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Reminisence: Die erinnerung stirbt nie
Reminisence: Die erinnerung stirbt nie
© Warner Bros.

US-Filmstarts: Quartett fordert den "Free Guy"

Hugh Jackman erinnert sich in "Reminiscence"

Sommerloch? Von wegen! Studios und Verleiher trotzen dem sonst so lauen Kino-August und auch den steigenden Delta-Covid-Zahlen und bringen ab heute gleich vier neue Streifen auf die nordamerikanischen Leinwände. Doch keinem aus dem Quartett trauen Analysten die Charts-Spitze zu, und so bliebe ironischer Weise ausgerechnet im Angesicht so viel neuer Konkurrenz der amtierende Champ im Sattel.

Für die 20th Century-Komödie "Free Guy" mit Ryan Reynolds, der am vergangenen Wochenende mit 28 Millionen Dollar über den Erwartungen einstieg und inzwischen 37 Millionen Dollar eingesammelt hat, rechnen Branchenkenner am zweiten Wochenende mit bis zu 15 Millionen Dollar, was knapp zur Titelverteidigung in den Top Ten reichen könnte.

Auf 3500 Leinwänden, aber nicht exklusiv, debutiert "Reminiscence". Mit diesem Kriminalfilm gibt Lisa Joy, die Produzentin der TV-Serie "Westworld", ihr Regiedebut. Warner Brothers Pictures zeigen auch diese 68 Millionen Dollar teure Produktion mit Hugh Jackman und Rebecca Ferguson zeitgleich im Internet auf HBO Max. Dies und die nur gemischten Kritiken haben die Erwartungen auf ein Premierenwochenende in Höhe von nur höchstens 8 Millionen Dollar gedämpft.

Der härteste Konkurrent von "Free Guy" könnte daher ein Film sein, von dem man es wahrscheinlich am wenigsten vermutet hätte - auch weil er genauso unvermutet die besten Kritiken des Quartetts aufweist: "PAW Patrol - The Movie". Der Ableger der seit 2013 laufenden kanadischen TV-Serie und der unvermeidlichen Merchandise-Welle ist von Carl Brunker ("Operation: Nussknacker 2") und Regiedebutant Andrew Hickson inszeniert worden. Paramount Pictures starten den Animationsstreifen in 2771 Lichtspielhäusern und zeitgleich auf Paramount+, und erwartet werden bis zu 15 Millionen Dollar.

In 2577 Spielstätten starten Lionsgate Films "The Protege". Der Thriller des neuseeländischen Regisseurs Martin Campbell ("The Foreigner") mit Maggie Q und Michael Keaton hat erste freundliche Kritiken erhalten. Mehr als 7 Millionen Dollar trauen Analysten dem Werk dennoch nicht zu. In Deutschland ist gar nur eine Disc-Premiere geplant.

Noch mehr unter dem Radar - auch aufgrund einer nonexistenten Werbekampagne - ist bisher "The Night House" geflogen. Und so droht Branchenkennern zufolge das gleiche Schicksal: Trotz guter Kritiken für den Searchlight Pictures-Produktion, die bereits im Januar 2020 auf dem Sundance Filmfestival lief, scheinen für den Horrorfilm von David Bruckner ("The Ritual") und mit Rebecca Hall nicht mehr als 6 Millionen Dollar in 2240 Filmtheatern zum Debut drin zu sein.


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