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Opfer der Zensur

Vietnamesische Behörden verbieten Aufführung der "Blechtrommel"

Auch 19 Jahre nach seiner Entstehung führt Volker Schlöndorffs Die Blechtrommel immer mal wieder zu Diskussionen.

So geschehen am Freitag im kommunistischen Vietnam, wo die Aufführung des 1980 mit dem Oscar ausgezeichneten Spielfilms von der Zensurbehörde verboten wurde. Schlöndorffs Film sollte ein internationales Filmfestival in Hanoi eröffnen, eine hochrangige Kommission von Regierungsmitgliedern beschloß jedoch, das Werk sei ungeeignet für vietnamesische Zuschauer. Grund: Einige Sex-Szenen könnten die Zuschauer auf dumme Gedanken bringen. Die vietnamesische Forderung, den Film um etwa zwei Minuten zu kürzen, hatten deutsche Stellen zuvor abgelehnt. Regisseur Schlöndorff, der sich selbst in Vietnam aufhält, wird nun sein Werk nur im privaten Rahmen im Goethe-Institut in Hanoi aufführen dürfen. Neben der "Blechtrommel" fielen auch der mit dem Oscar gekrönte tschechische Film "Kolya" und der australische Streifen "Floating Life" der Zensur zum Opfer.



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