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Die Erbin - Olivia de Havilland
Die Erbin - Olivia de Havilland

TV-Tipp für Montag (3.8.): Olivia de Havilland zum Gedenken

Arte zeigt "Die Erbin"

"Die Erbin", Arte, 20:15 Uhr
Eine junge Frau (Olivia de Havilland) verliebt sich in einen schönen Mann (Montgomery Clift), den ihr hartherziger Vater (Ralph Richardson) für einen Erbschleicher hält.

Am 26. Juli 2020 ist Olivia de Havilland im gesegneten Alter von 104 Jahren gestorben. Als Hommage an die US-Schauspielerin zeigt Arte heute Abend einen Höhepunkt ihres über 50-jährigen Schaffens, für den sie den Oscar und den Golden Globe als Hauptdarstellerin erhielt.

Den Grundstein für diesen Triumph legte die damals 32-Jährige selbst, denn nachdem sie das Stück "The Heiress" am Broadway gesehen hatte, war sie es, die Regisseur William Wyler ("Ben-Hur") vorschlug, eine Leinwandversion aus dem Stoff zu machen. Paramount Pictures kauften dem Autorenopaar Ruth und Augustus Goetz, die hier wiederum den Roman "Washington Square" von Henry James aus dem Jahr 1880 adaptiert hatten, für 250 000 Dollar die Verfilmungsrechte ab und engagierten das Duo auch als Drehbuchautoren.

Das in New York City spielende US-Drama wurde komplett für 2,6 Millionen Dollar in den Paramount-Studios in Hollywood gedreht. Wyler gelang eine intelligente und psychologisch eindringliche Charakterstudie, in der aus einem großartigen Ensemble die phantastisch agierende de Havilland noch herausragt.

"The Heiress" erhielt 1949 unisono hymnische Kritiken, wurde auch ein Publikumserfolg und erhielt neben dem Oscar für Olivia noch drei weitere für Komponist Aaron Copland, die Bühnenbildner und die Kostümbildnerinnen; nominiert waren noch der Film, Regisseur William Wyler, Nebendarsteller Ralph Richardson und Kameramann Leo Tover. Bei den Golden Globes waren noch Regisseur Wyler und Nebendarstellerin Miriam Hopkins nominiert. 1996 nahm die US-Library of Congress den Film als "kulturell, historisch oder ästethisch bedeutsames Werk" in das National Film Registry auf, um es der Nachwelt zu erhalten.

Ein Zuschauer lobt: "William Wyler's Film baut sich nach und nach auf. Wyler trifft in jeglicher Hinsicht jeden Ton mit der richtigen Dynamik und inszeniert dieses langsam ansteigende Drama perfekt. Jede Szene spricht mit einer passiv-aggressiven Geheimnisvollheit zum Zuschauer. Olivia de Havilland gebührt kolossales Lob für ihre bemerkenswerte Darstellung, die man vielleicht bis zum letzten Bild des Films noch gar nicht richtig einschätzen kann. Montgomery Clift's Leistung ist der ihren ebenbürtig."



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