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Userwertung 6/10

Stepmom

Isabel ist eine Werbefotografin, Jackie geschieden und Vollzeitmutter. Der Mann zwischen ihnen ist Luke, der sich in Isabel verliebt.
Inhalt
  • Isabel ist eine Werbefotografin, Jackie geschieden und Vollzeitmutter. Der Mann zwischen ihnen ist Luke, der sich in Isabel verliebt. Zwischen den Erwachsenen stehen Lukes und Jackies Kinder, die 12-jährige Anna und der 8-jährige Ben, die von einer Versöhnung der Eltern träumen und "der Neuen" das Leben zur Hölle machen. Haß, Liebe, Verlustängste, Eifersucht, berufliche Anforderungen und familiäre Verpflichtungen weben ein komplexes Beziehungsgeflecht, in dem die Beteiligten manchmal zu ersticken drohen. Doch dann mischt sich das Schicksal ein, Jackie leidet an Krebs. Nicht über Nacht, doch nach langen, schmerzlichen Kämpfen werden Feindinnen zu Freundinnen. Seite an Seite entdecken sie, was eine Familie, abseits von Konvention und tradierten Modellen, wirklich zusammenhält: Liebe und Vertrauen.
Credits
Filmkritik
  • Zu viele Köche verderben den Brei: gleich fünf Drehbuchautoren feilten an der Geschichte sämtliche Ecken und Kanten ab, bis sich die befreundeten Roberts und Sarandon, die lange für dieses Projekt gesucht hatten, mit dem haarscharf kalkulierten, massenkompatiblen Familiendrama zufrieden gaben. Der als sicherer Kassenhit konzipierte Film von Chris Columbus ("Mrs. Doubtfire", "Kevin – Allein zu Haus") drückt auf die Tränendrüse, wie kaum ein anderer sentimentaler Schinken aus Hollywood.

    Einer Karikatur gleich wirken die grandios übertriebenen Charaktere, die photographierende Karrierefrau Isabel (Julia Roberts, "Pretty Woman") contra die hauptberufliche Supermutter Jackie (Susan Sarandon, "Dead Man Walking"), doch leider nehmen die beiden Stars sich und den Film viel zu ernst. Ed Harris als Luke spielt sehr zurückhaltend – ohne damit noch etwas retten zu können - , seinen beiden Sprößlingen (Jena Malone, Liam Aiken) legte das Drehbuch ganz und gar unkindliche Dialoge in den Mund.

    Seife an Seife: Obwohl kein Klischee, wie der moralische Konflikt zwischen Karriere und Familie, oder die unter einer Scheidung leidende Kinder, ungeschoren davonkommt, hat Columbus tatsächlich noch eine Überraschung in petto: Krebs heißt sein deus ex machina, das lediglich dazu dient, ein erneutes Kommando zum Schluchzen zu geben, selbstredend ohne auf die häßlichen Seiten der Krankheit ernsthaft Bezug zu nehmen. "Seite an Seite" ist eine Seifenoper, wie man sie nicht anders verdient, zusammengehalten von eiskalt berechnendem Schmalz und krankhaft künstlichen Gefühlen.

    Redaktion



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