oder
Corellis Mandoline
Corellis Mandoline
© United International Pictures

Corellis Mandoline (2001)

Captain Corelli's Mandolin

Louis de Bernieres Bestseller in einer grob vereinfachten Herzschmerzfassung, die schwerfällig mit Klischees befrachtet dahinholpert, aber schön photographiert ist. Der italienische Besatzer Nicolas Cage verliebt sich in die Griechin Penelope CrUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Die Zeit des 2. Weltkriegs im Süden Europas. 1940 besetzt das Italien Mussolinis Griechenland. Dadurch kommt auch die bis dahin vom Krieg weitgehend unberührte Insel Cephalonia ins Blickfeld des Weltgeschehens. Hier lebt die bäuerliche Bevölkerung im Einklang mit sich und der Natur. Als die Italiener einrücken, ist es damit auch für die schöne Pelagia und ihren Vater, den Arzt der Insel, vorbei. Pelagias Verlobter, ein einfacher Fischer, schließt sich den Partisanen an und kämpft in Albanien. Pelagias sehnsüchtige Briefe lässt er unbeantwortet. Mit dem sinnesfrohen Musikliebhaber Captain Corelli quartiert sich ein Angehöriger der italienischen Besatzungsmacht im Haus des Arztes ein. Corelli, der den schweren Zeiten mit Leichtigkeit zu begegnen versucht, ist am Kriegsgeschehen nur halbherzig interessiert. Vielmehr widmet er seine Aufmerksamkeit der Dorfschönheit Pelagia. Die Umworbene ist zunächst entrüstet, kann sich im Laufe der Zeit aber doch für den sensiblen Italiener erwärmen, was im Dorf und von ihrem Vater argwöhnisch beäugt wird. Als eines Tages gar ihr Verlobter schwer verwundet von der Kriegsfront zurückkehrt, eskalieren die Dinge in mehrfacher Hinsicht.

Bildergalerie zum Film

Corellis MandolineCorellis MandolineCorellis MandolineCorellis MandolineCorellis MandolineCorellis Mandoline


Filmkritik

Man ahnt schnell, wie die Idee zu diesem Film sich in den Köpfen der Produzenten konstituiert hat und dann langsam Konturen gewann. Der weltweite Erfolg des "englischen Patienten" hat für den motivierenden Anschub gesorgt. Wir brauchen: ein bisschen Krieg (wenn’s geht in exotischer Umgebung wegen der schönen Bilder), ein paar Nazis (kommen als ultimative Bösewichter immer gut), jede Menge Folklore (damit es was zum Kaputtmachen gibt) und natürlich die große Liebe (am besten Länder- Kultur- und Temperament übergreifend, also für jeden etwas). In etwa diese unerquickliche Mischung war es, die dem "englischen Patienten" vor einigen Jahren einen erstaunlichen Geld- und Oscarsegen einbrachte. Obwohl die Zutaten die gleichen sind, wird es bei "Corellis Mandoline" (der auch "der italienische" oder "der griechische Patient" heißen könnte) nicht klappen. Zu offensichtlich ist bei diesem reinen Produzentenfilm, dass die einzelnen filmischen Elemente zusammengekauft und lieblos nebeneinander gestellt wurden. Zu einem stimmigen Ganzen findet "Corellis Mandoline" nie. In der Geschichte sind nicht wenige Kitschfallen versteckt, und der Film lässt nicht eine aus. Das ist meist peinlich, in einigen Fällen aber doch, vor allem wenn’s ums heroische Männerbild samt kriegerischem Pathos geht, krass ärgerlich. Gleiches gilt für die Dialoge, die hohle Sprüche der Marke "Manchmal ist es besser zu unterliegen, als Blut an den Händen zu haben" im Dutzend bieten. Aufgesagt wird dergleichen Schmonzes von einer erstaunlichen Ansammlung von Stars, die gleichwohl größtenteils völlige Fehlbesetzungen sind. Nicolas Cage glaubt man den romantisch-verträumten Italiener ebenso wenig wie Christian Bale den einfältigen und bodenständigen Griechen. Da passt es durchaus ins Bild, dass die zentrale Liebesgeschichte zwischen der griechischen Dorfschönheit (Penelope Cruz) und dem italienischen Besatzer mit schlechtem Gewissen(Nicolas Cage) nie funktioniert und völlig unglaubwürdig ist. Was die Griechin, die den ungebetenen Italiener aus guten Gründen verabscheut, plötzlich zu ihm hinzieht, ist völlig unklar und somit reinstes Drehbuch-Konstrukt. Unterm Strich bleibt die Verwunderung, wie ein renommierter, oscar-geschmückter Regisseur wie John Madden ("Shakespeare in Love") sich zu einem derart vorgestrigen Filmchen hinreißen lassen konnte.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Corellis Mandoline

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Drama
Länge: 131 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 01.11.2001
Regie: John Madden
Darsteller: Penélope Cruz als Pelagia, John Hurt als Dr. Iannis, Christian Bale als Mandras
Verleih: United International Pictures

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen

Kein Bild vorhanden :(
News
John Hurt hat Lust auf Griechenland
Rolle in Nicolas Cage-Film übernommen
Kein Bild vorhanden :(
News
Und wieder Cage
Spiel mir das Lied.... Cage im Gespräch über neuen Film "Mandolin"




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.