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Küss den Frosch

Userwertung 6/10

The Princess and the Frog

Animation: Als sie einen Frosch küsst, um ihn vermeintlich wieder in einen Prinzen zurückzuverwandeln,  verwandelt sich Tiana urplötzlich selbst in einen Frosch - was ihren Plänen, ein eigenes Restaurant zu eröffnen natürlich nicht ganz entgegenkommt
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Inhalt
  • Im Süden Amerikas, in New Orleans, träumt die hübsche Tiana davon, eines Tages ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Tag für Tag arbeitet sie sehr hart um sich diesen Traum zu erfüllen. Als der lebensfrohe und umwerfend charmante Prinz Naveen nach New Orleans kommt und unerwartet in die Fänge des bösen Vodoo-Zauberers Dr. Facilier gerät, überschlagen sich die Ereignisse!
    Hätte sich Tiana doch nur nicht darauf eingelassen, diesen etwas aufdringlichen Frosch zu küssen, um ihn vermeintlich in einen Prinzen zurückzuverwandeln – denn ehe sie sich´s versieht ist sie selber ein Frosch!
Credits
Awards, Auszeichnungen und Preise
Zusatzinfo
  • Die Figuren des Films:
    • TIANA
      Tiana ist mit Sicherheit keine typische Märchenprinzessin. In ihren Träumen geht es nicht um weit entfernte Königreiche oder Wolkenschlösser, sondern um ihren persönlichen Erfolg: ein eigenes Restaurant. Sie ist eine attraktive, unabhängige schwarze Amerikanerin, arbeitet hart und zeigt einen starken Willen – und dennoch ist sie eine liebenswürdige und treue Freundin und hat ein mitfühlendes Wesen. Sie liebt ihre Mutter und ehrt ihren verstorbenen Vater. Und Tiana glaubt, dass jeder seine Träume verwirklichen kann – auch wenn sie weiß, dass es nicht einfach wird. Während sie selbst alles tut, um ihr eigenes Lebensziel zu erreichen, scheint sie allerdings nicht viel von dem mitzubekommen, was ihr auf dem Weg dorthin alles begegnet. Sie hat nie gelernt, einfach mal innezuhalten und den Moment zu genießen. Sie hat keine Zeit für die Liebe, und das Letzte, woran sie denkt, ist, Zeit damit zu verschwenden, Männer anzuhimmeln – ganz zu schweigen davon, einen Frosch zu küssen.
    • PRINZ NAVEEN
      Prinz Naveen wird von den Partys und den Dixieland-Bands, die New Orleans zu bieten hat, aus seinem Königreich Maldonia nach New Orleans gelockt. Auch wenn er im Grunde ein verwöhnter und pflichtvergessener Bursche ist, verfügt Naveen doch über einen unwiderstehlichen Charme und eine Lebensfreude, die auf alle um ihn herum ansteckend wirkt. Und er ist ein Riesenfan des Jazz, wie ihn Paul Whiteman, Jimmie Noone, Earl Hines, King Oliver, Jelly Roll Morton und Louis Armstrong spielten. Wie bei den meisten echten Menschen auch sind Naveens Fehler in Wirklichkeit untrennbar mit seinen Stärken verbunden. Schließlich hat die Heldin auch einen Fehler: Sie kann das Leben nicht genießen. Genau das aber bringt Naveen ihr bei. Er zeigt ihr, wie man immer wieder einmal innehält und sich einfach an dem freut, was um einen herum geschieht: Hab ein bisschen Spaß, freu dich, sei glücklich mit dem, was dir im Moment gegeben ist!
    • RAY
      Ray ist ein sehr entspanntes, schwer verliebtes Cajun-Glühwürmchen. Sprühend vor jenem typischen Südstaatencharme, mit gutmütigem Witz und romantischer Leidenschaft hat Ray einer „Glühwürmchen-Dame“ namens Evangeline, dem schönsten Insekt auf Gottes Erden, sein Herz geschenkt. Seine bewundernswerte, selbstaufopfernde Liebe zu diesem unerreichbaren Wesen gibt dem ganzen Film Halt und emotionales Gewicht. Er ist im Grunde wie Tiana und Naveen, nur dass er seinen Gefühlen freien Lauf lässt und kein Problem damit hat, seiner übergroßen Liebe ganz offen Ausdruck zu verleihen. Er weiß, dass die beiden anderen genauso empfinden wie er, sich dies aber einfach nicht eingestehen können. Mit so einem Typ wie Ray muss man einfach mitfühlen. Er verkörpert den Gedanken der alles durchdringenden Kraft der Liebe – ausgerechnet er, dieser kleine, plumpe, albern aussehende Kerl mit seinen Zahnlücken.“
    • DR. FACILIER
      Dr. Facilier ist ein verschlagener Halunke und eine dunkle, schattenhafte Gestalt, die für etlichen Ärger und Gefahr für Prinz Naveen und Tiana sorgt. Er zieht aalglatt im Hintergrund seine Fäden und wirkt mit seinen Voodoo-Sprüchen auf das Schicksal der beiden ein. Seine Verbindungen zu „Freunden auf der dunklen Seite“ nutzt er dazu, seine eigenen, finsteren Pläne zu verwirklichen.
    • MAMA ODIE
      Mama Odie ist das gute Gegenstück zu Dr. Facilier: die gewitzte, exzentrische und smarte 197-jährige Königin des Bayou, die Tiana und Naveen dabei hilft, den bösen Zauber von Dr. Facilier zu besiegen. Sie lebt, wie es im Film so schön heißt, „im tiefsten, dunkelsten Teil des Bayou“ in einem alten Krabbenkutter, der kieloben in einen riesigen Baum eingewachsen ist. Dort sind sie und ihre Lieblingsschlange Juju damit beschäftigt, jeden, der bei ihnen Hilfe sucht, mit Zaubersprüchen und Talismanen zu versorgen.
    • LOUIS
      Louis ist ein musikalischer Sumpfbewohner mit Jazz im Blut, ein liebenswerter und charmanter Alligator mit einer Leidenschaft für das Trompetespielen. Seine „Unterstützung“ ist für Tiana und Naveen zwar nur selten wirklich hilfreich, doch reichert Louis das Bayou-Abenteuer mit einer Menge Spaß und Humor an. Er ist manipulativ und braucht Aufmerksamkeit, steckt voller Neurosen, hat aber auch diese eine große Gabe: Er ist ein begnadeter Jazzer. Wenn er seine Musik spielt, dann ist er wirklich ganz bei sich.


    New Orleans

    Die an einer halbmondförmigen Biegung des mächtigen Mississippi River gelegene und nur 200 Kilometer vom Golf von Mexiko entfernte Stadt erweckt manchmal den Anschein, dass sie mehr mit den Inseln der Karibik als mit New York oder Los Angeles gemeinsam hat. Daher gilt New Orleans auch als die unamerikanischste unter den US-Städten und das zu Recht: New Orleans wurde von den Franzosen gegründet und zwischenzeitlich auch von den Spaniern beherrscht. Amerikanisch wurde New Orleans erst 1803, als Napoleon die Stadt an die Vereinigten Staaten verkaufte. Ihre vielfältige und ganz eigene, von afrikanischen und westindischen Einflüssen erfüllte Kultur verleiht der Stadt ihre mysteriöse und exotische Ausstrahlung. Einer jüngst durchgeführten Umfrage zufolge ist New Orleans DIE bestE US city für Live-Musik, Cocktail Happy Hours, Flohmärkte, Nachtleben und „wilde Wochenenden”.

    Für KULTURTOURISTEN hat New Orleans eine Menge zu bieten. Der berühmte Garden District der Stadt ist voll prächtiger Häuser, die im 19. Jahrhundert von den reichen Handelsherren der Stadt errichtet wurden. In Küss den Frosch ist New Orleans auch Heimat von Tianas bester Freundin Charlotte und deren liebevollem Vater Big Daddy. Der fiese Dr. Facilier im Film wohnt im berühmten FRENCH QUARTER. Mit seinen schmalen Straßen, gepflasterten Gässchen und kunstvollen alten Häusern, von denen viele mit Fensterläden gegen die tropischen Stürme versehen sind, strahlt das französische Viertel eine mysteriöse Atmosphäre aus, die durch die flackernden Gaslampen in der Nacht noch verstärkt wird. Ebenso atmosphärisch und bei den Touristen beliebt sind die historischen Friedhöfe der Stadt mit ihren prunkvollen Grabmälern. Weniger schaurig geht es dann in der MAGAZINE STREET zu, wo die besten Boutiquen und Antiquitätenläden der Stadt zu finden sind.

    Wenn man sich in New Orleans UMSEHEN will, nimmt man am besten eines der berühmten streetcars. Es gibt drei verschiedene Straßenbahnlinien, von denen die St. Charles Line die älteste, im ständigen Betrieb befindliche Straßenbahnlinie der Vereinigten Staaten ist. Damit gelangt man am leichtesten ins French Quarter, in den Arts District und in die Canal Street und kann unterwegs auch gleich ein wenig Sightseeing machen. Auch von den berühmten MISSISSIPPI-DAMPFERN aus erhält man einen guten Einblick in die Stadt. Um sicherzugehen, dass sie mit den Dampfschiffszenen des Films genau ins Schwarze trafen, haben die Filmemacher von Küss den Froschdie Fahrt auf dem echten Mississippi-Dampfer Natchez gemacht, der zweimal täglich verkehrt.

    Der Höhepunkt des Jahres in New Orleans ist der alljährliche MARDI GRAS (wortwörtlich „Fetter Dienstag” auf Französisch), eine der farbenprächtigsten Karnevalsfeiern der Welt. Mit diesen Feiern wurde angeblich im Jahr 1699 begonnen. Der Karneval beginnt im Januar und findet dann am FETTEN DIENSTAG seinen Höhepunkt, der jeweils auf einen Tag zwischen dem 3. Februar und dem 9. März fallen kann. Da ziehen dann die prächtig geschmückten Wagen der Mardi-Gras-Parade durch die Straßen der Stadt and die maskierten und kunstvoll verkleideten Menschen auf den Wagen werfen bunte Glas- oder Plastikperlen in die Menge. In jüngster Zeit haben auch Faseroptikperlen an Beliebtheit gewonnen. Die Bewohner von New Orleans bezeichnen den Tag nach dem Mardi Gras oft als “Trash Wednesday” (Abfallmittwoch), wegen der enormen Abfallmengen, die nach den nächtlichen Feiern auf den Straßen zurück bleiben. Am Wochenende vor dem Mardi Gras nimmt die BEVÖLKERUNG von New Orleans fast um das DOPPELTE zu, denn Touristen aus aller Welt kommen in Scharen in die Stadt, um beim Karnevalsspaß mit dabei zu sein.

    ALIAS
    New Orleans wird auch als „The Crescent City”, „The Big Easy”, „The City That Care Forgot” und als „NOLA” (Kurzform von New Orleans, Louisiana) bezeichnet. Die Franzosen nennen die Stadt aber noch immer La Nouvelle-Orléans.

    BERÜHMTE NAMEN
    Neben Louis Armstrong zählten zu den BERÜHMTEN BEWOHNERN von New Orleans auch die Schriftsteller Anne Rice und Truman Capote, die Schauspielerinnen Reese Witherspoon und Patricia Clarkson sowie die Musiker Lil Wayne und Harry Connick, Jr.
Filmkritik
  • Keine Computeranimation, kein CGI und kein 3D. Back to the Roots lautet die Devise. Die Disney Studios, welche mit Pixar Entertaintment sogar eigens eine eigene Animationsschmiede für die Produktion zeitgeistgemäßer computeranimierter Abenteuer gründeten, sind zum klassisch gezeichnet Trickfilm zurückgekehrt. Warum diese Rückbesinnung jetzt plötzlich? Dass dies womöglich der Beginn einer Trendwende sein soll, scheint schwerlich vorstellbar; tendiert doch selbst das Realkino zu immer mehr CGI-Animationssequenzen.

    Sicher ist: "Küss den Frosch" mutet nach den Computerspektakeln der letzten Jahre schon fast altbacken und selbst für Disney regelrecht zu disneytypisch an. Die Story entführt in den Süden der USA, in das New Orleans, wo die Menschen den Blues und Jazz kultivieren, einstmals Raddampfer den Mississippi bevölkerten, sich afrikanische, europäische und karibische Einflüsse wildromantisch mischten und Voodoo-Magie kein Hirngespinst war. Ein New Orleans, dass in der Form wohl nur noch im Gedächtnis der Chronisten existiert.
    In dieser Stadt begegnet die hübsche und verträumte Tiana, die den Wunsch hegt, eines Tages ein eigenes Restaurant ihr Eigen nennen zu dürfen, einem Frosch, der einstmals der lebenslustige Prinz Naveen war und nun hofft, durch einen Kuss (einer Prinzessin) wieder Mensch zu werden. So ganz geheuer ist Tiana die Angelegenheit nicht und mit der Rückverwandlung von Naveen klappt es (trotz Kuss) nicht wirklich. Dafür können sich nun Tiana und er auf Augenhöhe begegnen... Irgendwie muss der Zauber aber zu brechen sein. Hinter dem finsteren Treiben steckt jedenfalls der Voodoo-Hexer Dr. Facilier. Gemeinsam mit ein paar neuen Freunden – dem jazzverrückten Alligator Louis, dem in romantische Gefühle erglühten Leuchtkäfer Ray und der gleichsam zauberbeflissenen wie schrägen Mama Odie, macht sich die Combo auf, dem Schurken das Handwerk zu legen.

    "Küss den Frosch" ist tatsächlich mehr opulentes Musical als filmische Darbietung. Dementsprechend wundert es nicht, wenn Figuren wie der Jazz-Trompete spielende Aligator an berühmte reale Persönlichkeiten erinnern. Darüber, dass Disneysongs nicht gerade kitschfrei und somit Geschmackssache sind, braucht man sich wohl nicht vertieft auslassen. Für die deutsche Synchro wurde diesmal besonderer Wert gelegt, nicht nur bekannte Stimmen zu gewinnen, sondern auch gute Sänger zu engagieren. So erwecken Cassandra Steen, Roger Cicero, Marianne Rosenberg und Bill Ramsey die Figuren zum Leben. Unterhaltsam und lustig ist „Küss den Frosch“ allemal, aber auch derart Familientauglich, dass trotz fetzigem Tempo im Grunde alles furchtbar zahm wirkt. Nun sollen sich die lieben Kleinen bei einem Film, der insbesondere für sie gemacht wurde, trotz Voodoo-Hexer und böser Geister, nicht ernstlich gruseln müssen. Schließlich möchte keiner (insbesondere im Mutterland), dass dem armen Entertainment-Giganten Beschwerdebriefe erboster Eltern ins Haus flattern, die sich über zuviel okkultes Zeug beschweren. Doch etwas boshafter, frecher und politisch inkorrekter hätte dem Ganzen gut getan; bei "Lilo & Stitch" ging das noch (und der Film gelangte trotzdem ohne Altersbeschränkung in die Kinos).

    Fazit: Wunderschön gezeichneter klassischer Trickfilm, der einen Hauch von Nostalgie auf die Leinwand zaubert. Mehr aber leider nicht wirklich. Besonders das etwas ältere Publikum könnte sich von der sehr soften Inszenierung und dem auf die Spitze getriebenen Liebesidyll-Kitsch etwas genervt fühlen. Eine Rückbesinnung zu klassischen Techniken muss schließlich noch lange nicht bedeuten, dass man alles gnadenlos entschärft. Ohne Gewürze gibt es auch kein leckeres Weihnachtsessen.

    Dimitrios Athanassiou





Userkommentare
Soumaya vom 14.12.2009
Hi,
war gestern mit meinen Kindern in "Küss den Frosch" und war richtig enttäuscht, dieser Film ist der mit Abstand schlechtste aller Disney Filme. Viel zu anspruchsvoll für kleine Kinder und viel zu viel Geistergedöns. Meine Tochter hat mich deswegen ganze Nacht wachgehalten.
Fazit: Besser für Kinder ab 7 aufwärts, sonst schlaflose Nächte

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