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Ein perfekter Ehemann
Ein perfekter Ehemann
© Kinowelt

Kritik: Ein perfekter Ehemann (1999)


Ein Junggeselle, der nichts mehr fürchtet als die Ehe, ein Parlamentarier mit skandalumwitterter Vergangenheit, eine verführerische Erpresserin und eine betrogene Ehefrau – dies sind die Ingredienzien dieses charmant-gewitzten Liebes- und Intrigenspiels im dekadenten London kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts. In diesem Wildeschen Universum, von Oliver Parker perfekt von der Bühne auf die Leinwand übertragen, stehen Ideale wie Ehrlichkeit, Freundschaft und Vergebung auf dem Spiel, doch hinter all den Lügen, Ränken und Intrigen verbirgt sich auch der Faktor Liebe.
Der Film hält nicht nur alle Sinne, sondern auch den Intellekt des Publikums bei Laune – dafür sorgen schon Darsteller wie Julianne Moore und Rupert Everett, die prächtigen Kulissen und eine ausgeklügelte Geschichte mit zahlreichen Wendungen. Ein Lustspiel mit ernstem Akzent ist Parkers Adaption von Oscar Wildes im Jahre 1895 erschienenem Theaterstück – und ein Beweis dafür, dass man dessen Gewitztheit und Esprit auch auf die Kinoleinwand bringen kann. Der Plot, so viel ist klar, ist heute noch so aktuell wie vor gut hundert Jahren.
So ist "Ein perfekter Ehemann" auch eine ideale Alternative zu James Bond und Arnold Schwarzenegger, die mindestens noch bis Jahresende in den deutschen Kinos um die Wette ballern. In Sachen Story, Dialoge und Figuren stiehlt ihnen dieses Filmjuwel jedenfalls glatt die Schau.





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