass Fox sich eines gewissen Risikos, einen relativ Unbekannten an die Spitze ihres 28 Millionen Dollar teuren Sommer-Blockbusters zu setzen, bewusst waren, zeigte die anfängliche Plakatwerbekampagne, bei der Willis' Gesicht nur ein Nebenaspekt war.

Für einen Akteur war "Die Hard" derweil tatsächlich sein Leinwanddebut: Der englische Theaterschauspieler Alan Rickman überzeugte als deutscher Gangster Hans Gruber - in der deutschen Fassung machte die Synchronisation aus den Kriminellen wie Hans und Karl indes Jack und Charlie und so weiter.

Regisseur John McTiernan, der sich Fox im Vorjahr mit seiner Regie zu dem Arnold Schwarzenegger-Horrorfilm "Predator" empfohlen hatte, drehte in und am gerade fertiggestellten Fox Plaza in Los Angeles, dem Verwaltungsgebäude von 20th Century Fox, in welchem - wie im Film zu sehen und entsprechend genutzt - einige Etagen noch nicht fertig gestellt waren. Das Drehbuch basierte auf dem Roman "Nothing Lasts Forever" von Roderick Thorp aus dem Jahr 1979.

Der handwerklich perfekte, mit enormen Aufwand produzierte rasante, harte, aber auch ironische Streifen wurde bei Kritik und Publikum 1988 zum Erfolg. Weltweit spielte er 140 Millionen Dollar ein. Da der Film unter anderem in den USA und Deutschland ("Ab 18 Jahren") für Jugendliche nicht freigegeben worden war, ein umso bemerkenswerteres Ergebnis.

"Die Hard" erhielt vier Oscar-Nominierungen: Für Schnitt, Visuelle Effekte, Ton und für den Schnitt der Toneffekte.

Ein Zuschauer schwärmt: "Der Film hat neue Standards im Action-Film gesetzt, die auch seither kaum erreicht worden sind. Die größte Errungenschaft des Streifens ist dabei wahrscheinlich, wie erfolgreich er die harten Action-Szenen mit Humor genau an den richtigen Stellen mischt, während Regisseur John McTiernan nie das Fuß vom Gaspedal nimmt."



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