oder

Der 200-Jahre-Mann (1999)

Bicentennial Man

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.5 / 5

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Richard Martin kauft seiner Familie, wie es sich für ein Kind des Fortschritts im neuen Jahrtausend gehört, ein hoch-technologisches Geschenk: den neuen NDR-114 Roboter.
Die Jüngste der Bande, Amanda, tauft NDR-114 der Einfachheit halber "Andrew". Erst, als "Andrew" Gefühle lernt und mit kreativem Denken beginnt, stellt die Martin-Familie fest, dass sie da offenbar mehr haben, als einen herkömmlichen Roboter.
Aber keine Bange, "Andrew" rastet nicht etwa aus, wie eine wildgewordene Terminator-Maschine. "Andrew" kennt schließlich die allgemeingültigen Robotergesetze, deren erstes lautet: "Du darfst niemals einem menschlichen Wesen Leid zufügen!" "Andrew" kennt auch das zweite Robotergesetz: "Ein Roboter hat den Anweisungen der Menschen immer Folge zu leisten. Ausgenommen sind solche Anweisungen, die in Konflikt zum ersten Robotergesetz stehen!".
Vom Tage seiner "Auslieferung" - wie "Andrew" das nennt - an, hat der NorthAm Roboter vier Menschen um sich: Richard als Familienvorstand ist selbstverständlich "Sir", seine Frau "Ma'am" und die beiden Kinder Grace und Amanda sind "Miss" und "Little Miss".
Andrews Aufgaben im neuen Haushalt lauten "Kochen", "Putzen", "kleine Reparaturen", "mit den Kindern spielen, bzw. auf sie aufpassen". Aber gerade die beiden Kinder sind - Robotergesetz 1 hin, Robotergesetz 2 her - ein bisschen misstrauisch, finden "Andrew" etwas langweilig und halten ihn für eine Blechbüchse, die sprechen kann.
Das Verhältnis zwischen den Martins und ihrem neuen Haushalts"gerät" ändert sich an dem Tag, an dem Amanda der "Blechbüchse" befiehlt, aus einem Fenster im ersten Stock zu springen. Während "Andrew" also gehorsam den Weg dorthin antritt, schreitet Vater Richard ein: "Auch wenn "Andrew" technisch gesehen ein seelenloses Besitztum darstellen mag, müsst Ihr ihn dennoch behandeln, wie einen Menschen.
Von diesem Tag an ist der über diese Erklärung erstaunte NDR-114 bemüht, ein richtiger Mensch zu werden...

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Filmkritik

Rührseligkeit hat einen Namen: Robin Williams, der auch als Roboter so menschelt, dass er die interessante Story einer tränenreichen Inszenierung opfert. Der Film basiert auf einer beinahe 25 Jahre alten Erzählung des renommierten Science-fiction-Autors Isaac Asimov und handelt von der Menschwerdung eines Haushaltsroboters namens Andrew (Williams), der in der "nahen Zukunft" bei Familie Martin (Sam Neill & Wendy Crewson) seinen Dienst versieht.

Andrew empfindet Emotionen, besitzt Moral und Kreativität und ist vor allem Little Miss (Embeth Davitz), der kleinen Tochter, treu ergeben. Zwölf Jahre später heiratet die erwachsene Frau, obwohl ihr Herz eigentlich Andrew gehört. Der Wissenschaftler Rupert Burns (Oliver Platt) verhilft dem Mann aus Blech schließlich zu einem menschlich aussehenden Körper. Nun lernt er Portia kennen, die Enkeltochter von Little Miss.

Mensch oder Maschine: "Der 200 Jahre Mann" hat eine Seele, und Asimovs Geschichte wirft zahlreiche Fragen auf, die auch die Philosophen gerne stellen: Fragen nach Sinn, Identität und Würde, nach Sterblichkeit und Tod. Freilich: In Chris Columbus' ("Mrs. Doubtfire") rührseliger Adaption wird all das nur gestreift. Der Film soll offenbar "familienfreundlich" sein und wird dabei so sentimental, dass alle nach den Taschentüchern greifen - falls sie bis dahin noch nicht eingeschlafen sind, denn mit mehr als zwei Stunden Spielzeit ist der Streifen für die "lieben Kleinen" viel zu lang.

Im Eiltempo geht es durch die Jahrhunderte, für die Konflikte auf dem Weg zur menschlichen Maschine bleibt dabei nur wenig Zeit. Am Ende ist der Roboter ein Selfmademan, wie Hollywood - dem Eskapismus voll verschrieben - ihn so gerne sieht: Auch Andrew hat den amerikanischen Traum gelebt.




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Land: USA
Jahr: 1999
Genre: Drama, Komödie
Länge: 130 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 09.03.2000
Regie: Chris Columbus
Darsteller: Robin Williams, Embeth Davidtz, Sam Neill
Verleih: Columbia TriStar

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