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Terminator: Genisys - Arnold Schwarzenegger
Terminator: Genisys - Arnold Schwarzenegger
© Paramount Pictures Germany

TV-Tipp für Freitag (16.7.): Arnold Schwarzenegger ist schon wieder zurück

Pro7 zeigt "Terminator - Genisys"

"Terminator - Genisys", Pro7, 23:20 Uhr
Als John Connor (Jason Clarke), der Anführer des menschlichen Widerstands, Seargent Kyle Reese (Jai Courtney) zurück ins Jahr 1984 schickt, um Sarah Connor (Emilia Clarke) zu beschützen, führt eine unerwartete Wendung zu einer alternativen Zeitachse.

Die Inhaltsangabe dieses US-Science Fiction-Films zeigt es bereits an: Hier muss man als Fan der "Terminator"-Reihe Platz nehmen, denn ansonsten dürfte man kaum Chancen haben, die komplizierte Zeitreisengeschichte, die in sieben verschiedenen Zeitebenen spielt, zu verstehen. Vorwissen ist hier Voraussetzung. Nicht jeder Kritiker wollte das akzeptieren. Die Rezensionen fielen schlecht aus, weil für manchen Betrachter dies nur noch ein Kuddelmuddel darstellte.

Aber es zeigte sich: Es gab 2015 genügend Zuschauer, die Lust auf eine fünfte Fortschreibung der seit 1984 laufenden Saga hatten. Mit weltweit 440 Millionen Dollar Umsatz wurde die 155 Millionen Dollar teure Produktion ein großer Erfolg. Das Einspiel war das zweithöchste der Reihe hinter dem allmächtigen "Terminator 2: Judgment Day" und damit auch das zweithöchste in der Karriere des österreichischen Hauptdarstellers Arnold Schwarzenegger, der nach seinem Ausflug in die Politik erstmals seit zwölf Jahren wieder seine berühteste Rolle übernommen hatte.

Dennoch hielt sich das "Terminator"-Fieber in Grenzen, weil das Ergebnis auf dem Heimatmarkt mit nur 90 Millionen Dollar bescheiden ausgefallen und der Streifen daher als "gefühlter Flop" wahrgenommen wurde - und zumindest einige der Akteure auch keine Lust hatten, einen weiteren Teil in Angriff zu nehmen. "Er hatte keinen Spaß bei den Dreharbeiten", sagte Hauptdarstellerin Emilia Clarke über ihren Regisseur Alan Taylor, den sie von den "Game of Thrones"-Dreharbeiten kannte. "Keiner hatte Spaß."

Ursprünglich sollte "Terminator Salvation" im Jahr 2009 der Auftakt für eine zweite "Terminator"-Trilogie werden, doch die Insolvenz von Halcyon Company, denen die Rechte an den Charakteren gehörten, sorgten für eine Verzögerung. Halcyon verkauften die Rechte, die schließlich bei Paramount Pictures landeten. Diese wollten mit Regisseur Justin Lin arbeiten, der aber "Fast & Furious 6" den Vorzug gab. So kam Taylor mit der Empfehlung von "Thor: The Dark World" zum Zuge.

Die Drehbuchautoren Laeta Kalogridis ("Alita: Battle Angle") und Patrick Lussier schrieben ein Drehbuch, dass an die ersten beiden Teile anknüpfte und die folgenden beiden ignorierte. Es ging also sozusagen "back to the James Cameron roots", und "Terminator Genisys" fungierte wieder als Reboot der Reihe. Gedreht wurde in New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana und in San Francisco im US-Bundesstaat California. In der Nachproduktion arbeiteten sechs Firmen an 1200 visuellen Effekten. Während der Dreharbeiten waren aber auch klassische Spezialeffekte wie prothetische Masken und Puppen zum Einsatz gekommen.

"Terminator Genisys" kommt an die ersten beiden Meisterwerke der Reihe nicht heran, ist aber unterhaltsam und profitiert von Schwarzenegger's Rückkehr.

Kritiker Bernhard Boo schrieb in "Way Too Indie": "Der Film ist eine Brücke in die Zukunft, indem er das Gefühl, wenn auch nicht die Großartigkeit der ersten beiden Teile einfängt und das Fundament für eine völlige Abweichung von der alten Mythologie in kommenden Teilen legt."



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