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Begegnung - Celia Johnson und Trevor Howard
Begegnung - Celia Johnson und Trevor Howard

TV-Tipp für Montag (3.5.): Celia Johnson und Trevor Howard begegnen sich flüchtig

Arte zeigt "Begegnung"

"Begegnung", Arte, 20:15 Uhr
Eine verheiratete Frau (Celia Johnson) geht eine Affaire mit einer ebenfalls verheirateten Zufallsbekanntschaft (Trevor Howard), die sie an einem Bahnhof getroffen hat, ein.

Wenn Kritiker oder Zuschauer in Großbritannien nach den besten britischen Filmen aller Zeiten gefragt werden, ist dieses Drama aus dem Jahr 1945 immer ganz vorne dabei. "Brief Encounter" wurde bei seiner Premiere von der Presse gefeiert und ein Publikumserfolg und hat bis heute nichts an seiner Statur eingebüßt, selbst wenn die für die Handlung wichtige zugrunde liegende öffentliche Moral jener Zeit, die geschiedene Frauen verdammte, heute befremdlich wirken mag.

Was nur allzu vertraut und lebensecht wirkt, sind die Mechanismen einer außerehelichen Beziehung - Zweifel, Leidenschaft, Gewissensbisse, Heimlichkeiten, Ängste, die Regisseur und Drehbuchautor David Lean ("Lawrence of Arabia") mit bewegendem Feingefühl einfängt und die der australische Kameramann Robert Krasker stimmungsvoll bebildert. Und natürlich steht und fällt so ein kammerspielartiger Streifen auch mit den Hauptdarstellern, und Celia Johnson und Trevor Howard liefern überragende Leistungen in ihrem nuancierten Spiel ab. Ein Herz zerreißendes, wundervoll unaufgeregtes Werk, menschlich, allzu menschlich.

Grundlage war das Theaterstück "Still Life" von Noel Coward aus dem Jahr 1936, das als Einakter nur etwa eine halbe Stunde dauerte. Lean öffnete das Stück, das nur in dem Bahnhofsrestaurant spielt, geschickt um Szenen, deren Handlungsorte auf der Bühne lediglich erwähnt wurden, und einige vollständig neu erfundene. Gedreht wurde im Bahnhof von Carnforth in der Grafschaft Lancashire und in den Denham Film Studios in der Grafschaft Buckinghamshire und deren Umgebung.

Auf den Filmfestspielen von Cannes wurde "Brief Encounter" 1946 als "Bester Film" mit dem "Großen Preis des Festivals" ausgezeichnet. Ein Jahr darauf wurden Regisseur David Lean, sein Drehbuch und Hauptdarstellerin Celia Johnson für den Oscar nominiert.

Ein Zuschauer schwärmt: "Das ist kein Film, nachdem man das Kino beschwingt oder hoffnungsfroh verlässt. Und trotz allem ist das Werk eines der emotional aufwühlendsten, das ich je erlebt habe. Der Film strömt reine Schönheit aus - Liebe und Scham, Hoffnung und Vergeblichkeit. Ein ungeheures Kunstwerk, von dem ich dankbar bin, es gesehen zu haben."




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