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Der Rote Kakadu (2006)

Deutsches Drama: Eine Liebesgeschichte im Sommer 1961, dem Jahr des Berliner Mauerbaus. Lebenshunger, Liebe, Rock ‘n’ Roll – und nicht zuletzt die legendäre Dresdner "Kakadu-Bar" stehen im Mittelpunkt des FilmsUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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DDR, April 1961. Siggi (Max Riemelt) kann zeichnen und er hat einen Traum: Er möchte Bühnenbild an der Theaterhochschule studieren. Vier Monate vor Mauerbau kommt er nach Dresden, um am dortigen Theater als Kulissenmaler zu arbeiten. Wohnen kann er bei Tante Hedy (Ingeborg Westphal), die auch am Theater ist.
An einem sonnigen Frühlingsnachmittag sieht Siggi im Park junge Leute Rock ‘n’ Roll tanzen. Etwas abseits steht Luise (Jessica Schwarz), die sich das Ganze lächelnd ansieht. Plötzlich stürmen von allen Ecken Stasi-Leute in Zivil und Volkspolizisten mit gezogenen Gummiknüppeln heran. Der Kofferplattenspieler, die Singles, alles geht unter den Stiefeln der wahllos prügelnden Vopos zu Bruch. Luise und Siggi können knapp entkommen. Kurz darauf stoßen sie auf Wolle (Ronald Zehrfeld), Luises Mann. Für den Abend verabreden sich die drei im "Roten Kakadu". Der "Rote Kakadu", das ist das Tanzlokal in Dresden. Es ist so schick, dass Siggi in seinem Regenmantel vom Türsteher gar nicht erst reingelassen wird. Luise ist schon auf dem Heimweg, als Siggi sie endlich trifft. Gemeinsam gehen sie noch ein Stück durch die Frühlingsnacht. Luise ist Lyrikerin und schreibt Gedichte, die für "dekadent" gehalten werden, so dass Luise auch nicht in die ‚Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren’ aufgenommen wird. Sie soll sich erst einmal "in der Produktion bewähren", hat man ihr gesagt. Jetzt arbeitet sie in einer Schnapsfabrik.
Viele fliehen in diesen Wochen, auch Siggi denkt oft daran. Für die überzeugte Sozialistin Luise kommt das gar nicht Frage: In der DDR wird das gerechtere System aufgebaut, hier muss man sich engagieren und nicht drüben, wo Kriegsverbrecher und alte Nazis das Sagen haben. So eine wie Luise hat Siggi noch nie getroffen. Siggi verliebt sich auf der Stelle. Doch da gibt es immer noch Wolle. Um zu Geld zu kommen klaut Siggi eine Meißner-Figur von Tante Hedy und verkauft sie in West-Berlin. Der Erlös reicht für eine neue Frisur, spitze Schuhe, ein schickes Hemd und ein Geschenk für Tante Hedy. Auch für Luise hat Siggi etwas mitgebracht: ein Autogramm von Heinrich Böll, dem als "Gewissen der Westdeutschen" bekannten Lieblingsautoren von Luise. Für den "Roten Kakadu" stimmt sein Aufzug jetzt. Tiefblaue Jeans, gelbe, spitze Schuhe und das nötige Geld für ein entspanntes Auftreten öffnen ihm die Türen zu Dresdens bester Bar. Auf der Bühne spielt die Band Hits von Elvis Presley, es gibt schummrige Sitzecken und Tischtelefone. Die Stimmung ist ausgelassen, als der örtliche Stasichef ans Mikro tritt und einen Tanz ankündigt, der die Überlegenheit der sowjetischen gegenüber der westlichen Kultur demonstrieren soll. Die Stimmung wäre jetzt auf dem Tiefpunkt, käme Wolle nicht auf die Idee, in das verlassen auf dem Tisch stehende Sektglas des Stasimannes zu pinkeln.Am nächsten Morgen im Theater erwarten Siggi Neuigkeiten. Der alte Dramaturg ist in den Westen geflohen und die Partei hat Hurwitz (Devid Striesow) geschickt. Siggi versucht einen möglichst guten Eindruck auf den Neuen zu machen, denn der Betrieb muss Siggi an die Theaterhochschule delegieren und dabei hat Hurwitz das letzte Wort. Am Abend trifft sich die Clique wieder im "Roten Kakadu", wo Siggi in der Menschenmenge auch den linientreuen Dramaturgen entdeckt. In großer Runde wird weiter gefeiert, bis die Nacht in einem Hotelzimmer endet – bei Eierlikör, Wodka und intimen Geständnissen. Hurwitz bleibt bis zuletzt.
Am nächsten Morgen erwacht Siggi nackt im Bett an der Seite von Luise, die nicht mitgefeiert hat. Er hat keinen Schimmer, wie er dort hingekommen ist – aber endlich kann er Luise Bölls Autogramm schenken. Luise ist überrascht, bedankt sich spöttisch und lädt Siggi für den Abend zu ihrer Lesung ein. Er geht nach Hause, wo ihm seine Tante gleich Vorwürfe wegen der durchzechten Nacht mit Hurwitz macht. Doch Siggi ist auf einem ganz anderen Stern. Er ist verliebt und am Abend kann er sie schon wieder sehen...

Bildergalerie zum Film

Wolle, Siggi und Luise auf dem Blauen Wunder  X Verleih AGSiggi gibt Luise das Buch  X Verleih AGDie Kakadu-Clique  X Verleih AGLuise und Wolle im Gerichtssaal  X Verleih AGDer Rote Kakadu - Luise bei LesungDer Rote Kakadu - Wolle und Siggi an Bar

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2006
Genre: Drama
Länge: 128 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 16.02.2006
Regie: Dominik Graf
Darsteller: Jessica Schwarz, Ingeborg Westphal, Max Riemelt
Verleih: X Verleih

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