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Tod auf dem Nil - Gal Gadot und Emma Mackey
Tod auf dem Nil - Gal Gadot und Emma Mackey
© 20th Century Fox

Kinocharts USA (11. - 13.2.): SuperBowl gewinnt das Wochenende

"Death on the Nile" schwimmt mühsam oben

Weder "Death on the Nile" noch "Marry Me" oder "Blacklight" haben das Kinowochenende gewonnen, sondern der SuperBowl. Offenkundig blieben die meisten Zuschauer doch zuhause vor ihren Fernsehern, um das größte Sportereignis des Jahres anzuschauen. Somit hat sich der Mut der Verleiher, gegen den TV-Giganten mit drei größeren Premieren anzustinken, nicht bezahlt gemacht.

Das einzig Positive: Die mageren 12 Millionen Dollar, die "Death on the Nile" in 3280 Lichtspielhäusern umsetzte, reichten zur Übernahme der Tabellenführung in den Charts. Der Kriminalfilm von und mit Kenneth Branagh, der gemischte Kritiken erhalten hat, bleibt so weit hinter den 28 Millionen Dollar zurück, die Branagh's erste Agatha Christie-Adaption "Murder on the Orient-Express" im Jahr 2017 zum Start aufgerufen hatte. Das Problem für 20th Century Studios: Das Budget ist für diese mit zwei Jahren Pandemie-Verzögerung angelaufene Neuverfilmung mit 90 Millionen Dollar wesentlich höher als beim Vorgänger und dessen 55 Millionen Dollar - die schwarzen Zahlen können nur noch durch ein gutes Auslandsgeschäft erreicht werden. Am Startwochenende kommen aus dem Ausland 20 Millionen Dollar, so dass das aktuelle weltweite Gesamteinspiel bei 32 Millionen Dollar liegt.

Silber geht an Ex-Tabellenführer "Jackass Forever", der den SuperBowl besonders zu spüren bekam. Im Wochenendvergleich gingen der Komödie minus 65 Prozent Zuschauer verloren - kein Wunder, dürfte die Zielgruppe der Paramount Pictures-Produktion doch ziemlich deckungsgleich mit dem SuperBowl-Publikum sein. Am zweiten Wochenende kam der fünfte "Jackass"-Part auf 8 Millionen Dollar in 3653 Spielorten, womit das Johnny Knoxville-Werk knapp vor Debutant "Marry Me" der meistgezeigte Streifen Kanadas und der USA bleibt. Die 10 Millionen Dollar teure Produktion steht nun bei insgesamt 37 Millionen Dollar. Aus dem Ausland kommen derzeit 10 Millionen Dollar für ein weltweites Einspiel von 47 Millionen Dollar hinzu.

Ganz knapp hinter "Jackass Forever" mit ebenfalls 8 Millionen Dollar, geschlagen um lediglich 50 000 Dollar, stieg "Marry Me" auf dem dritten Platz ein. Die Komödie mit Jennifer Lopez startete mit einem Jahr Pandemie-Verzug in 3642 Kinos zum Klang gemischter Kritiken. Die 23 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion, die zeitgleich im Internet auf Peacock gestartet ist, kommt im Ausland auf die gleiche Summe mit 8 Millionen Dollar.

Gebeutelt von den miesesten Kritiken seiner Karriere und der Football-Überschneidung schafft es Liam Neeson mit "Blacklight" nur auf Rang fünf mit 3 Millionen Dollar. Da die Independent-Produktion, die Briarcliff-Entertainment in 2772 Spielorte verliehen hat, immerhin 43 Millionen Dollar gekostet hat, ist ein Mega-Flop besiegelt. Der Thriller ist im Ausland noch nicht gestartet.

Gut laufen derweil noch der Columbia-Fantasy-Film "Spider-Man: No Way Home" mit Tom Holland und 759 Millionen Dollar in neun Wochen; der Universal-Animationsstreifen "Sing 2" mit der Stimme von Reese Witherspoon und 143 Millionen Dollar in acht Wochen sowie der Paramount-Horrorfilm "Scream" mit Neve Campbell und 73 Millionen Dollar in fünf Wochen.


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