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Kritik: Die neun Pforten (1999)


Am Ende des Millenniums geht es mal wieder mit dem Teufel zu: Nach Eichingers "Der große Bagarozy" und dem Schwarzenegger-Streifen "End of Days" widmet sich nun Starregisseur Roman Polanksi diesem Thema. Der Mystery-Thriller "Die neun Pforten" ist ein durch und durch konventioneller Film, dem es gelingt, die Buchvorlage, Arturo Pérez-Revertes Roman "Der Club Dumas", so weit zu vereinfachen, dass man den Plot nach einem guten Drittel Laufzeit weitgehend durchschaut.
Und das ist sehr bedauernswert, denn von der schwachen Story abgesehen hat Polanskis Gruselstreifen allerhand zu bieten: Neben Emmanuelle Seigner als Johnny Depps uneingeladene Begleiterin sind hier vor allem pittoreske Schauplätze zu nennen, aber auch Dean Tavoularis' und Gerard Viards verschwenderisches Produktionsdesign und Darius Khondjis exzellente Kamera.
Am Anfang ist's am schönsten: Solange "Die neun Pforten" noch geschlossen sind und der Zuschauer am Rätselraten ist, kann man Polanskis neues Werk als opulenten und mit großer Sorgfalt inszenierten Genrefilm genießen, der sich bewusst an Traditionen hält und alte Konventionen lustvoll zelebriert, ohne sie arg zu ironisieren. Am Ende aber dominieren die Klischees – dann wird es lächerlich und unfreiwillig komisch.




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