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Die Schlümpfe - Das verlorene Dorf
Die Schlümpfe - Das verlorene Dorf
© Smurfs & Peyo 2017 Lic. Lafig B. Smurfs: The Lost Village, the Movie 2017 CPII and LSC Film Corporation. All Rights Reserved.

Kritik: Die Schlümpfe - Das verlorene Dorf (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Das dritte Kinoabenteuer der Schlümpfe von Sony Pictures Animation unterscheidet sich von den ersten beiden schon dadurch, dass es nicht mehr animierte Figuren echten Menschen zur Seite stellt. Vielmehr ist das flotte Geschehen, in dessen Mittelpunkt Schlumpfine steht, komplett animiert. Es spielt sich größtenteils außerhalb des idyllischen Schlumpfhausen ab, im gefährlichen Verbotenen Wald, und lässt die Schlümpfe entdecken, dass es irgendwo dort draußen noch mehr von ihnen gibt, allerdings mit einem kleinen, überraschenden Unterschied. Unter der Regie von Kelly Asbury ("Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück") mutieren die 1958 vom belgischen Zeichner Peyo erschaffenen Schlümpfe hier zu modernen, agilen Charakteren, die voll actiontauglich sind. Und dennoch liegen sie optisch näher an ihren zeichnerischen Ursprüngen – zum Beispiel mit den sich berührenden Augen - als die Figuren der Vorgängerfilme.

Der Verbotene Wald mit seinen magischen Geschöpfen und dem Fluss ohne Schwerkraft erinnert natürlich an das Universum von "Harry Potter". Aber die Entdeckung einer neuen Schlumpfsiedlung greift mit dem Motiv der Gegensätzlichkeit auch eine beliebte Idee auf, die auf analoge Weise zum Beispiel im Tinkerbell-Film "Das Geheimnis der Feenflügel" vorkommt. Dieser Mix reizvoller Einfälle, die von unterschiedlichen Geschichten inspiriert scheinen, kennzeichnet das moderne Animationsgenre und gibt auch diesem Abenteuer eine universelle Note, in der Witz und schnelle Action Trumpf sind. Dennoch bleiben die Schlümpfe auch ihren Wurzeln treu, der Idee einer Gemeinschaft, in der alle füreinander einstehen. Und mit dem bösen Zauberer Gargamel und seinem Kater Azrael kommen zwei traditionelle Charaktere vor, die in diesem Universum ebenfalls nie fehlen dürfen. Besonders witzig sind die Szenen mit dem Kater, der viel intelligenter ist als Gargamel, aber es oft nicht schafft, seine Aufmerksamkeit zu erringen.

Die bunte Welt des Verbotenen Waldes bietet schöne 3D-Motive. Eine Schau ist der schlauchförmige Fluss, der sich bogenförmig in die Lüfte erheben kann. Schlumpfine und ihre Begleiter liefern sich darauf eine rasante Verfolgungsjagd mit dem Zauberer. Hübsch sind die aktuellen Bezüge, etwa wenn die Schlümpfe ein Selfie machen oder Ausdrücke wie "echt jetzt" verwenden. Auch musikalisch verfügt das turbulente Abenteuer über Attraktionen, etwa wenn eine Westernmelodie es humorvoll begleitet.

Fazit: Das neue Kinoabenteuer der Schlümpfe entführt in ein voll animiertes Universum, in welchem bunte, flotte Action Trumpf ist. Der 3D-Film gestaltet die dynamische Handlung mit der Heldin Schlumpfine ansprechend und stellt ihr eine Reihe traditioneller, aber auch neuer Figuren zur Seite. Mit ihrem Ideenmix, der von magischen Geschöpfen bis zum Selfie reicht, gibt die Geschichte dem Wirken der 1958 von Peyo geschaffenen Comicfiguren einen universellen, modernen Anstrich.





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