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Forrest Gump - Tom Hanks
Forrest Gump - Tom Hanks
© Universal Pictures Germany

TV-Tipp für Mittwoch (3.11.): Tom Hanks rennt und rennt und rennt

Kabel1 zeigt Meisterwerk "Forrest Gump"

"Forrest Gump", Kabel1, 20:15 Uhr
Der unterbelichtete Forrest Gump (Tom Hanks) beeinflusst unwissentlich einige Momente der US-Historie der sechziger und siebziger Jahre, während er vergeblich auf eine Beziehung zu seiner wahren Liebe (Robin Wright) hofft.

"Hi, I'm Forrest. Forrest Guuu-uump." Kaum ein Zuschauer weltweit, der 1994 nicht Tom Hanks' unverwechselbare Intonation imitierte. Und auch das "Leben als Pralinenschachtel" ging schnell ins kulturelle Gedächtnis über. Kein Wunder, denn diese US-Komödie war ein gigantischer Erfolg. In den USA und Deutschland der erfolgreichste Film des Jahres, weltweit nur übertroffen von "The Lion King". Produziert für 55 Millionen Dollar, setzte die Paramount Pictures-Produktion 678 Millionen Dollar um, und der Glanz färbte auch auf den Soundtrack ab, der allein in den USA 12 Millionen Mal verkauft wurde.

Dabei waren die Kritiken nicht so enthuasiastisch wie die Reaktion der Zuschauer, die den Streifen und insbesondere die Titelfigur schnell ins Herz schlossen. Die - wenn vielleicht auch nur unterschwellige - Botschaft des Meisterwerks von Regisseur Robert Zemeckis und Drehbuchautor Eric Roth ("A Star Is Born"), der sein Skript lose auf dem gleichnamigen Roman von Winston Groom aus dem Jahr 1986 fußen ließ, war und ist umstritten. Einige gingen so weit, den Film als "faschistisch" zu bezeichnen, andere sahen in ihm zumindest eine Glorifizierung des konservativen Amerika und eine Verhöhnung der durch Robin Wright's Figur repräsentierten Gegenkultur, die am Ende für ihr Abweichen vom Weg der "schweigenden Mehrheit" mit AIDS bestraft werde. Die Kinogänger interessierte diese Lesart wenig, sie genossen die Süße und den Charme des übermäßig sentimentalen Streifens, der sich oftmals wahrer Tiefe und universeller Wahrheit nähert.

Und alle staunten über den inzwischen erreichten Stand der Computertechnik: Dass Hanks mit Hilfe von - damals noch - BlueScreen-Technik so nahtlos auf einmal in historischen Aufnahmen an der Seite von John F. Kennedy und Richard Nixon auftauchte oder Gary Sinise nur noch ein Bein hatte, war der herausragenden Arbeit von Ken Ralston und seinem Team bei Industrial Light & Magic zu verdanken.

Obwohl der Film im US-Bundesstaat Alabama spielt, wurde hauptsächlich in Georgia, North Carolina und South Carolina gedreht, aber auch in Washington D.C., Kalifornien, Montana, Utah, Maine und Arizona.

In der Preisverleihungssaison 1994/95 war "Forrest Gump" der große Gewinner. Bei den Academy Awards erhielten der Film, Regisseur Robert Zemeckis, Drehbuchautor Eric Roth, Hauptdarsteller Tom Hanks, Cutter Arthur Schmidt und das Spezialeffekte-Team den Oscar; nominiert waren zudem Nebendarsteller Gary Sinise, Kameramann Don Burgess, Komponist Alan Silvestri, die Ausstattung, die Maske, der Ton sowie der Schnitt der Toneffekte. Bei den Golden Globes gewannen der Film, Regisseur Zemeckis und Hauptdarsteller Hanks; nominiert waren Drehbuchautor Roth, Nebendarstellerin Robin Wright, Nebendarsteller Sinise und Komponist Silvestri. Bei den Britischen Filmpreisen wurden die Spezialeffekte prämiert; nominiert waren der Film, Regisseur Zemeckis, Drehbuchautor Roth, Hauptdarsteller Hanks, Nebendarstellerin Sally Field, Kameramenn Burgess und Cutter Schmidt.

2011 nahm die US-Library of Congress "Forrest Gump" als "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsames Werk" ins National Film Registry auf, um es der Nachwelt zu erhalten.

Eine Zuschauerin meint: "Das ist ein gewaltiger und zugleich charmanter Film. Witzig wegen seiner Spezialeffekte und so tiefgründig, dass man noch lange über ihn nachdenkt. Ich finde Forrest's Einfalt fast zen-artig - im Moment lebend und keine besonderen Bedürfnisse und Wünsche habend, anders als seine geliebte Jenny. Wir lieben unsere Katzen und Hunde dafür, dass sie ganz im jeweiligen Moment sind, während uns ironischerweise unser Intellekt und unsere Sehnsüchte unglücklich machen, weil wir uns bewusst sind, was alles fehlt. Der Film fragt, ob alles vorher bestimmt ist oder zufällig passiert oder eine Kombination aus beidem ist. Und als Zuschauer kann man noch lange nach Ende des Streifens darüber sinnieren."



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