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Kritik: Die Reifeprüfung (1967)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Wenn die Welt einmal in Flammen aufgehen sollte, dann wird "The Graduate" das wohl überstehen. 1996 wurde die Komödie nämlich in das U.S. National Film Registry als "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutendes Werk" aufgenommen. Tatsächlich treffen auf diesen Streifen alle drei Kategorisierungen zu. Wirtschaftlich bedeutend könnte noch hinzu genommen werden: "The Graduate" steht derzeit auf Platz 21 der erfolgreichsten Filme in den US-Kinos aller Zeiten. Die Songs, die Simon und Garfunkel beigesteuert haben, laufen noch heute täglich im Radio. Und Dustin Hoffmann ist auch Teenagern aktuell ein Begriff. Mit diesem Film wurde der damals 29-Jährige mit seiner ersten großen Rolle und einer superben Leistung in seinem zweiten Spielfilm gleich zum Star. Dustin spielt den 20-Jährigen Benjamin, der laut Poster-Spruch "...ein bisschen besorgt um seine Zukunft ist". Gerade mit einem guten Abschluss vom College gekommen, weiß er erstens noch nicht so recht, was er mit seiner Zukunft anfangen soll, und zweitens wie ihm geschieht - denn Mrs. Robinson (Anne Bancroft, damals 36 Jahre alt und damit gerade mal sieben Jahre älter als Hoffmann), die Frau eines Geschäftspartners seines Vaters, beginnt eine Affäre mit ihm: "Mrs. Robinson, you are trying to seduce me." (Mrs. Robinson, sie versuchen mich zu verführen.) Noch komplizierter wird es, als sich Benjamin in ihre Tochter Elaine (Katherine Ross) verliebt. Selten hat ein Film die verschwommenen Nachabschlusszeit, die mit sexuellem Erwachen gepaart ist, so gekonnt eingefangen wie Nichols mit seiner Inszenierung (in Deutschland ist "Nichts bereuen" von 2001 ein fernes, gelungenes Pendant). "The Graduate" wurde für sieben Oscars nominiert, und Nichols gewann für die Beste Regie.

Fazit: Eine coming-of-age-story für alle Altersstufen und für alle Zeiten.





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