Halloween
Horror(-Remake) von Rob Zombie: Nach Jahren in der geschlossenen Anstalt bricht der inzwischen 25jährige Mörder Michael Myers zu Hallowen aus der geschlossenen Anstalt aus...Inhalt- Regisseur Rob Zombie hat sich im Horrorgenre mit Filmen wie "Haus der 1.000 Leichen" und "The Devil’s Rejects" bereits einen Namen gemacht. Nun hat er seine Version des Klassikers "Halloween - Die Nacht des Grauens" von John Carpenter umgesetzt.
Die Geschichte des psychopathischen Mörders Michael Myers mit der unverwechselbaren Maske krönte Jamie Lee Curtis Ende der 70er Jahre zur Scream-Queen und wurde als eines der erfolgreichsten Franchises der Filmgeschichte siebenmal fortgesetzt.
Als der zehnjährige Michael Myers (Daeg Faerch) in der Nacht von Halloween seine eigene Familie mächtig dezimiert, sind die Bewohner der Kleinstadt Haddonfield in Illinois fassungslos. Nur zu gern möchte man diesen schrecklichen Vorfall schnell vergessen.
Michael wird in eine geschlossene Anstalt gesteckt, wo Dr. Loomis (Malcolm McDowell) jahrelang versucht, mit dem Jungen zu kommunizieren. Seine einzig lebende Verwandte, seine Schwester, wächst derweil ahnungslos bei einer Pflegefamilie auf.
Während sich Haddonfields Teenager Jahre später auf ein neues Halloween vorbereiten, flieht der inzwischen 25-jährige Michael (Tyler Mane) aus der Anstalt. Und nun ist niemand mehr vor dem eiskalten Maskenmörder sicher.
Credits- Originaltitel: Halloween
- Kinostart: 25.10.2007
- FSK: 18
- Filmlänge: 109 Min.
- Jahr: 2007
- Genre: Horror
- Verleih: Senator Film
- Regie: Rob Zombie
- Buch: John Carpenter, Debra Hill, Rob Zombie
- Kamera: Phil Parmet
- Produzent: Malek Akkad, Rob Zombie, Andy Gould, Andy La Marca
- Darsteller: William Forsythe, Danny Trejo, Brad Dourif, Udo Kier, Hanna Hall, Malcolm McDowell, Bill Moseley, Scout Taylor-Compton, Leslie Easterbrook, Tyler Mane, Sheri Moon Zombie, Daeg Faerch, Danielle Harris, Kristina Klebe, Steve Boyles
- Tags: Michael Myers, Daeg Faerch, John Carpenter, Jamie Lee Curtis, Malcolm McDowell, Tyler Mane, review, Kritik, Julia Nieder
Filmkritik- 1978 erfand John Carpenter einen der
langlebigsten psychopathischen Killer der Filmgeschichte: In
insgesamt acht Filmen schlachtete Michael Myers immer auf der Suche
nach der, selbst von ihm nicht tot zu kriegenden, Laurie Strode zu
Halloween die verschiedensten unglücklichen Opfer. Erst 2002
wurde die letztmalige Auferstehung des Maskenmörders gefeiert.
Carpenters Original-“Halloween“, mit dem die hysterisch
kreischende Jamie Lee Curtis als „Scream-Queen“ in die
Filmgeschichte einging, gilt inzwischen als Klassiker des
Slasher-Kinos und zählt zu den bekanntesten Horrorfilmen
überhaupt.
Nun hat sich Rob Zombie des Originals
angenommen und legt seine eigene Version der mörderischen
Anfänge von Michael Myers vor. Mit seinem „Halloween“-Remake
legt Zombie, der sich als Regisseur zunächst mit Musikvideos zu
den Songs seiner Metal-Band „White Zombie“ einen Namen machte,
nach „House of 1000 Corpses“ und „The Devil's Rejects“ seinen
dritten bluttriefenden Langfilm vor.
Die Grundstory – nach Jahren in einer
geschlossenen Anstalt flieht der Psychopath Michael Myers
ausgerechnet zu Halloween in seinen beschaulichen Heimatort
Haddonfield und murkst allerlei Teenager ab - hat Zombie kaum
verändert. Auch der von John Carpenter höchstpersönlich
für seinen Film komponierte Score kommt in Zombies Variante nur
leicht abgewandelt zum Einsatz.
Der auffälligste Unterschied zum
Original ist daher die umfangreicher gestaltete Vorgeschichte, die
vor allem der Hauptfigur etwas mehr Tiefe (wenn man bei einem
psychopathischen Massenmörder von so etwas sprechen kann)
verleiht.
Alles beginnt mit einer
Zombie-typischen Horrorfamilie, die dermaßen vulgär und
aggressiv ist, dass die Neigung des 10jährigen Michaels (nicht
schlecht gespielt vom Debütanten Daeg Faerch), Kleintiere
abzumurksen, kaum noch verwundert. Angesichts der
Schimpfwort-gespickten Dialoge könnte man meinen, Zombie wolle
beweisen dass auch Worte Körperverletzung sein können.
Liebende Lichtgestalt, aber in ihrer
bescheuerten Männerwahl auch Ursache allen Übels, ist
Mutter Deborah Myers, dargestellt von Zombies Ehefrau Sheri Moon
Zombie, die in den beiden vorangegangen Filmen ihres Ehemanns als
sadistisch-brutale Baby Firefly zu sehen war.
Sollte man Mama Myers ein Zeugnis für
ihre Erziehungskünste ausstellen, würde es wohl beginnen
mit: „Sie war stets bemüht...“. Dass die Stripperin ihre
Kinder, insbesondere den 10jährigen Michael, liebt, steht außer
Frage, aber das hilft natürlich wenig, wenn man ihnen
gleichzeitig einen dumpf-prügelnden Säufer als Stiefvater
vorsetzt.
Die älteste Tochter Judith ist
denn auch nicht gerade ein Sonnenschein. Vulgär wie alle in der
Familie, setzt sie aggressiv ihre Sexualität ein, um ihren
Willen durchzusetzen. Kein Wunder also, dass Michael neben der von
ihm bewunderten Mutter einzig noch für seine kleine Schwester,
Baby Laurie, Gefühle übrig hat. Sein erster Amoklauf zu
Halloween scheint denn auch nicht reines Privatvergnügen,
sondern ein durchgedrehter Versuch, die Mutter und die unschuldige
Schwester vor der brutalen Welt zu retten.
Erst als sich die, nach dem Selbstmord
ihrer Mutter adoptierte und daher absolut ahnungslose, Schwester
Laurie 17 Jahre später nicht so richtig erfreut über
Michaels Besuch zeigt, wird auch sie in seinen Augen zum
Schlachtvieh.
Während Zombie diese
Hintergrundgeschichte ziemlich gut gelungen ist, ist dann
ausgerechnet die spätere Hauptstory, trotz der im Vergleich zum
Original etwas zahlreicheren, blutigeren Morde, mit der Zeit
irgendwie... langweilig.
Allerlei unterschiedliche Mordwaffen
nutzt Michael auf seiner mörderischen Tour, seine Opfer werden
erwürgt, stranguliert, gehängt und – natürlich –
mit dem obligatorischen Fleischermesser erstochen, aber trotzdem
hinterlässt alles den selben Eindruck, denn dummerweise wird
eine Eigenheit des Mörders immer wieder präsentiert:
Als sei er ein Raubtier, dass ein
gemütliches Plätzchen zum Ausweiden seiner Beute sucht,
schleift Myers seine ausblutenden Opfer an irgendeinem Körperteil
über den Fußboden. Am Anfang mag das vielleicht noch recht
gruselig wirken, aber mit der Zeit erinnert es dann doch eher an
Grzimeks „Serengeti lebt“: „Und hier sehen wir einen vom
Aussterben bedrohten Maskenmörder bei dem Versuch seine Beute
vor dem Polizistenrudel in Sicherheit zu bringen...“ Spannend ist
dann doch was anderes.
Schlecht ist Zombies
„Halloween“-Variante deswegen zwar noch lange nicht, und für
Horrorfans lohnt sich der Kinobesuch in jedem Fall – spannender
aber ist sein komplett kranker Vorgängerfilm „The Devil's
Rejects“. Julia Nieder
Userkommentare katzenbiest vom 03.06.2008Also ich finde den Film absolut geil.Auf jedenfall ansehen lohnt sich . Schmuki1202 vom 10.11.2007Also ich finde HALLOWEEN sowas von enttäuschend. Die Spannung bleibt bei dem Film absolut auf der Strecke (und die war bei den Vorgängern immer dabei). Und so kann man eine Kultfigur absolut versauen. Also wer echt an sein Geld hängt dem kann ich von dem Film nur abraten.
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