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(500) Days of Summer - Tom Hansen (Joseph...anel)
(500) Days of Summer - Tom Hansen (Joseph Gordon-Levitt) und Summer Finn (Zooey Deschanel)
© 20th Century Fox

TV-Tipps für Samstag (13.2.): Zooey Deschanel tanzte nur zwei Sommer

RTL2 zeigt "(500) Days of Summer"

Am Samstagabend dominieren vier Dinge für Spielfilm-Fans: RTL2, US-Liebeskomödien, Joseph Gordon-Levitt und Zahlen im Titel. Los geht es mit Zooey Deschanel als pixie manic dream girl in "(500) Days of Summer" im Hauptprogramm, direkt gefolgt von Julia Stiles und "10 Dinge, die ich an dir hasse" im Spätprogramm.

"(500) Days of Summer", RTL2, 20:15 Uhr
Ein Mann (Joseph Gordon-Levitt) verliebt sich in eine Frau (Zooey Deschanel), die nicht an die wahre Liebe glaubt.

Eine einfache Geschichte, aber nonlinear erzählt, intelligent und unkonventionell, dabei erfrischend ehrlich und vollkommen bezaubernd. Dass diese US-Komödie die erste - vermeintlich - wahre Liebe und das unvermeidliche Herzeleid so wunderbar authentisch einfängt, mag auch daran liegen, dass Drehbuchautor Scott Neustadter ("The Disaster Artist") hier seine eigene (Liebes)Geschichte verarbeitet hat. Das wie stets mit seinem Skriptpartner Michael Weber geschriebene Drehbuch wurde für den Writers Guild Award nominiert.

Regisseur Marc Webb ("Begabt") erweckte die Wörter in der Independent-Produktion, die er vor Ort in Los Angeles für 7,5 Millionen Dollar drehte, mit vielen filmischen Einfällen wie Animationen, Musical-Nummern und Split Screen einfallsreich zum Leben.

"(500) Days of Summer" feierte 2009 einen verheißungsvollen Start auf dem Sundance Film Festival, wo er eine Stehende Ovation erhielt, und konnte dann sowohl Kritiker als auch die Zuschauer ebenso für sich einnehmen. Am Ende hatte der Streifen weltweit 60 Millionen Dollar eingespielt und zwei Golden Globe-Nominierungen als "Bester Film" und für Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt erhalten.

Kritikerin Hannah Ryan schrieb in "Screen Queens": "Der Film erzählt eine faszinierende und nachempfindbare Geschichte von den Schwierigkeiten und den Freuden, die jede Beziehung mit sich bringt, dient aber auch als schonungslose Warnung für all die jungen Romantiker, was passieren kann, wenn man sich ver- und entliebt."



"10 Dinge, die ich an dir hasse", RTL2, 22:05 Uhr
Ein neuer Mitschüler (Joseph Gordon-Levitt) verliebt sich an einer High School in ein besonders beliebtes Mädchen (Larisa Oleynik), das sich aber nur verabreden darf, wenn die ältere Schwester (Julia Stiles) auch einen Verehrer gefunden hat.

Das Genie von William Shakespeare wird einem wieder einmal bewusst, wenn man sich vergegenwärtigt, dass dieser US-Komödie aus dem Jahr 1999, die an einer amerikanischen High School spielt, seine Komödie "The Taming of the Shrew" ("Der Widerspenstigen Zähmung") vom Ende des 16. Jahrhunderts zugrunde liegt! Uralt, und doch zeitlos - und immer noch unterhaltsam, wie das Drehbuchautorenduo Karen McCullah und Kirsten Smith ("Die nackte Wahrheit") und Regisseur Gil Junger ("Denke wie ein Hund") mit ihrer unerwartet intelligenten Adaption beweisen, die dazu noch von den starken (Jung)Darstellern profitiert. Julia Stiles, Joseph Gordon-Levitt und Heath Ledger feierten hier im Jahr 1999 allesamt ihren Durchbruch.

Die 16 Millionen Dollar teure Walt Disney-Produktion wurde vor Ort in und um Seattle im US-Bundesstaat Washington und dort besonders in der Stadium High School in Tacoma gedreht.

"10 Things I Hate About You" erhielt gute Kritiken und spielte weltweit 53 Millionen Dollar ein. 2009 und damit genau zehn Jahre später brachten Regisseur Junger und die Autorinnen McCullah und Smith für ABC die gleichnamige TV-Serie auf den Bildschirm, die es auf nur eine Staffel brachte.

Kritiker Scott Tobias schrieb in "AV Club": "Skurril, einfallsreich und überbordend mit schlauen visuellen Gags und schillernden Nebenfiguren, nutzt der Film Shakespeare als ein Sprungbrett, um sich spielerisch über eine Gesellschaft lustig zu machen, die nicht weiß, was sie mit einer starken Frau anfangen soll."



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