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Robert Downey Jr. wegen Depressionen in der Psychiatrie

Schauspieler wies sich selbst ein

Für Robert Downey Jr. ("Wonder Boys") sind die letzten Wochen zu viel gewesen. Die Verhaftung am 25. November in einem Hotel in Palm Springs wegen Drogenbesitzes, die Aussicht auf möglicherweise knapp sieben Jahre Gefängnis und das Zusammenbrechen seines so verheißungsvoll angelaufenen Comebacks haben dem Schauspieler verständlicherweise arg zugesetzt.

Downey Jr hat sich daher Freitag voriger Woche selbst in die psychiatrische Abteilung des Cedars-Sinai Medical Center in Beverly Hills eingewiesen und blieb dort über das Wochenende bis Sonntag. Grund für diesen Schritt sollen Depressionen des Darstellers gewesen sein, der vor längerer Zeit als manisch-depressiv diagnostiziert worden war und in der Vergangenheit schon unter Beobachtung gestellt wurde, um einen Selbstmord auszuschließen.

Die Polizei von Palm Springs gab jetzt bekannt, daß sie vorgeschlagen habe, Robert in zwei Punkten eines Verbrechens, des Besitzes der Drogen Kokain und Valium - die Beamten hatten 16 Pillen der Marke "Diazepam" in einem Fläschchen im Hotelzimmer des Mimen aufgestöbert -, und in einem Punkt wegen des Vergehens der Einnahme von Drogen anzuklagen. Sue Steding, die Bezirksstaatsanwältin von Riverside County, teilte mit, daß die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, in welchen Punkten man Anklage erheben werde, nächste Woche fallen werde. Die Anhörung von Downey Jr ist für den 27. Dezember in Indio angesetzt.

Bitter ist für den 35jährigen, daß sein Rückfall ein vielversprechendes Comeback zunichte macht. Zwar wird der Darsteller die vertraglich festgelegten letzten beiden Folgen seines auf zehn Episoden angelegten Engagements bei der Fernsehserie "Ally McBeal" noch beenden, aber anderen Produzenten ist er nun ein zu großes Risiko, und wegen seiner völlig unklaren Zukunft ist es auch nicht möglich, mit ihm zu planen. So zerbrachen gleich mehrere Karriereleitersprossen.

Eine Woche vor seiner Verhaftung hatte Produzent Brian Grazer ("Der Grinch"), der Downey Jr vergangenes Jahr auch eine Rolle in seinem "Bowfingers große Nummer" verschafft hatte, einen Part in Ron Howards Drama "A Beautiful Mind" angeboten. "Ich hatte immer gesagt, daß, wenn er aus dem Gefängnis käme, ich ihn wieder engagieren würde", erzählte Grazer in einem Interview. "Dann ergab sich diese wunderbare Gelegenheit. Aber jetzt wäre es einfach zu schwierig, ein so großes Filmprojekt von ihm abhängig zu machen."

Auch mit der geplanten Teilnahme an "Basic Instinct 2" wird es nichts, wie dessen Star Sharon Stone ("Simpatico") verriet. Die Verhandlungen mit MGM über einen Part sind wegen der rechtlichen Ungewißheit um den Star abgebrochen worden. Und da aller schlechten Dinge drei sind, wird Robert auch nicht wie angenommen in der Columbia Pictures-Komödie "America's Sweethearts" mitwirken, die ab dem 10. Januar gedreht werden wird.

Einzig Mel Gibson ("Der Patriot") hält noch zu seinem Kollegen. Allerdings hängt bei ihm auch kein millionenschwerer Film an Robert, sondern nur ein Theaterstück. Gibson wollte Downey Jr im Januar in Los Angeles als "Hamlet" inszenieren. Man sah die beiden kürzlich noch zusammen essen, und Mel meinte zur Presse: "Wissen Sie, er war mit dieser Ally McBeal-Geschichte beschäftigt, so haben wir das Stück verschoben, und es wird irgendwann kommen, wenn es paßt. Er ist großartig, er wird es packen."



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