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Die rechte und die linke Hand des Teufels - Terence...encer
Die rechte und die linke Hand des Teufels - Terence Hill und Bud Spencer
© 3L Filmverleih

TV-Tipps für Samstag (3.10.): Ein Abend mit Terence Hill und Bud Spencer

Kabel1 zeigt "Die rechte und die linke Hand des Teufels"

Am Abend des Tages der Deutschen Einheit sind zwei lieb gewonnene Gäste aus Italien auf Kabel1 zu Gast: Hintereinander können Spielfilm-Fans zwei frühe und beste Streifen von Terence Hill und Bud Spencer im Haupt- und Spätprogramm genießen.

"Die rechte und die linke Hand des Teufels", Kabel1, 20:15 Uhr
Ein bequemer Revolverheld (Terence Hill) und sein Pferde stehlender Bruder (Bud Spencer) beschützen eine Mormonen-Gemeinschaft vor einem Viehbaron (Farley Granger) und seinen Handlangern.

Terence Hill alias Mario Girotti und Bud Spencer alias Carlo Pedersoli hatten seit 1967 bereits vier Filme zusammen gedreht, allesamt Western. Doch diese italienischen Produktionen standen noch ganz im Zeichen des Mitte der Sechziger aufgekommenen Spaghetti-Westerns à la "Django", und die beiden Schauspieler agierten noch nicht als Duo. Mit "Die rechte und die linke Hand des Teufels" sollte das Subgenre stilvoll zu Grabe getragen werden, auch wenn das Regisseur und Drehbuchautor Enzo Barboni, der hier unter dem Namen E.B. Clucher arbeitete, zunächst gar nicht beabsichtigt haben mag.

"Lo chiamavano Trinità" (Sie nennen mich Trinità - so der Originaltitel) aus dem Jahr 1970 entwickelte sich dank der Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern und ihren Einfällen zu einer italienischen Komödie, die Schluss machte mit den Spaghetti Western, die mit ihrer zunehmenden Gewalttätigkeit und den immer gleichen Geschichten über Rache ermüdeten. Hill und Spencer brachten mit ihren Witzen und Prügeleien frischen Wind auf die Leinwände und trafen damit genau den Zuschauergeschmack. In Italien wurde der Streifen mit 8 Millionen Besuchern zum erfolgreichsten aller Zeiten und in Westdeutschland mit 5 Millionen Besuchern ein Riesenerfolg und der dritterfolgreichste Film des Jahres 1971 nach "Aristocats" und "Diamantenfieber". Für Terence und Bud war das Werk, das zu ihren allerbesten zählt, der Startschuss für rund eineinhalb Jahrzehnte teilweise gigantischer Erfolge.

Gedreht wurde in einem Tal in den italienischen Abruzzen und bei Almería im spanischen Andalusien, einem Standarddrehort für Western und Abenteuerfilme auch aus Hollywood.

Ein Zuschauer schwärmt: "Eine witzige Komödie mit dem fabelhaften Duo Terence Hill und Bud Spencer. Ein Film, der gute Laune macht, anspruchslos ist - und die einfachen Scherze landen immer wieder."



"Vier Fäuste für ein Halleluja", Kabel1, 22:35 Uhr
Zwei gesetzlose Brüder (Terence Hill und Bud Spencer), die sich als US-Geheimagenten ausgeben, geraten mit einer Bande von Waffenschmugglern aneinander.

Nach dem gigantischen Erfolg von "Lo chiamavano Trinità" ("Die rechte und die linke Hand des Teufels"), der 1970 zum erfolgreichsten Film aller Zeiten in Italien geworden war, schoben West Film sofort diese Fortsetzung hinterher, die sowohl im Originaltitel "Continuavano a chiamarlo Trinità" ("Sie nennen mich immer noch Trinità") als auch in der Handlung direkt an den Vorgänger anknüpft. Hinter der Kamera stand mit Regisseur und Drehbuchautor Enzo Barboni, der als E.B. Clucher firmierte, wieder der Künstler, dem mit der Paarung Mario Girotti alias Terence Hill und Carlo Pedersoli alias Bud Spencer und dem Kniff, dem Spaghetti-Western eine komödiantische Wendung zu geben, ein Geniestreich gelungen war.

Mit "Continuavano a chiamarlo Trinità" gelang es dem Filmemacher, den kreativen Geistesblitz ein zweites Mal in der cineastischen Flasche einzufangen. Noch komödiantischer als der Vorgänger unterhält diese italienische Komödie aus dem Jahr 1971 mit einer Fülle von Gags und Sprüchen. Letztere kamen allerdings häufig auch erst durch die "Ulk-Synchronisation" in der Regie von Rainer Brandt dazu, die dieser für die Wiederaufführung des Streifens 1982 in Westdeutschland angefertig hatte. Die für die Uraufführung 1972 in der Bundesrepublik angefertige Synchronisation hatte mit Hartmut Reck für Terence Hill und Wolfgang Hess für Bud Spencer zwei andere Sprecher und weniger alberne Sprüche aufgewiesen. Bei der neuen Fassung, die dann auch im Fernsehen gezeigt werden sollte, sprachen Thomas Danneberg - der zum Standardsprecher von Hill geworden war - und Arnold Marquis.

Das in den Filmstudios in Rom und in Campo Imperatore in den Abruzzen gedrehte Werk übertraf den Erfolg des Vorgängers noch, wurde zum Giga-Hit und ist seitdem der bekannteste Streifen des Duos Hill und Spencer. In Italien entthronte es mit 14,5 Millionen Zuschauern "Die rechte und die linke Hand des Teufels" als erfolgreichster Film aller Zeiten, und in Westdeutschland kam "Vier Fäuste für ein Halleluja" auf unglaubliche 11 Millionen Zuschauer und wurde zum erfolgreichsten Streifen des Jahres vor "The Godfather" ("Der Pate"), der mit 5 Millionen verkauften Karten dagegen verblasste.

Ein Zuschauer urteilt: "Selten schaffen es Fortsetzungen mit einem größeren Budget, mit dem Original mitzuhalten, aber hier gelingt es. Der erste Film drehte den Western-Konventionen eine lange Nase und war schreiend komisch. Erstaunlicherweise gelingt es Enzo Barboni hier, die beiden Protagonisten durch noch witzigere Bredouillen mit einem ebenso komischen Resultat zu schicken. Insbesondere die Szene im Restaurant ist fabelhaft."



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